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Zweiter Band. I - Z.
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Ringe.

kommt vor neben anderen ähnlichen, freund-1 Eine eigene Gattung dieser R. sind solche,liehe Erwartungen ausdrückenden Accla-1 deren Platte die Gestalt eines Fusses hat,

wo an die Pedis

Fig. 415. Ringe aus der Sammlung des Cardinal de Bonald.

Fig. 416. Ring aus der Martigny’-schen Sammlung.

mationen. Martigny (a. a. 0.) be-sass einen Elfen-beinring mit demMonogramm Chri-sti , um welchesdie Worte VICTO-RE • AVG • ste-hen (s. uns. Fig.

416); er war in neuerer Zeit in demQuartier St. George in Lyon gefunden

und dürfte jetztmit Martigny’sSammlung sichin Belley befin-den, dessen bi-schöflicher Sitzjene erworbenhat. Einen ganzähnlichen El-fenbeinring mitdemselben Mo-nogramm undder UmschriftN V VICTORE . AUG . besitzt das Mu-seum zu Wiesbaden (n. 8069); er soll1870 aus Frankreich mitgebracht wordensein, ist aber meines Erachtens unecht,da die Punkte auf dem Fusse der Zeilestehen. Im Provinzial-Museum zu Trier(n. 1261) befindet sich ein Goldring mitGreif und Löwe, und der Inschrift: VIVASMI PIA OPPTATA (ob christlich ?); ebd.n. 3538 ein Ring, welcher zwei Täubchenauf einem Gefäss sitzend und die InschriftPRVDENTIA H RODART VIVAS aufweist.Ein römisch-fränkischer Broncering ausMainz, jetzt im Museum zu Kassel, ergiebtnach J. Becker (Röm.-fränk. Alterthümer,Nass. Ann. 1874, XIII29) EFRVUST || STA-BLLIS || COLFABR || ORVM l| DO = Ef-ruin stab(e)llis collegii fabrorum dono dedit.Ein Ring des Herrn Drury-Fortnum, offen-bar das Geschenk an ein junges Brautpaar,hat die Worte VENANTI VIVAS IN DEOCVN SERCIIA (viell. BERG TVA = cunberg[inia] tua, Bull. 1881, 114). Ein inAlgerien gefundener Broncering des 5. bis6. Jahrh. hat in seiner Inschrift SIL-VANVS COMVNALIS uns eine selteneAmtsbezeichnung bewahrt {de Rossi Bull.1880, 76. 99 tav. IV 3 ). Fast regelmässigvon Inschriften begleitet sind natürlich i

spiel dieser

Gattung

positio , das Sym-bol des Eigen-thums, zu denkenist ( Pelliccia III227; s. den Art.Fuss I 49). Wirgeben nachstehend(Fig. 417) ein Bei-in dem Ring des

FORTVNIVS (bei Perret IV, pl. XI 4 ).

Fig. 417. Siegelring (Perret IV, pl. XI 4 ).

Sonst trifft man statt des Namens auchhier zuweilen ein Monogramm Christi odereine Acclamation, wie SPES IN DEO{Perret a. a. 0. n. 526).

3) Die Symbole, welche auf christ-lichen Ringen bez. Ringsteinen gefundenwerden, entsprechen zum Theil den beiClemens Alex. (Paedagog. III 106) genann-ten, dem Anker, der Taube, dem Fisch,der Leier, dem Fischer. Die Denkmaleweisen also auf:

a) den Fisch, der seit dem 4., sicherdem 5. Jahrh., vielleicht schon seit Endedes 3. allmälig verschwindet, in der ältestenZeit aber sehr häufig auf Ringen vorkommt.Ein Beispiel der Verbindung derFische mit dem Anker bietetbeifolgende Abbildung nach ei-nem Ringe aus Alexandrien inAegypten, welchen Ilr. Alexisvon Fricken Hrn. Martigny mit- Fig. 418.tlieilte (Figur 418). Die von Ria s mit a.Costadoni auf seiner Tafel (bei ^ is “ h l “ dCalogera Ser. I, t. XLI 226 f.) ““Len) 6 '

zusammengestellten Exemplaredieser Gattung sind nicht alle echt, dochkonnte de Rossi in seiner Abhandlungüber den Ichthys an 30 Beispiele auf-zählen, wo der Fisch oder das WortIX0YC mit oder ohne IHCOYC XPEC10Coder anderen Symbolen vorkommt; seit-

die Siegelringe (Annulisignatorii), deren , her sind noch andere nachgewiesen wor

Reif gewöhnlich eine Metallplatte mit demNamen des Besitzers trägt. Ein Ring derSammlung des Hrn. Le Blaut (dessen Inscr.ehret, de la Gaule I, pl. CCXVI) giebtden Namen WABVETVSVS, ein solcherbei Perret (n. 45) PHO^NIXIA, einer beiBoldetti (507, tav. IV 39 ) VITALIS u. s. f.

den (Bull, passim.; vgl. oben I 517 undGarrucci tav. CCCCLXXV11 24 ). R., wel-che zwei Fische neben dem Anker auf-weisen, wie oben, hält Martigny 47, ohneGrund, wie ich glaube, für Trauringe.Eine Gemme mit dem Delphin s. de RossiBull 1870, 49—72. Einen dem Grafen