Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Nimbus.

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Zeit für die beiden Apostelfürsten in An-wendung gebracht. Es ist daher nichtgenau, wie Grimouard de St. Laurent be-hauptet (Manuel de l’art ehret. 104): ,beimErscheinen des N. im 4. und 5. Jahrh.wird er zunächst nur bei den göttlichenPersonen in Anwendung gebracht; balddarauf wendet man ihn auch bei den Hei-ligen und den evangelistischen Zeichenan, erst später bei der seligsten Jungfrau,weil sie als auf der Erde lebend betrach-tet wird. 1 Denn selbst auf den Mosaikenerscheinen die Heiligen, die ihre Kronedem ewigen Richter und Vergelter darbrin-gen, und sogar die Apostelfürsten, welchedie Heiligen dem Erlöser zuführen, viel-fach ohne N., während allerdings Christus,die Engel und die evangelistischen Zei-chen auf den Mosaiken ziemlich ständigden Glorienschein tragen. Dahingegensieht man in der Kirche von S. Öosmae Damiano zu Rom, deren Mosaiken demJahre 530 angehören, im Triumphbogendas Lamm Gottes ohne Schein, währendes in der Tribüne einen solchen hat. InS. Maria maggiore hat Maria bei der Ver-kündigung keinen N., wol aber bei derDarstellung Jesu im Tempel, und wieder-um nicht bei der Anbetung der "Weisen,noch auch bei der Flucht nach Aegypten.Selbst die Taube hat bei der Verkündi-gung keinen N., wol aber die nebenanstehenden Engel, während doch das Sym-bol des hl. Geistes, ebenso wie das LammGottes, auf viel älteren Monumenten, z. B.auf der bekannten Darstellung der Kata-komben , wo sie auf der Rücklehne einesBischofsstuhles sitzt (Bosio 327), den Hei-ligenschein um den Kopf hat. In gleicherWeise erscheint die Taube mit dem N.auf dem Mosaik in S. Pudentiana, wäh-rend hinwiederum auf manchen spätemDarstellungen der Taufe der auf den Täuf-ling herabkommende hl. Geist, die Taube,keinen N. hat. Es darf mithin als Grund-satz gelten, dass die altchristliche Kunstbis in das 7. Jahrh. hinunter eine be-stimmte Regel und Vorschrift betreffs derAnwendung des N. nicht hatte und dassdie Künstler ihn je nach ihrem Beliebenanbrachten oder fortliessen. Es lässt sichdaher auch nicht, wie Martigni/ S. 499versucht, an der Hand der Monumentedie Entwickelung der Anwendung des N.bei Christus, den Engeln, der seligstenJungfrau, den Heiligen und den symboli-schen Thieren nachweisen; man kann nurdie Zeit constatiren, wann derselbe beidieser oder jener Figur zuerst vorkommtund welchen Figuren er mit Vorliebe ge-geben wird.

Auf den ältesten Bildern besteht der N.111 einem einfachen kleinen Reifen, der

I>cal-Encyklop»dle. II.

Fig. 326. Mosaik von S. Agata inRavenna (Garrucci tav. CCLIV).

sich um den Kopf legte, auf den Mosaikenin einer goldenen Scheibe. Doch suchteman schon früh die Christusbilder dadurchauszuzeichnen, dass man ihnen einen N.mit doppeltem Reife gab, wie es z. B. aufeinem Frescobilde im Coemeterium der hl.Cyriaca bei derDarstellung derklugen und thö-richten Jung-frauen der Fallist; dann be-sonders aber da-durch, dass manin den N. einmit Edelsteinenbesetztes Kreuzhineinlegte, wiees z. B. in S.

Agata maggiorezu Ravenna(400) der Fallist (s. Fig. 326).

Auf dem Mosaikvon S. Mariai maggiore (433)

; trägt der Chri-| stusknabe beij der Anbetung der Weisen einen einfachen! N., bei seiner Erscheinung in Aegypten| steht über dem N. noch ein kleines Kreuz.

! Im Triumphbogen von S. Sabina zu Rom1 (424) liegt das Kreuz im N., und ebensowar es der Fall aufdem Mosaik von S.

Andrea und Bar-bara zu Rom (463)und in S. Cosmaj e Damiano. Dasi Brustbild d. Herrni auf dem Triumph-j bogen von S. Paolo(441) hat einenI weiten Strahlen-N.j in den Farben desRegenbogens. Eini solcher Strahlen-N.

; kommt in spätererj Zeit auch bei Hei-, ligen vor, z. B.beim hl. Gregor d.

; Gr. Während auf; einem dem 5. Jh.

! angehörenden El-1 fenbeingraffit desvaticanischen Mu-seums auf dem nimbirten Kopfe des Herrndas Monogramm steht, legt sich auf dem1 Mosaik in S. Aquilino zu Mailand (c. 440)um den Reif das Monogramm Christi mitden beiden Buchstaben A und CO (s. Fig.| 327). Einen Vorläufer in dieser Beziehungbildet ein Goldglas, auf welchem der

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Fig. 327. Christus. Von S. Aqui-lino in Mailand {AllegrauzaSacr. mon. di Mil. tav. I).