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Zweiter Band. I - Z.
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Münzen.

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welche Zahl bald darauf in Garrucci’sNumismatica Costantiniana portante se-gni di Cristianesimo (in Yetri ornati difigure in oro etc., Roma 1858) bereitsauf 70 erweitert wurde. Cavedoni unter-zog in seinem Appendice alle ricerchecritiche intorno alle medaglie Costan-tiniane insignite dell’ effigie della croce ed’ altri segni Cristiani (Opuscoli Religiosietc. I 86—105, Modena 1859) sowol seineeigenen früheren Angaben als Garrucci’sAufstellungen einer Kritik, in welcherzahlreiche von Garrucci als Monogrammebezeichnete Embleme als einfache Sterneerklärt wurden. Garrucci replicirte dar-auf in der Beilage zur 2. Aufl. der Vetri(Numismatica Costantiniana osia dei segnidi Cristianesimo sulle monete di Costan-tino, Licinio e loro figli Cesari, 1864,Yetri 236) und in einer kleineren Abhand-lung (Rev. Numismatique 1866, 78 f.),welche Cavedoni gleichfalls einer ein-gehenden Revision unterzog (Disaminadella nuova edizione della NumismaticaCostantiniana del P. Raffaele Garrucci, inRivista della Numismatica antica e mo-derna, Asti 1864, I 210—228), auf welcheGarrucci in seinen Note alla NumismaticaCostantiniana (Disputazioni Archeologichedi vario argumento, Roma 1865, II 23 bis30) antwortete. Cavedoni’s Tod (1865,26. Nov.) brach die Fortsetzung dieserControverse ab. Die im selben Jahreerschienene erste Auflage von Martigny’sIlictionnaire stützte sich in ihrem Artikel,Numismatique Chretienne 1 nur auf die äl-teren Arbeiten Cavedoni’s und Garrucci’svon 1858 und entsprach daher schon da-mals nicht ganz dem Stande der Unter-suchung, welche inzwischen auch durchmanche Beiträge de RossPs in seinen ver-schiedenen Schriften, bes. dem Bullettino,gefördert war. Das J. 1873 brachte einesystematische Bearbeitung der altchristli-chen Numismatik von C. II r . King (EarlyChristian Numismatics, Lond. 1873), wel-cher indessen noch weniger als Garrucci’sArbeiten Zuverlässigkeit nachzurühmenist. Endlich lieferte der englische Numis-matiker Frederic W. Madden in seinenChristian Emblems on the Coins of Constan-tine I the Great, his family, and hissuccessors (Numismatic Chronicle N. S.NYU 11—56; 242—307; XVIII 169 bis215, auch bes. abgedruckt) 1877 und 1878die beste Monographie über den Gegen-stand, von welcher Martigny in seiner2. Aufl. (1877) freilich noch, nicht Ge-brauch machen konnte, wol aber Smithund Cheetham in dem Art. Money ihresDictionary (1880, II 1272 f.), dessenerster Theil von Madden selbst, derzweite, über die abendländischen M. des

lieal-EncyklopiidJe. II.

früheren MA.s, von Churchill Babingtonverfasst ist; er stellt das Yollständigsteund Beste dar, was wir jetzt über dieSache besitzen. Zu gleicher Zeit gab Gar-rucci im YI. Bd. der Storia (1880, 128 f.,tav. CCCCLXXXI und CCCCLXXXII)eine abermalige Zusammenstellung undRevision des ganzen Materials, zu wel-chem auch andere Stellen seines grossenWerkes Beiträge liefern (so I 436. 438.456). Die Yerwerthung der M. Constan-tins zu kirchengeschichtlichen Zwecken,bez. zur Beurteilung des religiösen Cha-rakters seiner Regierung und Person, un-ternahmen von ihrem sehr verschiedenenStandpunkt aus Victor Duruy (La Poli-tique religieuse de Constantin, in Revuearcheol. 1882, fevr. 96—110; mars 155 bis176); J. Burckhardt (Zeit Constantins d.Gr., 2. A. Anh.); Th. Brieger (Constantind. Gr. als Religionspolitiker, in Ztschr. f.K.-G. 1882, IV 163 f.); H. Grisar (Dievorgeblichen Beweise gegen die Christlich-keit Constantins d. Gr., in Ztschr. f. k.Theol. 1882, XI 585 f.). Eine erneutePrüfung des leider weit auseinander-liegenden Materials, namentlich aber dieDurcharbeitung des Pariser Cabinet desMedailles hat mich überzeugt, dass auchmit den bisherigen Publicationen nicht dasletzte Wort gesprochen ist.

II. Christliche Embleme aufvorconstantinischen M. sind angeb-lich wiederholt gefunden worden. Ichkann mit Bezug auf die Mehrzahl der bei-gebrachten Fälle nur auf das verweisen,was ich oben II 224 in dieser Hinsichtgesagt habe. Yiele der von Rapp u. A.vorgelegten Fälle, wo auf baktrischen,ägyptischen, indischen, keltischen oderaltenglischen M. das Kreuz oder das Mono-gramm Christi nachgewiesen werden will,beruhen auf Irrthum; man nimmt eineinfaches geometrisches Ornament für einsymbolisches Zeichen, oder vergisst, dass

die Siglay(^als Verbindung von XP (ypu-

oov u. s. f.) als Monetarzeichen ganz selbst-verständlich sein musste. Nur auf einigein der neuesten Zeit wieder betonte M. sollnoch hier eingegangen werden.

1) Auf einer Münze des EdessenerKönigs Ab gar VIII (Abgar Bar Manu153—188, nach Langlois Numismatiquede l’Armenie, pl. IY 7 ; nach Andern, wieBayer Hist. Osr. et Edess. ex Num. ill.III 171 und Neander I 111, regierte Ab-gar VIII 160—170) soll in das Diademein Kreuz eingezeichnet sein (Abb. beiMadden pl. X 12 ). Ich kann in dem Zei-chen nur ein kreuzförmiges Ornamentdes Kopfschmuckes erblicken, welcher

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