Peter und Paul — Petrus.
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I 423, pl. XXXVI; vgl. Piper 886) unddie wahrscheinliche Personifieation derReue auf der Darstellung der Vertrei-bung der Stammeltern aus dem Paradieseim Cod. der Genesis ( Lambec . Comm. III,ed. Kollar 7, tab. II). Auf letzterm Bildewollte Lambek in dem hinter Adam undEva stehenden Weibe die Personifieationdes Trostes sehen; doch wird man das-selbe mit Montfaucon (Palaeogr. graec. 191),Bottari (I 105) und Piper (689) für dieReue (p-sxdvoia, poenitentia) erklären müs-sen, welche bereits von Apelles durch einein schwarzem zerrissenen Trauerkleide vollScham sich der Wahrheit nähernde, nurvon der Seite sieanblickende weib-liche Figur ge-schildert wordenwar. kraus.
PETEßu.PAUL,Fest der hhl., s.den Art. Feste I496 ff.
PETROmiA,
die hl. Die im J.1874 wieder bloss-geleg'te Basilikader hl. P. ist be-reits I 130 bespro-chen worden. DieGebeine der hl. P.waren durch Paul Iim J. 755 in dieStadt verbrachtworden, wo ihr inder Nähe des Va-tican das Grabmaldes Honorius undder Maria (vgl. II384) zum Mauso-leum eingerichtetwurde (Lib. pontif.in Stephano II).Im J. 1474 liessLudwig: XI
angegeben istNELLA MART/yr
seien und leitete P. von dem CognomenPetronius ab. Es ist von Petro abzulei-ten, einem in der fiavisclien Familie vor-kommenden Beinamen (Bull. 1865, 22),woraus sich der Schluss nahelegt, dass P.eine Verwandte des fiavisclien Kaiserhauseswar, was ihre Beisetzung in S. Domitillaerklärt.
Sehr interessant ist die Entdeckungeines Fresco’s in einem Cubiculum, wel-ches vermuthlich den Sarkophag der hl. P.beschloss. Es stellt eine Vetteranda. vor,deren Todestag VII IDVS IANVARIASund welche von PETRO-das Paradies (s. d.Art.) eingeführtwird (vgl. unsereFig. 373 nach deRossi Bull. 1875,1—77, tavola I;Kraue R. S. 87).Das Bild wird demStil nach dem 4.Jalirh. zuzuschrei-ben sein, kraus.
PETRUS. EinMann mit kurzem,krausen Kopfhaarund Bart, rundemund eingedrück-tem Gesicht undgewöhnlichen Zü-gen , wie sie beiLeuten aus demVolke zu sein pfle-gen: so zeigen unsdie zahlreichenDarstellungen aufden altchristlichenMonumenten denApostelfürsten,nicht idealisirt,sondern in ein-facher Wiedergabeseines Porträts.Eine Broncemünzeim vaticanisehen| Museum aus dem 2. Jalirh. und eine an-i dere ebendaselbst aus dem 4., eine Sta-| tuette von Bronce mit dem Stab-Mono-1 gramm Christi aus der zweiten Hälfte des4. Jalirh., zumal aber die bekannte Bronce-statue in St. Peter aus dem Ende des4. oder dem Anfang des 5 Jalirh. gebenvermöge der fieissigeren und geschickteren
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Fig. 373. Wandgemälde aus S Domitilla (Bull. 1875, tav. I).
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Frankreich das Grab restauriren, wobeisich der an den vier Ecken mit Del-phinen geschmückte Sarg vorfand. SeineInschrift lautete, so wie sie uns PietroSabino in seinem handschriftlichen Nach-lass zu Venedig bewahrt und de Rossisie m der Marciana wieder gefunden hat(Bull. 1865, 95): AVRELIAE PETRO-
NILLAE FILIAE DVLCISSIMAE. Die j Arbeit in Metall am zutreffendsten dieLegende, welche sogar in dem Monzaer Züge des Apostels wieder, wie die alt-\ erzeichniss der Olea (filiae sancti Pe- { christliche Zeit sie von Geschlecht zu Ge-rn ' 1 ist, lässt P. eine leibliche schlecht überliefert hatte.
ochter des hl. Petrus sein. Schon Ba- \ Ueberaus zahlreich sind die Darstellun-tomm sah ein, dass die bezüglichen Acten gen, auf welchen P. vorkommt. So be-ei Heiligen (Bolland. Mai II) gefälscht, gegnet er uns auf Gemälden der Kata-