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Zweiter Band. I - Z.
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Schlangenbild.

II. Wie Christus selbst die heilung-bringende Erhöhung der ehernen Schlangein der Wüste (IY Mos. 21, 4) als einYorbild seiner Erhöhung und seines Opfer-todes am Kreuze erklärt hat (Joh. 3, 14),so symbolisirt das S. den göttlichen Er-löser. So auf der Abbildung bei MünzArchäol. Bemerk. Taf. II 34 : die um dasKreuz mit dem Monogramm gewundeneSchlange reicht einer nebenstehendenTaube Nahrung; welches diese Nahrungsei, ist durch das beigesetzte SALVS aus-gedrückt. Die Stelle der Schlange an derMitte des Kreuzesstammes lässt die Be-ziehung zu Joh. 3, 14 noch deutlicherhervortreten, und mit Unrecht versucht

Fig. 434. Lampe des 6. Jahrh. ans den Kaiserpalästendes Palatin (de Rossi Bull. 1867, 12, n. 1).

Aringhi E. S. II 705 in diesem einemaltchristlichen Einge entnommenen Bildedie Schlange als Symbol des Teufels zudeuten. Ueber die eherne Schlange alsYorbild Jesu Christi und des Kreuzes s.Greiser De cruce; Bosius De cruce trium-phante.

III. Mit Anschluss an die hl. Schrift(I Mos. 3, 1; Apocal. 12, 9; 20, 1) wirddurch das S. viel häufiger der Teufel alsErincip des Bösen symbolisirt, und damitzusammenhängend die Sünde und dasLaster, insbesondere der Götzendienst unddas Ileidenthum. Auf einer Thonlampe(cle Rossi Bull. 1867, 12), von welcher bisjetzt drei Exemplare sich gefunden habenund welche aus dem 5. Jalirli. stammt {de

Rossi Bull. 1874, 130—132), erblickt manChristus mit der Lanze, auf deren Spitzeein Kreuz, die Schlange durchbohrend, wäh-rend auf der einen Seite ein Drache sicherhebt, auf der andern eine Yiper sichwindet und unter dem Bilde des ErlöserseinLöwe steht (super aspidem et basiliscumambulabis, et conculcabis leonem et dra-conem, Ps. 90, 13). Auf einer Bronce-lampe aus Pato (de Rossi Bull. 1868, 64.77; 1869, 16) aus dem Anfang des 5. Jahrli.wird das Haupt des Drachen, welcher dentodbringenden Apfel im Bachen trägt, vondem Kreuze, auf welchem das Symbol deshl. Geistes, die Taube, sitzt, durchbohrt,während als Gegensatz auf dem andernTlxeile der harkenähnlichen Lampe derDelphin das eucharistische Brod des Le-bens im Munde trägt. Als Symbol desbesiegten Ileidenthums erschien das S. indem Gemälde, worin Constantin sich inder Vorhalle seines Palastes mit demKreuze auf dem Haupte und mit der

Fig. 435. Constantinische Münze mit der Schlange.

untern Spitze des Labarum die Schlangedurchbohrend darstellen liess ( Euseb . Yit.Const. III 3). In derselben Bedeutung istauf einer Medaille Constantins und aufeiner solchen seines Sohnes Constantiusdie Schlange von der Stange des Labarumdurchbohrt dargestellt. In den nämlichenIdeenkreis gehört das S. in der Ikono-graphie vieler Heiligen, deren apostolischeErfolge in der Ueber Windung des Ileiden-thums oder der Irrlehre und deren sieg-reiche Bekämpfung heftiger Anfechtungendos bösen Feindes in dieser Weise sym-bolisirt werden (Cahier Caract. des Saintss. v. Dragon, Serpent). Vielleicht sindso die beiden Schlangen auf dem aus demJ. 688 stammenden Mosaikbilde der hei-ligen Eufemia zu deuten, da die Erklä-rung CiampinfsfV.m. II 618, tah. XXXV),es solle dadurch auf die AVeise ihres Mar-tyriums hingewiesen werden, in ihrenActen keine Bestätigung findet. Christusin jugendlicher Gestalt, wie er den Löwen