Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Namen.

Ausdruck Tempelträger (vao<popot, tem-pliferi, Greg. Nyss. Orat. 2 c. Eunom.;Basil. Seleuc. Or. 22) und Heiligthum s-t rag er (aYtocpopot, sanctiferi, Ignat. AdEphes. c. 9). Weil mit dem hl. Geistegesalbt, werden die Christen im Anschlussan Ps. 105, 15 Gesalbte (Christi) vomhl. Ambrosius (Orat. de obitu Valent.) undhl. Hieronymus (Comment. in Ps. 105) ge-nannt. ,Christi autem sunt, 1 sagt letzterer,qui Spiritu sancto unguntur. 4

Die Sanftmuth, Keuschheit, Einfalt, Frie-densliebe, kurz die Unschuld der erstenChristen ist ausgesprochen in den N. K i n d-lein (parvuli, infantes, adolescentuli, Cle-mens Alex. Paedag. I 5; Isid. Peius. 1. I,ep. 207; Basil. Seleuc. Orat. 38), L ä m m-lein (agni, agnelli, Clem. Alex. Paedag.I 5; Aug. Serm. 257), Kälbchen (vitulilactentes, Clem. Alex. Paedag. I 5), Tau-ben, Täubchen (columbae, pulli co-lumbarum, Clem. Alex. 1. c. I 5; Paulin.Hol. Epist. 32 ad Sever.; Cyrill. Hieros.Catech. XVIII). Sehr gebräuchlich war derName F i s c h c h e n (pisciculi). Die Erklä-rung giebt Tertullian (De bapt. c. 1): nospisciculi secundum !yj)bv (s. d. Art.) no-strum Iesum Christum in aqua nascimur,nec aliter quam in aqua permanendo salvisumus. Vgl. Optat. Contra Parmen. III 6;Clem. Alex. Paedag. III 11.

Von dem Glauben sind abgeleitet dieN. Offenbarungs-Gläubige (oi tou6o7p.axoc, dogmatici), Wissende (yvuwti-xoi, gnostici), Kirchliche (ecclesiastici),Verehrer des Wortes (cultores verbi),Rechtgläubige (<3pho8o£oi, orthodoxi),Katholiken (xocöoXixoi, catholici). Der' hl. Paulus nennt die Lehren des Evange-liums fpw’Ta ( Theodor et. Comm. in Ephes.c. 2); daher wurden die Christen oi touüo-ftia-oj genannt ( Chrysost. In Eph. c. 2).So wird auch in der Verfügung des Kai-sers Aurelian gegen Paul von Samosata(Euseb. VII 30) der römische Bischof iici-axoitoc tou oo-yiraxot betitelt. Da der Christaber nach Clemens Alex. (Strom. VI 8) esindessen nicht bei dem blossen Glaubenbewenden lassen, sondern auch den Glau-bensinhalt wissenschaftlich zu durchdrin-gen suchen soll, so nannte dieser kirch-liche Schriftsteller die Christen yvoxjtixol,Si Dominus est veritas et sapientia acvirtus Dei, sicut est, patet, quod reverais est gnosticus, qui eum cognovit et peripsum eius patrem* (Strom. VI 7; da dieAngehörigen der gnostischen Secten dieeinzigen wissenschaftlich Gebildeten seinwollten, so usurpirten sie den N. gnostici).Später wurde der Name '(vmoxixoi nachdem Vorgänge des hl. Athanasius (beiSocrat. Hist. eccl. IV 23) auch auf dieMönche wegen ihres beschaulichen Le-

bens angewendet. Alle der Kirche An-gehörigen werden (im Gegensätze zu denAnhängern der Synagoge und des Heiden-thums) von Eusebius (Hist. eccl. IV 7)avSpEC ExxX^gtaarxixot genannt. Auch wurdedas Adjectiv ,kirchlich 4 (ecclesiasticus) imGegensätze zu ,häretisch 4 gebraucht (Eus.

I. c. II 25). Die Bedeutung des Gegen-satzes von ,weltlich 4 (saecularis, laicus)erlangte es erst später. —' Anb et er (Ver-ehrer des Wortes, vielleicht in Oppo-sition zum Arianismus) nennt sich einChrist auf einem nordafricanischen Epi-taph ( Rinier 1. c. n. 4025). Im Gegensätzezu den vielen Häresieen nannten die kirch-lichen Schriftsteller die Rechtgläubi-gen 8p9o8o$oi (vgl. Theodor et. Dial. int.Orthod. et Eranist.). Die Griechen feiernsogar ein Fest der Orthodoxie. — Dievom hl. Ignatius (Ad Smyrn. c. 8) zuerstgebrauchte zutreffende Benennung katho-lisch (oitou äv 7) Xptaxäc ’It](Joüc, ixet fjxadoXtx^] ixxXrjata) wurde von den späterenchristlichen Schriftstellern wiederholt zurBezeichnung der rechtgläubigen Kirche imGegensatz zu den vielen Secten angewen-det, und der Name ,katholisch 4 ward derunterscheidende Name der Kirche vonallen Häresieen. ,Christianus mihi nomenest, 4 sagt der hl. Pacianus (Ep. 1 ad Par-men.), ,catholicus cognomen; illud menuncupat, istud ostendit. 4 Neben zwei an-deren charakteristischen Eigenschaften derKirche wird bei Clemens Alex, auch ihreKatholicität angeführt. ,Et essentia ergoet opinione et principio et excellentia so-lam (einig) esse dicimus antiquam (apo-stolisch) et catholicam ecclesiam 4 (vgl.Optat. Contra schism. Donat. II 4; Euseb .

II. e. IV 15; Epiphan. Haer. LXVIII 3).

Die wenig vorkommenden N. Helleni-

stae, Therapeutae, Iessaei können wirfüglich ausser Acht lassen. münz.

II. Spott- und Sch impf-N. derersten Christen.

Nicht bloss die neuere Zeit, sondernauch das Alterthum kannte die gefähr-liche Waffe des Spottes und die Machtder Schlagwörter. Darum bedienten sichdie Heiden einer Menge von Spott- undSchimpf-N. gegen die Christen; ihnenahmten die Häretiker nach. Den Hei-den galten die Christen als 1) arm, 2) un-gebildet, 3) verzweifelt, 4) gottlos, 5) neue-rungssüchtig, G) schwindelhaft, 7) sitten-los , 8) lichtscheu, 9) reichsfeindlich,

10) ausländisch.

1) Wenn auch bei den ersten Christenalle Stände vertreten waren ( Kraus R. S. 240; ,Kath. Bewegung 4 XIV 33), so bleibtdoch im Grossen und Ganzen wahr derAusspruch des hl. Hieronymus, dass ,dieKirche Gottes de vili plebeculo gesammelt 4