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Sabanum — Sacerdos.
s.
SABANUM , sdßavov, ein Linteum, leine-nes Tuch zum Abtrocknen des Gesichtesund der Hände. Ducange i. v. hat Beleg-stellen dafür gesammelt, so u. a. Greg. M.Dial. III 17, IY 55.
SABBAT. Auch nachdem im 2. Jahrh.die Sonntagsfeier allgemein üblich gewor-den, blieb der S. bei den Christen bis ins4., stellenweise 5. Jahrh. eine Art Feier-tag, namentlich unter den Judenchristen,und überhaupt vorzüglich in der orienta-lischen Kirche, welche an ihm nicht fa-stete ( Can . apost. 66); dasselbe gilt vonden Montanisten ( Tertull . De ieiun. 15),welche Sitte Tertullian (C. Marc. IY 12)eingehend zu begründen suchte. Vielfachhielt man am S. Gottesdienst (Epiphan.Expos, fidei § 24), auch in Nordafrica( Aug .: ad sabbatum maxime hi solent con-venire, qui esuriunt verbuni Dei). Was beisolchem S.-Dienst vorzulesen war, giebtConc. Land. c. 16 an. Dass, wenigstensstellenweise, der S. noch ebenso wie derSonntag kirchlich gefeiert wurde, lehrenConst. apost. II 59. Y 20. Besonders seitMitte des 4. Jahrh., doch auch schon vielfrüher, warfen die Orientalen den Abend-ländern vor, dass diese am S. fasteten(letzteres bezeugt Tertull. De ieiun. 14;Victor. Petavion. Fragm. de fabrica mundibei Routh Bel. sacrae III 237), was dasllliberit. c. 26 geradezu vorschrieb. Ygi.noch Hieron. Ep. 71 ad Lucin. Es gabauch Häretiker, wie Mareion, welche amS. fasteten, daher sie Sabbatiani genanntwurden ( Epiph . Ilaeres. XLII 3). Aberauch im Abendlande selbst war die Sittedes Fastens nicht allgemein eingeführt,wie Augustinus (Ep. 36, al. 86 ad Casul.§ 31 f. und Ep. 82 ad Hieron. § 2) be-zeugt. Erst Innocenz I erhob das Fastenam S. durch die Decretale an Decentius§ 4 ( Mansi III 1029) zum allgemeinen Ge-setz, was dann einen Hauptdifferenzpunktzwischen Lateinern und Griechen dar-stellte {Conc. Trull. c. 55). Nur an demCharsamstag pflegten auch letztere zu fa-sten {Const. apost. YII 23. II 49. VIII 33;Can. apost. 64; Epiph. Haeres. XLII 3),und man nannte dieses über das gewöhn-liche Quadragesimalfasten hinausgehendeFasten insbesondere Superpositio ieiunii,üirepfkcuc. Vgl. Bingham IX 228; Rhein-wald 161 f.; Augusti Hdb. I 516. III 469.Hie Sitte, den Samstag der hl. Jungfrauzu widmen, ist mittelalterlich.
Auf christlichen Inschriften wird desSabbats (Sabbatum) ziemlich früh erwähnt,
222 auf einem griechischen, 404 dagegenerst auf einem lateinischen Titel {de RossiInscr. urb. Born. LXXI u. 224; vgl. tab.III 615). KRAUS.
2AB13AT0N META, sabbatum magnum,Ostersabbat, s. Ostern II 565, Feste I 487.
SACCOPHOKI heisst Cod. Theodos. lib.XYI, tit. 5, 1. 9 de haeret. eine Abart dermanichäischen Secte, welche Säcke anstattder Kleider trug. Ihrer gedenkt Basil.Ep. ad Amphil. c. 47; vgl. Baisamon zudiesem Briefe c. 72. Ducange i. v. iden-tificirt sie mit den Messalianern.
SACCULAIIII, Schatz- oder Säckelmei-ster, von saccus, d. i. Thesaurus ecclesia-sticus {Gregor. M. Ep. I 42. IY 34). Un-ser Säckelmeister ist davon, nicht von demliebr. Vps abzuleiten. Dasselbe sind diecra-xxaXapioi ßaatXv/.cn, welche die byzantini-schen Kaiser als Hofbeamte hatten. Eccle-siae romanae sac-cularii werden Conc. Rom.745, Annal. Franc, ad a. 801, Vita Greg.M. II 23, Anastas. In Constant. und InGregor. II erwähnt. Dieselbe Würde be-stand in der byzantinischen Kirche; vgl.Ducange i. v.
SACCUS (aay.y.os). I. Ein in der grie-chischen Kirche von den Metropoliten, inder russischen auch von den Bischöfengetragenes Kleid, welches fest und knappam ganzen Körper anliegt. Es soll dasKleid der Armen darstellen und an dasGewand des Herrn erinnern, ist aber meistein sehr kostbares und reich geschmück-tes Gewand. Ygl. Augusti Hdb. III 506;Ducange i. v.; de Marca De concord. etc.808; Phranzes III 23. Auch die Kaiserin Byzanz bedienten sich eines so genann-ten Prachtkleides {Codin. De off. c. 6. 35),wie später die fränkischen Könige. Einesarmen Mönchskleides, welches S., Saccineatunica hiess, gedenken Hieron. Yit. Iiilar.c. 38; Aug. Enarr. in Ps. 29, 2; Basil. M.Ep. 120. Ygl. Ducange i. v.
II. S. hiess auch der Fiscus, der Staats-schatz {Aug. In Ps. 146; Isidor. XX 9),wofür auch Sacculus vorkommt {Arnob. InPs. 118; Gregor. M. Ep. I 42; vgl. Du-cange i. v.), desgleichen Sacellum, Saccel-lum {Gregor. M. Ep. XII 27). kraus.
SACERDOS wird nicht bloss im christ-lichen Alterthum, sondern noch bis tiefins MA. hinein für Episcopus gebraucht,wofür Ducange i. v. die Beispiele aus Cy-prian, Augustinus, Ambrosius, Gregor.