Namen.
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auch auf einem in der Krypta der Caeci-lianer gefundenen Epitaph ein SeptimiusPraetextatus Caecilianus einen ,KnechtGottes“ und auf einem andern Grabsteinein Aur. Aelianus einen .gläubigen KnechtGottes“ (0EOY AOYAOC I1ICT0C) nennt.Dem N. Knecht entsprechend nannte manandere Christen Mitknechte (uuvSouXot,conservi, Kol. 1, 7; 4, 7; Offenb. 6, 11),welcher Name uns bei Lactantius (Inst. div.VI 3) und auf christlichen Epitaphienbegegnet und den man auch, indess mitUnrecht, auf einem Steine des MainzerMuseums (COS • QVI VIXIT ANNOSXXI MENSES V RESTIONIVS RESTI-TVTVS FRATER) wieder finden wollte.
Der von Christus dem Nathanael ge-gebene Ehrenname .wahrer Israelit“ (Joh.1, 47) wurde von histin (Dial. c. Tryph.c. 5) auf alle Christen angewandt. ,Dadie Juden deswegen, weil sie den Messiasverworfen haben, unwürdige NachkommenAbrahams sind, so kommt uns [Christen]der Name wahre Israeliten zu.“
Entstammen die vorgedachten N. demMunde des Heilandes, so haben die nach-stehenden apostolisches Gepräge.
Gläubige (iruxot, itwxsoovxsj, fideles,credentes) nannten die Apostel ihre Mit-christen, weil sie der durch Christus ge-cffenbarten Wahrheit glaubten (Ephes.1, 1; Apg. 2, 44; 4, 32) und durch diehl. Taufe in die christliche Gemeinschaftaufgenommen worden waren ( Euseb. De-monstr. evang. VII 6; Aug. Tract. 44 inIoan. c. 9; Ambros. De sacram. I 1). Esist daher kein Pleonasmus, wenn auf demGrabmal einer INGENVA bei Le Blaut(I 383) dieselbe CIIRISTIANA FIDELISgenannt wurde (vgl. Martigny Dict. 2 321).Die getauften Nachkommen christlicherEltern nannte man irraxol sy. ittjxüiv, fidelesex fidelibus. Vgl. Lupi Sever. epit. 136.Auf africanischen Inschriften kommt FI-DELIS als Eigenname fünfmal vor (C. I.VIII). Man vgl. noch den Art. FidelisI 506 f.
Auserwählte (sxlsxxot, electi) wur-den die Christen genannt, weil sie Gottaus Juden und Heiden zum Reiche Gottesberufen (Rom. 8, 33; Kol. 3, 12; I Petr.J j 1). Heilige, Geheiligte (ayioi,''ntaipivoi, sancti, sanctificati) hiessen sie,weil sie heilig waren oder sein sollten,besonders aber, weil sie geheiligt wa-ren ,im Blute Christi“ durch die Taufe(Rom. 1,7; I Kor. 1, 2). ,Sanctos eosvocat, qui baptismo dignati fuerant“ ( Theo-doret. In Phil. 1, 1). Weniger häufig ka-men vor die N. Kinder Gottes (xl/.vatilii Dei, Joh. 1, 12; I Joh. 3, 1;Aug. Contra Adimant. Manicli. c. 5) undSöhne Christi (filii Christi). ,Filii Chri-
sti sunt, qui in ipso renascuntur“ ( Tertull.Adv. Marc. V 9).
Der gebräuchlichste und eigentlich tech-nische Name wurde der Name Christen(ypraxiavot, christiani, Apg. 11, 26), derhöchst wahrscheinlich in Antiochien woh-nenden Lateinern sein Entstehen verdankt;denn wäre er unter griechisch Redendenaufgekommen, so hätten diese wol ot xoüypirroü gesagt. Wie aber die Römer dieAnhänger Caesars Caesariani, die des He-rodes Herodiani, so nannten sie auch dieAnhänger Christi Christiani. Weil in Chri-stus ,kein Unterschied“ sein sollte ^wi-schen Juden und Griechen“, weil allesTrennende zwischen Juden- und Heiden-christen verschwinden sollte, desshalbwurde wol von lateinisch redenden Jün-gern der Genossenschaftsname Christeneingeführt. Weiteres s. Katholik 1878,I 272. Die Schreibweise chrestiani ( Sueton.Vit. Claud. c. 25; Tertull. Apol. c. 3 u. s. f.)ist durch den Itacismus veranlasst undlag auch (von yprjaxo? abgeleitet) dengriechisch redenden Heiden näher, als dieAbleitung von yptxxo; (der Gesalbte), dadiese in dem N. Christus einen Eigen-und keinen Amts-N. (Katholik 1878, I 269)sahen.
In den von den Kirchenschriftstellernaufgebrachten N. spricht sich bald dieGnadenfülle, bald die Unschuld, bald Glau-bensfestigkeit unserer christlichen Vorfah-ren aus.
Sie hiessen Gottesträger (hsocpopoi,deiferi). Der hl. Ignatius nennt sieh, wiein seinen Briefen (’lyvaxcoc 6 xat hso^popoc),so in seinem Verhör vor Traian Gottes-träger, weil er Christum in seinem Herzentrage. Clemens Alex. (Strom. VIII 13) nenntden wahren Gnostiker einen Gottesträger.Desselben Namens bedienen sich GregorNaz., Theodorei, Cyrill. Alex. u. A. (vgl.Mamachi Orig, et ant. 62). Im Anschlussan die Worte des Apostels: ,Christus lebtin mir“, nannte der hl. Ignatius (Ep. adEphes. c. 9) sich und der hl. Athanasius(Orat. c. gent.) den Weltapostel einenypuxo'popoi, Christusträger. Auf alleChristen angewandt, begegnet uns häufigder Name Geistträger (Twsuptaxotpopot,spiritiferi), sich anlehnend an die Wortedes Apostels: ,xvisset ihr nicht, dass derhl. Geist in euch wohnt.“ So sagt derhl. Irenaeus (Adv. haer. V 2): otxxtou -[apävDpdi-ou xat rvtoptaxocpopotj o napaosuoc,und der hl. Athanasius schreibt (De hum.nat. c. 8): op-stc avhptu-ot ir<sup.axo’.popot (vgl.Basil. De spirit. s. c. 9; Cyrill. Alex. Inc. 3 Sophon.). Eine nordafricanische In-schrift nennt die Christen SATOS SPI-RITV SANCTO ( Eenier Inscr. de l’Algerien. 4025). Aelmliche Bedeutung hatte der