Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Phönix.

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tech. XVIII 8; Epiphanias Ancorat. c. 85und unter den Lateinern bei TertullianDe resurr. c. 13; Ambrosius De fide re-surr. c. 59; Augustinus De anima et eiusorig. IV 20, § 33 u. a. Es ist daher auf-fallend, dass er, wenigstens mit den cha-rakteristischen Merkmalen, besonders demStrahlenkränze um den Kopf, dem langenHalse und der vorstehen-

auf den altchristlichen Monumenten nochweit öfter, als de Rossi es thut, den P.zu sehen. Um so mehr, als er auf denunten näher zu besprechenden Sculpturender Sarkophage einmal ohne jedes beson-dere Abzeichen ( Garr . tav. CCCXXXIII 3 )als gewöhnlicher Vogel, ein andermal0 Garrucci tav. CCCXXXIV 3 ) gar als einHahn dargestellt ist. Um

den Brust, die er auf! nur auf ein Beispiel hin-

den Kaisermünzen, aufdem Bleisiegel des Dia-kons Siricius (s. unsereAbbild. Fig. 398) undauf christlichen Mosaikenund Gemälden der spä-tem Zeit trägt, kaumdas eine oder andereMal auf den Gravüren derCoemeterialsteine undden Gemälden der Katakomben als isolirtesSymbol vorkommt. De Rossi (R. S. II 313)

Fig. 398. Revers einesBleisiegels des DiakonsSiricius.

zuweisen, so zeigt einGemälde des Ostrianum(Garrucci tav. LXXII 3 )in der Wölbung desArcosoliums den Pfau,in der Tiefe den gutenHirten zwischen zweiLämmern, an die sich —die einzige Darstellungdieser Art — zwei Vö-gel anreihen mit ge-streckten Schwanzfedern

weist nun allerdings darauf hin, dass auch ; und mit Köpfen, ähnlichauf den heidnischen Monumenten der P. i den Hahnenköpfen. Mitmanchmal jenen Strahlenkranz nicht habe, Bezug auf die oben an-und dass auf dem Portal der alten Ba- i geführte Stelle des Pli-silika von St. Paul ein ausdrücklich als P.bezeichneter Vogel keine Aehnlichkeit mit

dem traditionel-

Fig. 400. Phönix voneinem Sarkophag desCoem. vat. (BottariI, tav. XXVIII).

FE NIX

nius und zumal im Hin-blick auf die ganze Composition wird manam besten dieselben als zwei Phönixe auf-fassen, die hier als Symbole der künfti-gen Auferstehung den beiden Lämmern,den Sinnbildern der Gläubigen, beigege-ben sind.

Auf einer ansehnlichen Zahl von Monu-menten der nachconstantinischen Zeit istder P. sitzend auf einem Palmbaum abgebil-det, und zwar auf Sarkophagen sechsmal{Garrucci tav. CCCXXVII 2 . CCCXXXIII'.CCCXXXIV 2 - 3 . CCCXXXV 2 . CCCXLI 1 ),auf römischen Mosai-ken dreimal, nämlichi in der Apsis von S.

Schnabel tragen, j Cosma e Damiano (un-mit Bezug auf die | ter Felix IV 525) undGleichheit des Wortes cpom; für ,Palme* \ in S. Cecilia und S.und ,P.‘, für unsern Vogel zu halten, i Prassede (unter Pa-während die mit einem Oelzweige im j schal I 817; Garr. tav.

Schnabel an die Taube Noe’s erinnern. CCLIII. CCLXXXVI.

Er führt auch dafür mehrere Beispiele CCLXXXXII); je ein-auf Grabsteinen von San Callisto an. In ! mal auf einem Goldglase und auf dem Graf----- - -- fito eines Grabsteins. In all diesen Bildern

ist Christus in der'Mitte dargestellt in sei-ner himmlischen Herrlichkeit zwischen zweiPalmbäumen, von welchen der zur Rech-ten den P. trägt; neben dem Herrn stehtlinks Petrus, rechts, bei dem Baum mitdem P., Paulus; beiden Aposteln reihen

Fig. 399. Pliöuix. Relief von denThuren der alten Paulskirche.

len Typus des-selben zeige (s.uns. Abbild. Fig.399), und der ge-lehrte Kenner desAlterthums istdaher geneigt,eine ganze An-zahl von jenenVögeln, welcheauf den Darstel-lungen einenP a 1 m z w e i g im | in

Fig. 401. Phönix vondem Mosaik di s. Cecilia.

der That gehen die alten Beschreibungendes P. in manchen Beziehungen ausein-ander; Plinius (Hist. n. X 2, 1) giebt ihmeinen Kopf ähnlich dem Hahnenkopf (cristisfauces, caputque plumeo apice honorari);der Pseudo-Lactanz (De plioen. 125—-150)

lässt ihn halb einem Pfau, halb einem ------ , L ,k‘ TTAilirron

Fasan ähnlich sein; und wenn unsere oben > sich andere Apostel oder dle *kihgen d ® rvorgelegte Abbildung der Bleimünze des! betreffenden Bas.hka an. Wahrend auf

Siricius ihm die Gestalt eines Storchesoder Ibis giebt, mit dem breiten Schnabel

den Sarkophagen die Palmbäume in derRegel unmittelbar neben Christus stehen,

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einer Ente oder einer Gans, so gestattet schliessen sie auf den andern Monumentendiese Mannigfaltigkeit der Darstellung,! die ganze Gruppe ein. Da auf diesen