Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Sacramentum eatechumenorum.

12, 5). In der Eegel aber verbindet dasWort den Sinn von heilig und geheimniss-voll, so dass es das Geheimnissvoll-Heilige bedeutet, und diese Bedeutungist für den christlichen Gebrauch als die-jenige festzuhalten, aus welcher sich dieübrigen ableiten lassen. Das Geheimniss-voll-Heilige kann bestehen in Worten oderin Handlungen oder in beiden zugleich.Demnach bezeichnet S. 1) eine geheimnis-volle heilige Lehre, 2) eine desgleichenHandlung, 3) endlich das, was wir imtheologischen Sprachgebrauch jetzt Sa-cra m e n t nennen. Alle drei Bedeutungenlassen sich am besten erläutern aus Ter-tullian, der von dem Worte reichlichenGebrauch macht. Im erstgenannten Sinnebraucht er es von der christlichen Offen-barungswahrheit im Allgemeinen, wie auchvon einzelnen Dogmen insbesondere, sozwar, dass es meistens schlechthin für,die Religion 1 steht: religionis christianaesacramentum (Marc. V 3). Kürzer ist,societas sacramenti 1 (Marc. Y 5), ,agnitiosacramenti 1 (De res. 25), ,totius sacramenti 1(De res. 63, a. E.), ,sacramenti nostri ordi-nem haurite 1 (Apol. 15), ,christianum sa-cramentum 1 (Adv. Prax. 18, wo die Tri-nitätslehregemeint ist), ,regula sacramenti 1 ,das Glaubenssymbolum des Christenthums(Marc. I 21). Vetus S. (De bapt. 8)heisst daher die jüdische Religion, S. ex-traneum (Marc. Y 7; vgl. c. 18) einefremde, falsche, nämlich die persische Re-ligion. In demselben Sinne von Religionsteht es De pudic. 9. 10. 18, a. E. 19; Deiei. adv. ps. 7, 13; Apol. 19. 47; De res.21; De an. 9; De bapt. 13; Scorp. 9;De idol. 6; Adv. Marc. I 21. IY 3, so dassman diese Bedeutung als die bei Ter-tiillian vorherrschende bezeichnen kann.

2. Hiernach ist häufig die Anwendungin dem Sinne von geheimnissvoll-heiligerGebrauch. So steht es von den bei denMysterien vorkommenden Gebräuchen undanalogen Dingen, auch solchen, die nichtim christlichen Sinne heilig sind, ,de sacra-mento infanticidii 1 (Apol. 7), ,de sacra-mentis nostrae religionis 1 und ,etiam nonsacramentis 1 (Ad natt. I 16, a. E.) ,sineullo sacramento incusandi spiritus 1 (Debapt. 5). Für einen christlichen Gebrauch(Monogamie der Kleriker) findet es sichangewendet (De monog. c. 11) von hei-ligen Zeichen und Symbolen (De ieiun.c. 7 und 9: agnitio sacramentorum; vgl.De praescr. 26; figurarum sacramonta, Adv.Marc. Y 1 und 5), woran sich unmittelbaranschliesst die Bedeutung von Sacra-ment in technischem Sinne an folgendenzehn oder elf Stellen: ,baptismi sacramen-tum 1 (De bapt. 9), ,eucharistiae sacra-mentum 1 (De cor. 3), ,sacramentum bene-

dictionis 1 (De pudic. 14, wo die Taufe ge-meint ist); ,infidelis cum fideli sacramentaparticipat 1 (ib. 15), ,eadem lavacri sacra-menta 1 , die Taufe (De virg. vel. 2), ,ressacramentorum divinorum = die Materieder Sacramente (De praescr. 40) ,in sacra-mentis propriis (Adv. Marc. 114) ,salutissacramentum carnem mergit 1 (ib. 28), so-dann ,panis et calicis sacramentum 1 (ibid.Y 8). Das S. baptismatis et euchari-stiae (ibid. IY 34) halten auch die Mar-cioniten, und endlich braucht Tertull. denAusdruck (ibid. 38) auch von der Taufedes Johannes. Bei Cyprian kommt es indenselben Bedeutungen vor, daneben aberauch in den bei den Classikern üblichen.Im Uebrigen fixirt sich in der kirchlichenLatinität nach und nach mehr und mehrdie letztere Bedeutung und verdrängt dieübrigen, und wurde so, je mehr die latei-nische Sprache eine todte wurde, der tech-nische Ausdruck in der katholischen Theo-logie für das, was wir Sacrament nennen.Im griechischen Sprachgebrauch vollzogsich eine solche Scheidung nicht und bliebdas Wort p.ocr-njpiov auch als Bezeichnungder Sacramente im Gebrauch ( Suiceri The-saurus S. h. V.). KELLNER.

SACRAMENTUM CATECHUMENORUM.

Diese Bezeichnung findet sich öfter fürein Sacramentale, welches schon bei derAufnahme in den Katechumenat und vonda ab öfter den Katechumenen gereichtwurde (s. d. Art. Katechumenen n. 6).Darüber aber herrscht grosse Controverse,was darunter zu verstehen sei. Manchedenken an die Eulogien ( Cabassut Hotit.eccl. saec. 2, dist. 4, 8; 11, 4; BellarminDe bapt. I, 25; Strauch bei VolbedingThesaur. comment. II1,163; AlbaspinaeusObservat. II 36 u. A.). Mehrere ( SiegelHandb. d. christl. Alterth. IY 510; Au-gusti VII 299 ff.) denken aus Missver-ständnis von Origenes (In Ezech. hom. 6)an Honig und Milch (vgl. Clauder De rit.bapt. bei Volbeding II 1, 102). Die Mehr-zahl aber entscheidet sich für geweihtesSalz ( Menard In sacr. Greg. n. 334, III1, 377 sq.; Selvaggio III 9, § 5, 30; BonaRer. lit. I 16, 3; Kriill Alterthumsk. I102; Ceillier Hist, des auteurs sacres XII565; Mar time I, 1. I, c. 1, a. 6. 14); Bing'harn IV 37 sqq., wo die Litt., und dieMauriner zu August. Pecc. mer. II 26. 42;De bapt. IY 21. 28). Und das Letztere istauch gewiss das Richtige. Die Ceremoniewurde sicherlich bloss im Abendlande mAnwendung gebracht, zumeist als eine Zu-gabe zu (len Exorcismen. Dabei wurdeauf dieses S. C. ( Aug. Cat. rud. 9, 13>26, 50; vgl. Conc. Hippon. 393, ser. H> c -grosses Gewicht gelegt. Eine Andeutung