Paradies.
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vierge au ciel, Revue arclieol. 1877, dec.,351), auf der Darstellung der hl. Petro-nilla (Bull. 1875, tav. I). Es hängt mitder oben erwähnten Vorstellung zusam-men, wenn die Seligen im P. festlichbekleidet erscheinen: so die hl. Agnes
paradisus ecclesia ( Melito Clavis, Spicil.Solesm. II 399), und wegen seines Glückesals ein Symbol der ,serenitas conscientiae 1(ib.). Demselben Ideenkreis gehört es an,wenn man, wie Proist (Sacram. 114) ausHippolyt (De Susanna 444, Gail.: h tä
Fig. 358. Gemälde aus S. Ciriaca in Agro Verano (Bull. 1863, 76).
(Boldetti 194, Fig. 3), so die hl. Priscilla(Perret III, pl. III u. IV), die hl. Caeci-lia (ib. pl. XXXIX; vgl. uns. Fig. 359),während andere Scenen Frauen in eksta-tischer Verzückung, in der Paradieses-freude aufweisen (so Perret V, pl. V; de
Rossi R. S. I95; Monum.de ste. Made-leine I 104;vgl. uns. Fig.360). Endlichhat Schnitze(Arch. Stud.273) eine Dar-stellung desParadiesesauch auf ei-nem Marmor-epitaph desMus. Kirche-riano zu fin-den geglaubt,wo das Brust-bild einerjungen ge-schmücktenFrau zwischenzwei S ä u-1 e n steht, aufwelchen Tau-
Fig. 359. Selige im Paradies. ben mit einem
Zweige im
Schnabel sitzen (n. 29), wol eine An-spielung auf die Domus aeternitatis; vgl.I 652. K.]
III. Das P., in welchem die Urkircliegegründet wurde und dessen reiche Gabenein Vorbild der Gnaden der Erlösung wa-ren, galt auch als ein Bild der Kirche:
TuapaSeGip uSatoc [xsxaXaßsTv) vermuthet, im3. Jahrh. den Ort der Taufe P. nannte.
IV. Paradisus hiess auch der mit Säu-lengängen umgebene Vorhof der Kirchen,sei es, weil er mit Bäumen bepflanzt wurdeund seit dem 6. Jahrh. als Begräbnissplatzdiente (s. d. Art. Basilika I 122 und deRossi R. S. III 430), sei es, weil P. indieser Bedeutung lateinischer Ausdruck
Fig. 360. Selige in Ekstase, von einem Grabstein(Martigny 2 575).
für napaösisi? war, welches von Hesychiusals tg-oc iv xip -Epi-aTip , als ein vonSäulengängen zum Spazierengehen um-gebener Platz definirt wird. Daher nochder französische und englische Ausdruck,parvis‘, der deutsche ,Perwisch 1 zur Be-zeichnung dieses Atriums, nicht aber zurBezeichnung des Paradieses im erstemI Sinn (s. Ducange i. v.). heüsek.