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Zweiter Band. I - Z.
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Paradies.

lilia nee rosae desunt), wie bei den seltenvorkommenden Lilien ( Armellini Scopertadella cripta di s. Emerenz. 48, tav. V)an die Jungfräulichkeit; aber wo nähererBeweis über die Qualität des Verstorbe-nen fehlt, ist auch die Rose und die Lilie(ut pascat in hortis et lilia colligat, Cant.6, 1) nur als Bild des himmlischen Gar-tens zu betrachten: PER EXIMIOS PA-RADISI RE GRAT ODORES TEMPORECONTINVO VERIST ART VBI GR AMIN ARIVIS (metr. Grabschrift des 4. Jahrh.,de Rossi Inscr. Christ. I 141, n. 317), wieauch Dracontius im 5. Jahrh. (De Deo III,v. 679) die Seligen ,inter odoratos floreset amoena vireta* wandeln lässt. Vondiesem Symbol des himmlischen Jerusalemstammt auch der Ritus der goldenenRose in der Hand des Papstes am Fa-stensonntag Laetare Ierusalem (de RossiBull. 1868, 14). In derselben Bedeutungerscheinen dieBäume — oftmit Phönix —und die Blu-men (s. denArt.) auf denalten musivi-schen Bildern,welche Chri-stus und dieHeiligen inder himmli-schen Gloriedarstellen (Ci-ampini Vet.monum. I,tab. XLVI.

LXXVI; II,tabula XVI.

XXXII.

XXXVII. XLIII—XLV. LI—LIII; Desacr. aedif. tab. XIII. XXXII). [Es er-giebt sich aus diesem Gedankengang dieDarstellung des Paradieses als Garten,wie er namentlich auf dem schönen Ge-mälde des Cubiculum dei cinque Santiuns entgegentritt (s. unsere Figur 356;de Rossi R. S. III, tav. I—III). DieseVorstellung bestätigen denn sowol Cyprian(Ep. 73, 10, ed. Hartei 785): ecclesia pa-radisi instar exprimens arbores frugiferasintra muros suos intus inclusit etc., alsdie Acta s. Perpetuae c. 8 ( Ruinart ed.Amstelod. 96), wo Perpetua in der Visionihren Bruder im Genuss der ewigen Freu-1den sich an dem Quell in dem himmli-}sehen Garten laben sieht. Erwähnenswerth 1ist hier übrigens auch, dass bei Augustin .!Ep. 211 ad Sanctim. (ed. Bened. II 1018)!der Hortus divinus als das Reich Gottes Iin uns erscheint. K.] 3) Demselben Ge-dankengang gehört die Charakterisirung

des Himmels durch die Paradiesesflüsse(s. d. A.) an. 4) Als das Land der höch-sten Verheissung findet sich der Himmeldurch die beiden, die grosse Traube aufden Schultern tragenden Israeliten (III Mos.13, 24) versinnbildet ( Garrucci Vetri, tav.II 9 ; s. uns. Fig. 357). 5) Als Hof deshöchsten Königs und Richters ist derHimmel in dem Gemälde eines Arcoso-liums im Coemeterium Cyriaci (de RossiBull. 1863, 76; 1864, 35) aufgefasst: inder Mitte erblickt man die heimgegangeneSeele als Orante, zu beiden Seiten dieJünglingsgestalt eines Heiligen, welcherals Advocatus am Throne Gottes den Vor-hang (s. d. Art.) hebt, um den Eintrittzu gestatten (s. uns. Fig. 358). Eine ähn-liche Darstellung findet sich auf einemSarkophag des Lateran-Museums (de RossiBull. 1873, 96). 7) Nach der von unserm

göttlichen Erlöser selbst (Luc. 12, 37) ge-brauchtenAusdrucks-weise findetsich der Him-mel auch un-ter dem Bildeeines fest-lichen Mahlesdargestellt (s.d. Art. Mahl-zeiten. [DieEinführung indas P. durchHeilige istdann weitereine Scene,welche durchFunde derletzten Jahre,als der alt-christlichen Kunst eigen, festgestellt wor-den ist. So auf dem Sarkophag in Syra-

Fig. 357. Goldglas mit der Traube aus dem ver-heissenen Laude (Garrucci II 9 ).

150), auf einem andernPisa (Le Blant La

dionysas

INPACE

Fig. 356. Selige im Paradies (de Rossi R. S. III, tav. I).

kus (Bull. 1877,im Campo Santo zu