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Psalmen.
andacht ihren ständigen Psalm hatte, soauch die Abendandacht, bei welcher nachConst. apost. II 59 u. VIII 35 u. Chrysost.1. c. der Ps. 140: Domine clamavi ad te,exaudi me etc. als Psalmus vespertinus s.lucernalis, 'palgoz 1-iXuyvtoc in constantemGebrauche war. Nach Basilius Ep. 63 adNeocaes. kannte man in seiner Kircheeinen Psalmus confessionis s. poenitentialis,t^aXfxoc Izopoicr'rpzwz, d. i. den 50. Psalm,womit regelmässig das Offic. matutinumgeschlossen wurde, eine Sitte, die nachCassian. Instit. III 6 auch in den KirchenItaliens Eingang gefunden hatte. Bei derTaufe wurden in der africanischen Kirchedie Neugetauften mit Absingung des Ps. 117(Ps. baptismalis) empfangen ( Augustin.Serm. 163 de temp. Ygl. Paulin. Ep. 12ad Sever.; Greg. Naz. Orat. 40). Nach Const.apost. VI 30 u. Chrysost. Hom. 4 in Hebr.scheinen bei Beerdigungen die P. 114,31 und 22 oder Theile derselben in unab-änderlicher Uebung gewesen zu sein, wäh-rend nach Aug. Confess. IX 12 hiefürPs. 100, und in der römischen Kirche schonfrühe die P. 50 und 129 gewählt wurden.Die eucharistische Liturgie weist einegrosse Verschiedenheit in der jeweiligenAuswahl der P. auf; während der Spen-dung der Communion wurde jedoch inmehreren Kirchen ständig der 33. Psalm:Benedicam Dominum in omni tempore etc.mit besonderer Vorliebe gesungen {Const.apost. VIII 13; Hieron. Ep. 28 ad Lucin.Boetic.; Aug. In Ps. 132; Liturg. s. lacobi,welche noch Ps. 22, 116 u. 144 beifügt).Die Liturgia s. Marci führt Ps. 41: Quem-admodum desiderat cervus etc. als Psalmuscommunionis an. In der römischen Kirchewaren ehemals nach Coteler. Annott. inConst. apost. VIII 13, n. 79 der Ps. 138,und in der mailändischen Kirche Ps. 84 und22 bei der Communion gesungen worden.Auch mit Rücksicht auf die Festzeitenwurden einzelne P. stabil; so wurde nachAug. In Ps. 21 eben dieser Psalm: Deus,Deus meus, respice in me etc. in denafricanischen Kirchen regelmässig am Pas-sionssonntage gesungen. EbenderselbeKirchenvater war veranlasst, in einer ver-loren gegangenen Schrift gegen einen ge-wissen Hilarius aufzutreten, welcher gegenden P.-Gesang in der Kirche heftigen Tadelerhob (Aug. Retract. IV 11). Wie immeraber die P. in die gottesdienstlichen Hand-lungen, namentlich in die eucharistischeLiturgie eingefügt wurden, so machte sichdabei der kirchliche Grundsatz geltend,dass die P. nicht aneinander fortgesungenwerden sollten, sondern nach jedem Psalmeeine biblische Lection eingeschaltet werde.Schon Conc. Laodic. c. 17 bestimmt: -pr]oeiv uuvcnrTEiv hi taii aovaiUai toui <Ji«Xp°' u '>
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Mit dem Gebrauche des P.-Gebetes imöffentlichen Cultus ging die Benützungder P. für die Privatandacht Hand inHand, und selbst während der täglichenBerufsarbeiten ertönte aus dem Mundeder Christen der P.-Gesang. Von dem unterchristlichen Eheleuten üblichen P.-Gebeteschreibt schon Tertull. Ad uxor. II 9:,sonant inter duos psalmi et hymni etmutuo se provocant, quis melius Deo suocanat.“ Theodosius d. J. widmete nachSocr. Hist. eccl. VII22 mit seiner Schwestertäglich eine geraume Zeit dem P.-Gesang.Selbst die Kinder wurden schon in den P.unterrichtet. In den Klöstern war dasAuswendiglernen der P. für die Möncheein strenges Gebot ( Gerbert De cantu etmusica sacra I 166) und ebenso war eseine Forderung der alten Kirche an denSäcularklerus, namentlich an diejenigen,welche Bischöfe werden sollten, dass sieeine genaue Kenntniss der P. besassen.So Augustinus, Gregor d. Gr., Conc. Nie. II,Conc. Tolet. VII u. s. w. Der hl. Hiero-nymus, welcher Ep. 50 (al. 103) ad Paulin.schrieb: ,David Simonides noster, Pindaruset Alcaeus, Flaccus quoque, Catullus etSerenus 1 , rühmt Ep. 17 (al. 44) ad Marcell.die Popularität der die schändlichen Liebes-lieder (amatoriae cantiones) verdrängendenP. in den Worten: ,in Christi villa (sc. inmonasteriis Bethlehemiticis) extra psalmossilentium est; quocunque te vertas, aratorstivam tenens alleluja decantat, Sudansmessor psalmis se avocat, et curva atten-dens vites falce vinitor aliquid Davidicumcanit.“ Diese schöne Sitte erhielt sich biszum 8. Jahrh. (vgl. Beda Ven. Hist. Angl.IV 18). So sehr hing das Volk an seinenP., dass es nach Ambros. In Psalmos Dav.praef. bei dem Gottesdienst oft Mühekostete, um die Leute, die bisher P. ge-sungen, zur Stille für die Vorlesungenzu bewegen, wodurch die liturgischen For-meln: silentium! attendamus! npoay<up.Ev?welche der Diakon oder Lector vor jederLection laut verkündete, eine specielle1 Bedeutung gewannen,j Schliesslich bleibt noch zu bemerken,
, dass in den ersten christlichen Jahrhun-derten der Gebrauch der Worte Psalmus; und Hymnus ein gemischter war. Um einej wenn auch noch so entfernte Zusammen-! gehörigkeit mit den heidnischen Lobge-sängen zu Ehren der Götter und Heroenschon formell auszuschliessen, vermiedendamals die Christen den Namen Hymnus,und bezeichneten lieber mit Psalmus oderi Carmen undtpSij die Kirchengesänge. WennI lustinus M. Apolog. I 13 das Wort upvoti gebraucht und darunter die christlichen