Band 
Zweiter Band. I - Z.
Seite
448
JPEG-Download
 

448

Münzen.

debert I (534—548) sieht man Stücke mitder auf das Kreuz gelehnten Yictoria, denkreuztragenden Globus und das Mono-gramm von der Fig. 292 gegebenen Form.Mit Chlotar II beginnen die Croixhaussees. Andere Typen veranschaulichendie beif. Figg. 291. 293—298.

Fig. 291. Monogr. Fig. 292. Monogr. Fig. 293. Monogr/]auf Münzen auf Münzen von einer Münze

Childeberts. Theodeberts. Theodericlis II (596).

Fig. 294. Monogr. Fig. 295.

von einer Münze Monogramme von Münzen

Chariberts (567). Sigeberts II.

Fig. 296. Monogr.

von einer Münze Fig. 297. Kreuze auf MünzenChlotars II. Dagoberts I, II, III.

Fig. 298. Monogramme von Münzen Chlodwigs II.

Ein auf antike Vorstellungen zurück-greifender Typus ist derjenige auf einerMünze Karls d. Gr., welche 1866 gefundenwurde und eine Kirchenfaijade vorstellt,auf deren Thüre und Giebel ein sog.griechisches Kreuz angebracht ist. DieLegende lautet: RELIGIO XPICTIANA.Derselbe R e v. kehrt auf einer Münze Lo-thars wieder (vgl. Annuaire de la Societefran<j. de numism., I e annee, pl. XII, 178).

VI. Anfänge des päpstlichenMünz wesens.

a) Die päpstliche Numismatik beginnterst im MA. mit Loslösung Roms von deroströmischen Herrschaft. Zwar kommenschon vor der Donatio Pipini M. vor, ge-schlagen von Gregor III (731—740) undZacharias (741—751; s. beifolg. Figuren:Gregors Münze hat Av. GREII [Gregorii]PAPE, diejenige des P.Zacharias: -j- ZA-

CHARIAE; die erstere auf dem R e v.:-j- SCI PTR [Petri], die letztere -f- PA-PAE). Doch tritt der Name des Papstesund sein Bild als des Souveräns erst mit

C# <£> M

iS

Fig. 299. Münze des P. Gregor III.

Fig. 300. Münze des P. Zacharias.

^ ISl (rvrü

Fig. 301. Münzen des P. Hadrian I.

Fig. 302. Münze des P. Leo III.

Fig. 303. Münze dos P. Benodict III (835).

Hadrian I (772—795) auf, während dasVerhältnis zwischen Papst und Kaiserseine eigenthümliche Illustration erhältdurch das Auftreten des Bildes Karls d. Gr.auf den M. des P. Leo III seit 800 (siehe