Patena.
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mal auf einem carthagischen Marmor, aufeiner mit Blumen reich gefüllten Patene{de Rossi De clirist. tit. Carth., pl. YIII);bei Perret (Y, pl. XYI 4 ) begegnet uns dasPedum auch einmal in Yerbindung mitPalme und Fisch. kraus.
PATENA. = Patina ist dem griechischen•na-cavY) nachgebildet und bedeutet ein fla-ches Geschirr, Schüssel. Columdla (XII43) unterscheidet jedoch zwischen beidenWorten, insofern er P. speziell als einYas latum erklärt. Gewöhnlich wird P.von pateo abgeleitet und ein Vas patensgenannt, welches mehr Oberfläche als Tiefehat. Dadurch wird P. der Patera (Dimi-nutiv Patella) gleichgestellt, deren echtlateinisches Stammwort pateo ist und wor-unter der Römer ein flaches Trink- undOpfergeschirr, eine Schale, Opferschale,Opferplatte verstand. Die P. fand auchbei der neutestamentliclxen Opferfeier Ein-gang und war hier jenes gottesdienstlicheGefäss, in welchem die bei der Liturgiegeopferten Brode an den Altar und nachder Consecration die consecrirten Brode(wie auch die Eulogien) zur Austheilungan die Gläubigen vom Altar weggetragen•wurden. Dies Letztere geschah, nachdemvorher die consecrirten Brode in der P.gebrochen worden waren. Diesem Zweckentsprechend hatte die am Rande flacheP. in der Mitte eine weite Vertiefung, umdie Brode einlegen zu können, welche inder alten Kirche für die vielen, währendder hl. Opferhandlung Communicirendennöthig waren. Die Materie der Patenenrichtete sich nach jener der Kelche undkonnte daher in den ältesten Zeiten vonGlas, Holz oder geringem Metall, wie Ku-pfer, Messing etc., sein. Später, theihveisenoch zur Zeit der Verfolgung, wurdenKelche und Patenen aus Silber und Goldverfertigt, oft mit Edelsteinen geschmückt.Umfang und Gewicht der Patenen ältererZeit waren sehr bedeutend. Anastas. Bibi.(In vita Serg. et Leon.) erzählt von Pa-tenen, welche 25—30 Pfund und darüberwogen; sie waren darum mit Henkeln ver-sehen. Bischof Yenantius schenkte im J.597 dem Kloster Luni eine silberne, zweiPfund schwere P. {Greg. M. Epp. YIII 4).Von ganz besonderm Umfang und sehrgrosser Vertiefung musste jene P. gewe-sen sein, welche nach Gregor. Tur. (Deglor. mart. I 85) ein Oomes Britanniae,der an einem Fussiibel litt, sich aus derKirche holen liess, um darin ein Fussbadzu nehmen und so, wie er meinte, Ge-nesung zu erlangen. Die Vertiefung rich-tete sich nach dem zeitweiligen Bedürf-nisse; je weniger Communicanten, destogeringere Vertiefung, und so kam es,
dass Martern Iter litt. II 183 von älte-ren Patenen reden konnte, die nur nochdie Vertiefung von einem Daumen hochhatten. Die grossen Patenen, welche zurAusspendung der Eucharistie an die Gläu-bigen dienten (ministrabant), hiessen Pa-tenae ministerielles, von Anastasius auchPatenae communicales genannt. Die Pa-tenae parvae zum Altargebrauch des Ce-lebrirenden waren der alten Liturgie un-bekannt, nach welcher die für den Priesterbestimmten hl. Brodsgestalten nicht auf derP., sondern auf dem Corporale lagen. Mitdem 9. Jahrh. hörte der ursprünglicheCommunioneifer der Gläubigen immer mehrund mehr auf, nahmen auch die eucha-ristischen Brode eine kleinere Gestalt an,und von da an wurden auch die grossenPatenae ministeriales entbehrlich {PellicciaChrist, eccles. Polit. I 147). Ausserdemwird in der altern Kirche noch von einerP. ehrismalis gemeldet, d. i. von einemrund-hohlen Gefäss zur Aufbewahrung desbei der Taufe und Firmung notliwendigenChrisams. Anast. Bibi. In vita Silvestr. be-richtet , dassdieser Papsteine P. chris-malis argenteageopfert habe.
Vgl. Bona Re-rum liturg. I470.
Die P. derlateinischenKirche warund ist bei denGriechen derSt3zo? (Scheibe, runde Schüssel) oder nachPelliccia 1. c. fj (flaches Geschirr).
Von dem griechischen Sir/.oi bemerkt Re-naudot Liturg. Orient.'I 195: ,discus la-tior est multoque capacior, quam Latino-rum patena, ita ut calix et oblata in eosimul collocari possint.‘ Diese grosse Formdes Discus besteht bei den Griechen heutenoch, weil sie auch die grosse Gestalt derAbendmahlsbrode beibehalten haben.
Die Patenen haben wie die Kelche ihreKunstgeschichte, denn auch jene warenwie diese oft mit Inschriften und hl. Bil-dern versehen. Vach Anastas. In vitaGregor. IV und Johannes Diac. Vita s.Athanas. Neap. sah man Patenen mit demGesichte des Erlösers, bisweilen von En-geln umgeben. Boldetti Osserv. 191 er-wähnt der auf Patenen angebrachten Bild-nisse der hhl. Petrus und Paulus. Kochhäufiger war die Darstellung eines Lam-mes , welches entweder ein Kreuz trägtoder, getödtet, auf einem Altartisch liegt.Hier und da sind auch Hieroglyphen inSculpturarbeit aufgetragen, wie z. B. an
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Fig. 370. Discus der Griechen(Goar Eucliol. 117).