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Palme.
VI 759). Das Papstbuch (i. v. Agatho)übersetzt jene Verhandlung und giebt <!>p.o-cpopiov mit Orarium wieder, ein ungenauer,auch sonst vorkommender Ausdruck fürP. Das vierte allgemeine Concil von Con-stantinopel (680) gab genauere Bestim-mungen über Ort und Zeit des Fragensdes Omopliorion. Während der Diakondas Evangelium las, pflegte der Bischofes abzulegen.
Ausser der ältern, theilweise genanntenLitteratur ( Barthell De pallio, Würzburg1735; Pertsch De orig., usu et auct. palliiarchiepisc., Heimst. 1754, und RinnartDissert. de pallio in den Opp. postli. vonMabillon und Ruinart, Par. 1724) sind vorAllem die erwähnten Werke von Vespa-siani, Garrucci und Farabulini zu verglei-chen. Dazu Hinschius System des kath.Kirchenrechts II 23 ff. krieg.
PALME. Die P. ist als Symbol desSieges allen alten Völkern bekannt undvon A. Gellius (Noct. Att. III 6) erfahrenwir: ideo in certaminibus palmam signumesse victoriae placuisse, quoniam ingeniumejusmodi ligni est, ut urgentibus oppri-mentibusque non cedat. Als christlichesSymbol bedeutet die P. den Sieg des Chri-sten über den Tod (iustus ut palma flore-bit, Ps. 91, v. 13), über das Fleisch unddie Welt. Palma victoriae signum est illiusbelli, quod inter se caro et spiritus gerunt(Orig, in Io. XXI; Ambros, in Luc. VII).Die P. gehört mit Vogel und Anker zuden allerältesten christlichen Symbolen,findet sich nämlich schon in den ältestenTheilen des in seinen Anfängen aus apo-stolischer Zeit stammenden Coem. Priscillae(de Rossi Bull. 1868, 94). Sehr begreiflich,denn die Apostel selbst gebrauchten sohäufig Bilder von Kampf und Sieg, dieder Ringschule, dem Amphitheater undder Kennbahn entlehnt sind (I Kor. 9,24. 25; II Tim. 2, 5; Apoc. 2, 17; 4, 7),und ebenso die ältesten Väter (Tertull.Ad martyr., De spect.), dass im 3. Jalirli.einige Christen daraus das Recht ableitenwollten, diesen Spielen anzuwohnen, undder hl. Cyprian (De spect., Ep. VIII) sichgenöthigt sah, mit Klagen aufzutreten,weil ,verba et exempla, quae ad exliorta-tionem evangelicae virtutis posita sunt, advitiorum patrocinia transferuntur 1 .
Vor Allem gebührt nun die P. denMärtyrern, denn sie sind im eminentenSinne die Besieger der Christo feindlichenMacht. ,Vincimus cum occidimur“, sagtTerlullian (Apol. 50). Der Ausdruck,Palmamartyrii 1 ist darum auch in den kirchlichenDiptychen, Martyracten und Martyrologienzum stehendengeworden: martyrii palmamaccepit, martyrii palmam meruit obtinere, |
martyrii palma coronatus est, virginitatispalmam martyrii corona cumulavit, cursumpalmiferum consummavit. ,Nisi diligenterperfeceris corpus meum a carnificibus at-trectari, non potest anima mea in paradi-sum domini cum palma intrare martyrii 1 ,spricht die hl. Agatha zum Praetor Quin-tianus. Die Sitte, die Bildnisse der Mär-tyrer durch die Siegespalme zu kenn-zeichnen, stammt schon aus dem Zeitalterder Verfolgung, und schon Cassiodoriusschrieb im 6. Jahrh.: ,fortes athletas po-pulis palma designat esse victores 1 (Var.128). Auch kann es keinem Zweifel unter-liegen, dass die ursprünglichen Ruhestättender Märtyrer regelmässig mit diesem Zei-chen geschmückt waren, wie dies von vielenausdrücklich bezeugt ist. Als nun im J.1578 die Katakomben wieder aufgefundenworden und man sich um verlässige An-zeichen umsah, um die Gräber der Mär-tyrer von den übrigen zu scheiden, dakam allmälig die Meinung in Aufnahme,dass alle Gräber, die mit der P. ge-schmückt wären, oder eine Blutpliiole ent-hielten, Reliquien von Märtyrern bergen,und die Congregatio Rituum et Reliquia-rum, um Entscheidung angegangen, er-klärte den 10. April 1668: cum de notisdisceptaretur, et quibus verae sanctorumMartyrum reliquiae a falsis et dubiis di-gnosci possint: eadem s. Congregatio cen-suit, Palmam et Vas illorum sanguinetinctum pro signis certissimis habenda esse.Man stritt noch, ob die beiden Kennzeichencumulative sich finden müssten, oder ohauch die P. allein genüge. Gegen die P.allein sprachen sich aus: Papebroch, Ma-billon , Fabretti, Muratori, ebenso Bene-dict XIV (De beatif. et can. 1. IV, p. II,pag. 28). Da es feststeht, dass die P. auchauf Gräbern gefunden wurde, die durchsichere Daten ausweisen, dass sie der nach-constantinisclien Friedensperiode ange-hören, so reicht jedenfalls das Erscheinender P. auf einem Grabe überhaupt nochnicht hin, dasselbe mit Sicherheit als Mar-tyrergrab zu kennzeichnen. Ueber die Blut-phiolen s. d. Art. Ampullae und KrausR. S. p. 451. Anders verhält es sich,wenn die I*. in Mitte von Marterwerk-zeugen erscheint, wie auf dem Titulusder Philumena, aufgefunden in den Kata-komben 1802 (Perret Les catac. de RomeV. XLII 3 ). Wenn übrigens auf Grab-monumenten der Palmzweig ganz isolirt,ohne irgend ein anderes Symbol, auftritt,was sehr selten vorkommt (nur viermaltraf dies de Rossi im Coem. Callisti R. S.II 314 u. tav. XXXIX 39 . XLIII 49 . XLV 44 .XLVII t ), wenn ferner durch anderweitigesichere Anzeichen feststeht, dass solcheMonumente, wie die drei in den Krypten