Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Phonascus

Darstellungen der P. neben oder doch aufder Seite des Völkerapostels abgebildetist, so hat man beide miteinander in Be-ziehung gesetzt und den P. zum SymbolPauli gemacht, insofern man Paulus alsden eigentlichen Lehrer der Auferstehungan die Heiden (I Kor. 15, 14) betrach-tete (la fenice divenne simbolo distin-tivo della predicazione di S. Paolo: Gar-rucci Vol. I, Teorica 180; l’antiquite fitdu double Symbole du palmier et duphenix l’attribut de l’apotre des gentils:Martigny 641). Allein trotzdem diese Auf-fassung ziemlich allgemein unter denArchäologen adoptirt worden ist, so dürfteeine nähere Prüfung der Monumente dochden Palmbaum mit dem P., statt zu Pau-lus, zu Christus in Beziehung setzen.Auf einer Bleimedaille (Bull. 1871, 151;tav. IX 2) steht der Herr allein zwischenzwei Palmbäumen, und auf dem einenderselben sitzt der P.; auf dem Mosaikder Apsis von S. Marco zu Rom (vomJahre 774) sitzt der P. zu den Füssendes glorreichen Erlösers; in der Decken-mosaik zu S. Giovanni in fonte zu Neapel(Garrucci tav. CCLXIX) steht er überdem Monogramm Christi auf einem Bergezwischen zwei Palmbäumen. Auch auf demehemaligen Mosaik der Apsis von St. Peter(aus der Zeit Innocenz’ III, 1198) warenunten zwei Palmbäume, jeder mit einemP., neben dem Gnadenthrone abgebildet,während auf der obern Darstellung aufdem neben Paulus stehenden Palmbaumeder P. fehlte, (Ciampini De s. aedif. Tab.XIII). Ueberhaupt aber kommt weder aufSculpturen, noch auf Gemälden, noch aufGoldgläsern oder wo Paulus sonst alleindargestellt ist, jemals der P. vor, undwenn Garrucci Gewicht darauf legt, dassauf einem Sarkophage zu Arles (tav.CCCXXXV 2 ) der Palmbaum mit dem P.nicht unmittelbar zur Rechten des Herrn,sondern weiter ab zur Rechten des Apostelsstehe, so hat er übersehen, dass ebensoauf der andern Seite hinter Petrus einPalmbaum stand, dass mithin hier nur eineeinfache Umstellung der gewöhnlichenComposition vorliegt. Palmbäume sinn-bilden auf den altchristlichen Monumentenden Himmel und die triumphirende Kirche;daher sind die Heiligen auf Mosaiken wie 'auf Sarkophagen zwischen Palmbäumen,stehend dargestellt. Dass aber der P. jauf dem Baum zur Rechten des Herrn!sitzt, erklärt sich aus den Worten Gregorsd. Gr. (Horn. 21 in Evang.): quid per dex-1teram, nisi perpetua vita designatur?»Uebrigens zeigt die oben erwähnte Blei-medaille den P. auf dem Palmbaume linksvon Christus, und ebenso ist es der Fallauf dem Gemälde der heiligen Felicitas

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in den Thermen des Titus, der einzigenDarstellung, wo er einer Heiligen bei-gegeben ist. So ist denn der P. auf denMosaiken und Sarkophagen das Sym-bol des in seine himmlische Herr-lichkeit ein gegangenen Erlösers.Daher steht er auf der Mosaik in derTribüne der lateranensischen Basilika vomJahre 1291, wo das himmlische Jerusalemdargestellt ist, auf einem inmitten derStadt emporwachsenden Palmbaum, darüberdas Triumphalkreuz und das Brustbilddes Herrn.

Insofern der P. das Vorbild unsererAuferstehung war, hätte es näher gelegen,zunächst für die Auferstehung Christi ihnals Sinnbild zu fassen, um so mehr, alsEpiphanias (Ancorat. c. 85, t. II) dieMythe mit der Besonderheit erzählt, dassderselbe am dritten Tage aus seiner Aschehervorgehe. Allein nur der dem Epiphaniuszugeschriebene Physiologus (c. 11, t. II)macht diese Anwendung; auf den zahl-reichen Darstellungen der AuferstehungChristi vom 6 . Jahrh. an, z. B. auf denOelkrüglein zu Monza und den Elfenbein-schnitzereien, sucht man vergebens dasBild des P. fZur Litteratur vgl. Gar-rucci Storia I 484 zu Lactantius’ Carm.De Rossi Bull. 1872, 135; R. S. II 314 f.

C. Rönsch Zu Commodian 233. Ueber denVogel P. in der ält. Mythol. de Guber-natis Zool. Mythol. II 180. Roh. Schwei-chele Ueber Ostara etc. im Correspondenz-blatt XII 50. Ueber den P. in der angel-sächs. Poesie Hammerich Altchristl. Epik.

D. Ausg. 108 f. Endlich Cassel P., Berl.

1880. K.] DE WAAL.

PHOxXASCUS, UTtoßoXeöc, praecentor, derVorsänger, welcher den Psalm anstimmte,worauf das Volk einfiel (Ringham, VI 18,II 40); auch überhaupt der Anführer einesSängerchors (Sidon. Apollin. Ep. IV 11 ).Den Ausdruck kennen schon die altenRömer als Bezeichnung des Singmeisters(Sueton, Nero 25; Varro bei Non. s. Su-scitabulum) oder eines Lehrers der De-clamation (Sueton. Aug. 84; Quinlil. II. 8 .15; X 3. 19. Vgl. den Art. Praecentor).

<hQTA, toi, oder eoprr) x<uv <pu>x<ov (Greg.Naz. Orat. 39, al. 40; Aster. Aman. X 07 .s. Tr. eopxT) xüSv xaX.), das Tauffest Christi,s. Epiphanie, Art. Feste I 492.

(hQTlüMA, tporajop-svot, '-pmTayiD'po! (illu-minatio, illuminati, illuminandi). 1 ) 'P" m 'Jeiv wird zunächst geistig von der Er-leuchtung des Verstandes durch die christ-lichen Heilslehren gebraucht, also im Sinnevon ,im Glauben unterrichten“, besondersvon der Katechese. Dann ist also cpioxw-p.ot die Lehre, Katechese, z. B. Iheodoret.