Pastor bonus.
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beauftragt den Apostelfürsten Petrus, seineSchafe und seine Lämmer zu weiden (Joh.21, 15—17). Dieses Bild, dessen einzelneZüge dem Hirtenleben entnommen sind undwelches auch im A. Test, wiederholte An-klänge hat (Jerem. 23, 1; Ps. 22, 1; Ez.24, 23; Is. 44), findet sich auch in denapostolischen Briefen betont (I Petr. 2, 25;5, 4), und es ist begreiflich, dass es in derchristlichen Kunst schon in ihrer ersten,mehr symbolischen Periode bei seinemumfassenden und trostreichen Inhalt häu-fige V erwen-dungfand. Indem Coeme-terium des hl.
Callistus er-blicken wirdrei Gemäldedes guten Hir-ten aus demEnde des 2.oder dem An-fang des 3. Jh.
(de Bossi R. S.
II 352, tav.
XI. XIII 2 .
XVIII 1 ), ei-nes aus derMitte (ib. tav.
XXIY 2 ), dreiaus dem Endedes 3. Jahrh.
(ib. tav. XX.
YIII. XIX.
XX), eines ausdem Anfangdes 4. Jahrh.
(ib. 294). AusTertullian (Depudic. c. 7 et10) wissenwir, dass dergute Hirt da-mals schonauch auf Kel-chen darge-stellt wurde.
Ebenso er-scheint dasBild des gutenHirten auf Lampen, Ringen, Goldgläsern,geschliffenen Gläsern, auf Ambonen, Sar-kophagen, in Basreliefs der Wände derKatakomben (de Rosst Imag. virg. deipar.TY), auf geschnittenen Steinen, in Statuen,auf Mosaiken, Eimern, Medaillons, in dieEpitaphien eingeritzt u. s. w. Die nähe-ren Nachweise s. in dem oben II 24—27gegebenen vollständigen Verzeichnisse deralten Christusbilder. Aus diesem Ver-zeichniss ergiebt sich auch, wie häufig dieDarstellung des guten Hirten in der alten
Kunst war; denn unter den 455 Christus-bildern dieses Verzeichnisses enthalten 105das Bild des guten Hirten.
In der ersten Periode erscheint Chri-stus, wie überhaupt (s. d. Art. Jesus Chri-stus), so auch in der Darstellung des gutenHirten, in jugendlicher Gestalt zum künst-lerischen Ausdruck für seine ewige Gott-heit und seine ewig dauernde Herrschaft,deshalb bartlos; die Bilder, wo der guteHirt bärtig, aber mit relativ noch jugend-lichem Typus erscheint, sind etwas spä-ter. Weil mannicht, wie viel-fach die neue-re Kunst, einChristusbildmit den Attri-buten einesHirten, son-dern einenjugendlichenHirten alsSymbol Chri-sti darstellenwollte, so istauch die Klei-dung die einesHirten: die
kurze, meisteinfach, zu-weilen dop-pelt gegürte-te, manchmalmit Purpur-streifen oderCalliculae (s.d. Art.), odermit der Cruxgammata ver-zierte Tunica,mehrfach dar-über ein klei-ner Mantel,eine Art Chla-mys, Sagum,oder ein Fell(scortea); aufdem Goldglasbei GarrucciYetri, tav.VI 1 trägt er über der Interula die Exo-mis. Die Fussbekleidung ist verschieden.Meist ist er barhäuptig dargestellt, aus-nahmsweise mit einem breitrandigen Hut(Garrucci Carniola del sec. II, 20). Inspäteren Bildern ist die Hinweisung aufden göttlichen Erlöser durch das Mono-gramm (Mamachi Origin. Christ. III 18)oder den Nimbus (Ciampini Yet. mon. I,tab. LXVII), oder durch sieben Sterne(Lampe bei Bellori Le anticli. lucern. III29) hervorgehoben. Häufig sind die Attri-
Fig. Statuette des guten Hirten (Coustantinopel).
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