Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Mosaik.

erstere in lebendiger Darstellung mit land-schaftlichem Hintergründe, die letztere aufGoldgrund.

8) Die unter Leo d. Gr. (440—461) aufdem Triumphbogen (dem Bogen der

Fig. 260. Mosaik aus S. Maria Maggiore.

Placidia) von S. Paolo ausgeführtenMosaiken, welche durch den Brand von1823 sehr beschädigt, seitdem hergestelltwurden ( Ciampini Yet. mon. I 228 sqq.,tab. LVIII; Schnaase III 199). Sie zeigenin der Mitte das Brustbild Christi mittypischen Zügen und gescheiteltem Haar,zu beiden Seiten oben die Symbole derEvangelisten, unten die 24 Aeltesten, ihreKronen darreichend (Abb. s. uns. Fig. 19,oben II 22; Garrucci tav. CCXXXVII).

9) Die Mosaiken an den Gewöl-ben der Oratorien des hl. Johan-ne s Ev. und des hl. Johannes Bapt.beim Baptisterium des Lateran(468): das Lamm in einer Blumenkroneund zwölf Tauben, welche in acht durchKränze gebildete Abtheilungen vertheiltsind ( Ciampini Vet. mon. I, tab. LXXIY.LXXV; Garrucci tav. CCXXXVIII undCCXXXIX).

10) Mosaiken der alten Kirchezu Capua ( Salazaro Studj sui monum.dell’ Italia merid.; de Rossi Bull. 1871, 156;1881, 149; Garr. tav. CCLIV-CCLVII).

11) Fussboden der Kathedralezu Xovara ( Durand. in den Annal.archeol. XV 225; Labarte I 345).

12) Fussboden vor dem Hoch-altar der Kathedrale zu Aosta( Ferd . de Lasteyrie La cathedr. d’Aoste,Paris 1854).

13) Fussboden in der Kathedralezu Pesaro (de Bossi Bull. 1870, 60) mitälteren Medaillons, vielleicht nicht christ-lichen Ursprungs.

14) Fussboden in einer christ-lichen Privat-Grabkapelle zu An-cona: ein fruchtreicher Weinstock, wel-cher einem Gefässe entwächst, mit der In-schrift aus Isaias 5, 1: V1NEA FACTA

EST DILECTA IN CORNVM IN LOCOVBEKI (de Bossi Bull. 1879, 128 sqq.,tav. IX. X).

15) Fussboden, in Africa gefun-den, mit Inschrift wol des 5. oder6. Jahrh. (Benier Inscript, de l’Algerien. 4057; de Bossi Bull. 1877, 116).

16) Das griechische Mosaikbilddes hl. Nicolaus im Schatze derJohanneskirche zu Burtscheid(Bock Die Reliquienschätze von Burt-scheid und Cornelymünster 16. 17).

[17) Die beiden Lünetten der 494durch den Bischof Laurentius mit Mo-saiken geschmückten Kapelle S. Aqui-lino in S. Lorenzo in Mailand: Christusganz jugendlich gebildet, zwischen denAposteln sitzend — und Joseph mit sei-nen Brüdern (Garrucci CCXXXIY; Alle-granza Spieg. e rifl. 3, tav. I). K.]

D. Mosaiken des 6. Jahrh.

1) Mosaiken in S. Cosma e Damianozu Rom: im Triumphbogen Christus alsLamm auf dem Throne zwischen den sie-ben apokalyptischen Leuchtern, vier Engelnund den Symbolen der Evangelisten, inder Concha der lehrende Erlöser in ehr-würdiger Gestalt, zwischen den hhl. Petrus,Paulus, Cosmas, Damianus und Theodorusund dem damals noch lebenden StifterPapst Felix IV (526—530); darunter inder Mitte das göttliche Lamm auf demHügel, welchem die vier Paradiesflüsseentströmen; von jeder Seite schreitensechs Lämmer aus den Thoren von Jeru-salem und Bethlehem auf das Lamm Gotteszu. Christus ist grösser als die Heiligendargestellt, was von nun an Regel wird.Alle diese Gestalten zeichnen sich trotzeiner gewissen Härte der Formen durchgrossartigen Ernst und Würde der Er-scheinung aus (de Bossi Mus. crist. diRoma; Ciampini V. M. II 49 sqq., tab.XV. XVI; Schnaase III 201; Martigny' 128. 67; unsere Fig. 127 I 380 und Art.Lamm; Garrucci tav. CCLIII; de BossiMus. crist.).

2) Mosaiken der Sophienkirchein Constantinopel, von denen leidernur noch spärliche, zum Theil spätere Resteunter der Kalktünche erhalten sind. Ausder Zeit der ursprünglichen Ausschmü-ckung durch Iustinian ist der thronendeErlöser zwischen den Medaillons Maria’sund Michaels, zu seinen Füssen Iustinian,und ein Erzengel zunächst der Chor-nische erhalten. Wie die figürlichen Dar-stellungen, die sich durcli Würde undgrossartige Einfachheit .auszeichnen, sozeigt auch die Schönheit der Ornamenteund die technische Ausführung eine hochgebildete Schule. Die Wirkung der Farbenwird dadurch erhöht, dass statt des Gol-