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I1EPIPPANTHP10X, eine Art Aspergill,Weihwedel der Alten; s. d. Art. Weih-wasser und Bingham III 182.
I1EPETEPA, s. Taube.
PERRÜCKEX. Theils zur Bekämpfungder durch Kahlköpfigkeit (s. d. Art. II 85)bedingten Beschwerden, theils aus Eitel-keit bediente sich auch das Alterthumbereits sehr früh der P. (Capillamentum,Galerus, Galericulum, Corymbion). Sie wa-ren in Aegypten und bei den Medern ganzgewöhnlich und kommen in Rom wenig-stens seit der Kaiserzeit bei Männern wiebei Weibern vor. Bald wurden sie Mode,besonders seit das blonde deutsche Haarbeliebt wurde; auch bediente man sichihrer zur Maskirung, wie Caligula, Xero,Messalina thaten (vgl. die Belege bei Mar-quardt Privatalterth. II 204). Auch dieChristen waren nicht frei von dieser Sitte.Tertullian (De cultu fern. II 7), Prudentius(Psychom. 183), Hieronymus (De virg. serv.Ep. 8 [Opp. I 19 b, Colon.] und Ep. 23ad Marcell ), Gregor. Naz. (Orat. de laud.Gorgon.), Paulin. (C. mul. ornat ) tadelndiese Haaraufsätze. Dass sie aber dochgewöhnlich waren, beweisen Funde in denKatakomben neben Kämmen und anderenToilettevorrichtungen ( Boldetti 297; B. Iio- \chette Trois mem. III 742; vgl. Thiers Hist,des perruques, Par. 1690). kraus.
PERSEA, ein von Theophrast, Stralo,Galenits, Athenaeus, Plutarch, Plinius u. s. f.erwähnter Bau m des alten Aegypten, derseit der Araberherrschaft verschwundensein soll. Theophrast berichtet über dieFruchtbarkeit dieses Baumes, der jedenAlonat neue Früchte gab; Dioskorides lobtdie medicinische Kraft seiner Blätter, Ni-kander diejenige seines Fleisches (Ir, p’ dzolkp-iirjj xa'pua ßla'ßo? otov spd-st). Mit Be-zugnahme auf Apoc. 22, 2 wurde er dasSymbol des Paradiesbaumes; ja Sozomenus(V 21) erzählt bekanntlich, dass bei Her-mopolis in der Thebais eine P. gestanden,welche, als die hl. Familie vor llerodesnach Aegypten floh, sich vor dieser zurErde neigte. Vgl. Salmasius De Ilomon.Ilyl. Iatr. 86; Ad calcem exerc. Plin. inSolin. und Silvestre de Sacy in seinem Com-mentar zu Abd-Allatif 47—72, wo die Yer- \schiedenheit des Baumes von der Laurus \P. des Linne gegen Clusius Rar. plantar,hist. I 2, 2 aufrecht erhalten wird. EineDarstellung dieser P. findet sich meines'Wissens nur einmal, und zwar auf einemhinsichtlich seines Alters und Wertliesnicht unbedenklichen Denkmal, der sog.Kathedra des hl. Marcus in Venedig (s. d.!Art.). Sie hat da eine runde, knollige, jin vier Fasern auslaufende Wurzel und
Personiflcationen.
| starke Aeste mit rundlichen, etwas zu-j gespitzten Blättern. Vgl. die Tafel zu| Pecchi’s Cattedra Alessandr., Venez. 1853.Das Relief dürfte dem frühem MA. an-gehören. . KRAUS.
| PERSOXIFICATIOXEN in der altchrist-j liehen Kunst. Das Thema ist zuerst vonPiper Symbol, u. Mythol. II 680 f., dannerschöpfender von Garrucci Storia I 261behandelt worden. Ich gebe hier nur eineUebersiclit der in Betracht kommendenDarstellungen, von denen jede, wenigstensj die wichtigeren, an ihrem Orte behandeltwurde.
Zunächst sind es die Elemente unddie Xatur, welche Stoff zu reichlicherAnwendung der P. geben: die Erde (I 428),das Meer oder der Oceanus (II 517), Flüsse(I 536), Quellen, Berge und Thäler (s. d.Art. Thal und Berg), die Termini (s. d.Art.), die Jahreszeiten (II 1 f.).
Es kommen weiter in Betracht a b-stracte Begriffe: Senat und Volk (s. d.Art.), Philosophie (s. d. Art.), Priester-thum (s. d. Art. Saeerdotium), Kirche (II172 f.), Propheten (s. d. Art.), Apostel(I 64 f.).
An dritter Stelle werden ethischeVorstellungen personificirt: die Weisheit(s. d. Art.), die Concordia, der Tanz (s. d.Art.), der Traum (s. d. Art.), der Tod(s. d. Art.).
Aus dem Gebiete der religiösen Vor-stellungen sind es zunächst Gott und diePersonen der hl. Dreifaltigkeit (s. d. Artt.I 379. 592. 628), dann die Engel, Sera-phim und Cherubim (I 416), auch die ge-fallenen Engel (s. d. Art. Teufel), weiterdie menschlichen Seelen (s. d. Art. Seele),die personificirt werden.
Die vor- und ausserehristliche Kunst hatdie P. gleichfalls angewendet und eine An-! zahl ihrer Vorstellungen sind in den Ge-1 brauch der christlichen Kunst übergegan-gen. Dahin sind z. B. zu zählen die ge-flügelten Victorien auf den Münzenunter christlichen Kaisern und auch frän-kischer Könige ( Piper a. a. 0. II 683);das Bild der Mutterliebe mit derUmschrift PIETAS ROMAXA auf einerMünze der Theodora, zweiten Gemahlindes Constantius Chlorus (Eckhel VIII 34);die Friedensgöttin mit SPES PV-BLICA auf Münzen der Helena (ebd. 142,n. 1; vgl. Piper 684 f.). Dazu kommen P.der Erfindung (sopsau), der Seelen-grösse (p-äY^Ujipo/i'a), der Klugheit(cpp6vY]3ii) , der W e i s h e i t (3091a) , derDankbarkeit (söyap'.aAa) in den IIss.des Dioseorides (6. Jahrli.) zu Wien (Lam-hec. Comin. II 216, ed. Kollar; d’AgincourtMal. pl. XXVI 2 ; Visconti lconogr. graee.