Mosaik.
425
es sind davon nur nocli die grosse Inschriftin goldenen Buchstaben auf blauem Grundeund die Figuren der Ecclesia ex gentibusund der Ecclesia ex circumcisione vor-handen ( Ciampini Yet. mon. I 190, tab.
Fig. 258. Mosaik in S. Agata Maggiore in Ravenna.
XLYIII; Labarte Arts industr. I 342;Garrucci tav. OCX—CCXIY; s. uns. Abb.Fig. 80, I 173; Garrucci tav. CCXXXIVbis CCXXXVII; de Rossi Mus. crist.).
3) M. in der Iva])eile des hl. Sa-tyr u s bei derKirche des hl.Ambrosius zuMailand: dasBrustbild deshl. Yictor, voneinem Aehren-kranze und denSymbolen derEvangelistenumgeben; un-
ter
der
demselbenhl. Ambro-sius und fünfandere Heilige{Ferrario Mon.di s. Ambr. inMilano 170, tav.XXY. XXVI;Labarte II 343;s. unsere Abb.Fig. 259).
4) DiesaikenKirche
Mo-
der
der
Fig. 259. Mosaik aus 8. Ambrogioin Mailand.
lihl. Celsusund Nazarius, 440 von Galla Placidiaerbaut, die dort auch begraben wurde.In der Kuppel strahlt das lateinischeKreuz zwischen den Symbolen der Evan-gelisten, darunter an den vier Seiten
'je zwei Heilige oder Propheten, zwischenihnen stets eine Schale oder ein Spring-j brunnen mit trinkenden Tauben; in denunteren Räumen vorwiegend Ornamente,
! zwischen goldenen Laubgewinden trin-kende Hirsche. Auf der östlichen undwestlichen Wand des Kreuzarmes einerseitsChristus als guter Hirt in ausdrucksvollerjugendlicher Gestalt in einer felsigen Land-schaft, von den Lämmern umgeben, an-derseits nicht Christus, wie Ciampini undLabarte glauben, sondern der hl. Lauren-tius, wie in ähnlicher Darstellung mit demKreuze in S. Lorenzo nel agro Verano{de Rossi Bull. 1882, 167; Labarte II 343;Ciampini Yet. mon. I, tab. LXV—LXVII;Richter Taf. II; Garrucci tav. CCXXII bisCCXXIII; Abbildung s. Art. Laurentius.
5) Die Mosaiken in dem ortho-doxen Baptisterium S. Giovanniin fonte zu Ravenna, welche Erz-bischof Neon (449—453) ausführen Hess{Ciampini I 233, tab. LXX; Fabri Le sagremem. di Ravenna, Venez. 1664, 214; ZahnJahrb. f. Kunstwissenschaft 1868, H. II.III). In der Mitte der Kuppel die Taufe
' Christi durch Johannes, darunter die Apo-stel , welche in zwei Zügen, Petrus und| Paulus an der Spitze, einander entgegen-! schreiten, auf blauem Grunde, durch gol-dene Blattstengel von einander getrennt.Ein Fries von bunten Architekturen be-zeichnet die Basis der Kuppel; weiterunten andere Mosaiken, Figuren, Orna-mente und Inschriften, sowie buntfarbigeMarmoreinlagen.
6) Die Mosaiken an der erz-bischöflichen Hauskapelle zu Ra-venna {Labarte 1344; Quast Ravenna 16);Andere setzen sie ins 6. Jahrh. {SchnaaseIII 205). Diese Mosaiken von Ravennazeigen noch den Charakter der alten rö-mischen Kunst, sind aber in der Ausfüh-rung bedeutender, als die gleichzeitigenrömischen, wol wegen der Beziehungenzu Constantinopel, dem Hauptsitze diesesKunstzweiges.
7) Die Mosaiken auf dem Triumph-bogen und auf den Wänden vonMaria Maggiore, welche Papst Six-tus III (432—440; XISTVS EPISCOPYSPLEBI DE!) ausführen liess {CiampiniVet. mon. I 200 sqq., tab. XLIX—LXIY;Labarte I 344; Garrucci tav. CCXY bisCCXXII). Wir geben daraus die Be-grüssung der Engel durch Abraham inFig. 260 {Agincourt Peint. pl. XIY. XV).Die Mosaiken an den Wänden des Schiffeszeigen in 27 Bildern enthaltene Scenenaus der Geschichte der Patriarchen, sowiedes Moses und des Josue; der Triumph-bogen die Geschichte Christi, also dortdie Vorbereitung, hier die Erfüllung; die