Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Ringe.

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! sager i det k. Museum i Kjöbenhavn 88.104 f.).

Die R. der alten Christen sind gewisszum Theil aus denselben Ateliers hervor-gegangen, wie die der Heiden; sie werdenaber zum guten Theil auch christliche Gold-schmiede, Steinmetzen und Steinschneiderzu Urhebern gehabt haben, denn beideZweige des Kunsthandwerks wurden vonChristen fleissig geübt (s. d. Art. Quattuorj Coronati und Le Blant Les Graveurs desj Inscr. antiques, Par. 1859 ; Lamy De erudit.

J apostol. 268).

Das monumentale Material in Bezug aufj die R. ist ausserordentlich reich und esI kann nicht daran gedacht werden, eine| vollständige Uebersicht darüber zu geben.

1 Ausgiebigere Sammlungen altchristlicher R.besitzen das Museo cristiano des Yatican,das Museo Borgia in der Propaganda, dasI Cabinet des Medailles in Paris, das British1 Museum, einige die Museen zu Trier, Wies-! baden u. s. f. Für die nähere Kenntnissjder geschnittenen Steine, welche in1 die R. eingefügt sind, muss auf den Art.i Steine, geschnittene, verwiesen werden.

1 Hier soll nur eine kurze Uebersicht derhauptsächlich auf Ringen und Ringsteineni vorkommenden Darstellungen folgen.

1) R. ohne Inschriften oderbild-llichen Schmuck irgend welcher Art(Ansulae), also ganz einfache Reife aus; Knochen, Bronce oder Eisen, wie sie Au-i gustin De doctr. Christ, n. 20 oder die ActaS. Perpet. et Felicit. ( Ruinart 88, wo der: Martyr Saturus einen solchen Ring von! dem Soldaten Pudens entnimmt und ihn

etwas Gewöhnliches (Prop. Y 7. 9): fandman ja im Grabe der Scipionen den Siegel-ring eines derselben ( E. Braun Die Ruinenund Museen Roms 83). Die Katakomben-funde sind oben berührt worden. Dasschristliche Bischöfe ihren Ring mit ins Grabnahmen, geht aus Aringhi R. S. I 127 her-vor (vgl. Marquardt Rüm. Privatalterth. 1 1353; a . 57, 2 I 337; a. 3, II 91). Ueberden berühmten Fund im Grab der KaiserinMaria s. Bull. 1863, 54; Cancellieri Desecretariis vet. Basil. Yatic. 995—1002.1032—1039 und oben II 384. Der Ringbegleitete überhaupt den Todten ins Grabwie andere Schmucksaehen und jene zahl-reichen Gegenstände, von denen I 587 dieRede war; und dies nicht bloss bei denRömern, sondern auch bei den nordischenund germanischen Völkern, wie die zahl-reichen fränkischen, alemannischen, säch-sischen, skandinavischen Grabfunde be-weisen (vgl. z. B. Cochet Normandie sou-terraine 347. 351 ff.; dess, Sepultures gau-loises passim.; Deloche Rev. archöol. 1883,141 f. 193 f. 297 f.; 1885, 168 f. betr.merovingischer R.; Worsaae Nordiske Old-

von seinem eigenen Blut getränkt zuriick-giebt) erwähnen, kommen in den Gräbernoft vor ( Boldetti 504. 506). Ob die an-geblichen Trauringe der hl. Anna in S.Anna in Rom {Baron. Martyr. Rom. 26.Iul. not.) und der sei. Jungfrau zu Peru-gia (Du Saussay Panopl. episc. 194), letz-terer mit einem Amethyst, Inschriftenhabe, kann ich nicht sagen.

2) R. mit oder ohne figürlichen Schmuckund mit Inschriften sind nicht selten;die Inschrift enthält in der Regel eineAcclamation, einen Zuruf des Gebendenan die mit dem Ring beschenkte Person.So begegnet uns meistens YIVAS IN DEO(auf einem eisernen Reif bei Lupi Sev.Epitaph, tab. IX ”, mehrmals bei Fico-roni; auf einem Clinton um eine Büsteumgeschrieben wie auf einer Medaille,Perret pl. IV—XVII 14 ). Zuweilen trittdazu der Name des Inhabers des Rin-ges: DEVSBEDIT V1VAS IN DEO (Fi-coroni VII 20 ) ; YIVAS IN DEO ASBOLI(Goldreif des 3. Jahrh., früher im Besitzdes Cardinal deBonald, Martigny Dict. 2 49;s. uns. Fig. 415). Auch SPES IN DEO