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Schwamm.
getheilt zu haben: Johannes Chrysostomus,seit 386 Presbyter zu Antioehia, 398 Pa-triarch der Kaiserstadt, als Exeget undHomilet die Bewunderung der Mit- undNachwelt, und Theodor von Antiochien, seit392 Bischof von Mopsufistia, nichtminder gelehrt, aber äusserlich und wan-kelmüthig, durch die eigene Geistesrich-tung wie die Bekämpfung der Apollina-risten zum Eationalismus gedrängt; nochein Schritt und von seinen beiden Schülernwird Nestorius zum Häresiarchen, währendTheodorets Schriften, so verdienstvoll dieexegetischen und historischen, so ge-lehrt alle sind, das Leben des Autors ver-bittern und nach dessen Tod vom Anathemder Kirche betroffen werden. Mit Theo-doret, neben welchem noch Isidor vonPelusium, der Compilator der antioche-nischen Hermeneutik, genannt sei, ist dieProductivität der Schule erschöpft; dieSpätern, wie z. B. die Schüler des hl. Chry-sostomus, Nilus, Victor und Cassian, bie-ten nur noch schwache Reflexe aus demLichtglanz der grossen Meister. Die Schuleselbst war nicht bloss durch den Nesto-rianismus in Yerdacht gekommen, sondernsie hatte ihren Beruf erfüllt und ein notli-wendiges Princip zur Anerkennung ge-bracht. Sie hatte, wie die alexandrinische,das Ihrige dazu beigetragen, dass eineTheologie der Mitte, wie sie dieIvappadocier im Orient, Hieronymus undAugustin im Occident darstellen, erblühenund reifen konnte.
Ueber den nestorianischen Ausläuferder antiochenischen Schule in Edessaund Nisibis vgl. Kihn Theod. v. Mops,und Iunilius Africanus alsExegeten, Frbg.1880, 198 ff.
Auch die alexandrinische Schule hateinen grünen Zweig getrieben zu Caesa-rea in Palaestina, wo Origenes seitseiner Vertreibung aus -Alexandria (232)sich meistens aufhielt. Hier war Gregorder Wunderthäter fünf Jahre lang seinbegeisterter Schüler. Die Richtung warnatürlich im Wesentlichen dieselbe wie inAlexandria, doch wandte sie sich spätermehr der positiven Theologie zu. Einedles Freundespaar, der Märtyrer Pam-philus, und Eusebius, Exeget, Apologetund Vater der Kirchengeschichte, machtdiese Schule für alle Zeiten schätzbar.Die gemeinsame Apologie für Origenes,an welcher Pamphilus noch im Kerkerarbeitete, und die Verwendung seines Ver-mögens zur Gründung einer grossen Biblio-thek, aus welcher dann Eusebius undHieronymus schöpften, zeigen den edlenSinn und die Begeisterung des Märtyrers(t 309; Euseb. H. e. VI 32. VII 33; Demart. Pal. 11). Auch Bischof Alexander
von Jerusalem, bekannt als Freund desOrigenes und ebenfalls Gründer einerBibliothek in Jerusalem, muss hier ge-nannt werden (f um 250; Euseb. VI 11.20. 39). Zur Litteratur: Munter Com-ment. de scliola Ant., Hafn. 1811. Hor-nung Sehola Ant., Neostad. 1864. Phil.Hergenröther Die ant. Schule u. ihre Be-deutung auf dem exeget. Gebiete, Würzb.1866. Kihn u. d. gl. T., Weissenburg 1866,sowie die oben genannte Schrift überTheod. von Mops. Specht Der exeget.Standpunkt des Theod. von Mops. u. Theo-doret, München 1871. schill.
SCHWAMM. I. Der S. bei der Kreuzi-gung findet sich auf der ältesten datirtenDarstellung derselben, der der syrischenEvangelienhandschrift von 586 in der Lau-rentianischen Bibliothek zu Florenz ( LabarteHist, des arts industr. II, pl. XLIV; MünzArch. Bemerk. Taf. VI ’) abgebildet. (Ererscheint dann regelmässig in den Kreuzi-gungsbildern des MA.s, wo der ihn dar-reichende Mann einigemal den NamenSTEPHATON trägt. Die Beispiele zu-sammengetragen bei Kraus Cod. Egberti25 zu Taf. XLIX. In den dort aufge-führten Beispielen kommt noch das früh-romanische Elfenbein des Darmstädter Mu-seums, wo ebenfalls LONGIN und STEFAgenannt sind. K.) Theile dieses Schwam-mes werden in den Reliquienschätzen desLateran und des Aachener Münsters be-wahrt; beide haben rotlie Flecken, eineStütze der ,non levis coniectura 1 (Baron.ad an. 34, n. 126), dass dieser S. auchzum Abwischen des Blutes unseres gött-lichen Erlösers gedient habe. Ueber dieGeschichte dieser Reliquie vgl. Floss Ge-schichtl. Nachr. ii. d. Aachener Heiligth.30 ff.; Kessel Geschichtl. Mittheil, über dieHeiligth. d. Stiftskirche zu Aachen 82 f.
II. In der Liturgie des unblutigen Opfersder hl. Messe fand der S. (fj a-pa s-ci-fp'a)in der griechischen Kirche Aufnahme, weiler ,fuerit pars quaedam et instrumentumcruenti sacrificii“ ( Bened . XIV De sacrif.Miss. sect. I, n. 33). Die Griechen bedientensich desselben, wie die Lateiner gegenwärtigdes Purificatoriums, um den Kelch nachder hl. Communion auszutrocknen, ausser-dem aber, um die etwa auf dem Discus(der griechischen Patene) zurückgebliebe-nen Partikeln in den Kelch zu streichen;auch zum Abwischen des Altars bedientendie Griechen sich eines Schwammes (vgl.Goar Euchol. graec. 151; id. in Liturg.s. Chrysost. 177). Aufbewahrt wird derliturgische S. in einem Corporale ( MacriHiero-Lex. v. Patena).
III. In den Christenverfolgungen be-dienten sich die Gläubigen wie leinener