Spiegel — Spieltische und Würfel.
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der Anschauung des Alterthums. Er nenntdie Firmung fj acppayk xrjs xotvuma; xoe aytou"vsü[j.atoc (XVIII 33), oder sclilechthintj'fpcrjit (XXII 7), oder <T<ppayT3a iiroupa'vidvtiva xal ösi'av (XVII 35), die Handlungselbst aber (1. c.) ein oypcqiacu -erg 'jnjyf,v.Auch hier hat die spätere Kirchensprache,die bei diesem Sacrament den Namen sig-num oder signaculum länger beibehaltenhat, als bei der Taufe, schliesslich eben-falls wie dort den Namen character in-delebilis an dessen Stelle gesetzt.
5) Bei der Ordination wird zwarTon Dionysius (Eccl. hier. c. 6, 3, 3) dieayspaylj toü uxaupoeiSouc tuirou erwähnt.Allein er redet hier doch nur von derAnwendung des Kreuzzeichens bei demRitus der Weihe, so dass man nicht (mitSuicer ) sagen kann, er habe den Namen2. auf das Sacrament des Ordo selbstübertragen. Es wurde zwar auf Grundder gleichen Anschauung, wie bei der Fir-mung und Taufe, d. h. wegen des Glau-bens , dass sie alle drei einen Charakter,oder wie das Conc. Trid. (Sess. 7, c. 9)sagt, ein signum spiritale et indelebileverleihen, die Nichtwiederholbarkeit vomOrdo ebenso gut ( Aug. Contr. ep. Parmen.II 13. 28. IX 44; Gregor. M. II, ep. 46,II 608) wie von der Firmung (Aug. Lit.Petil. II 104) behauptet. Aber der Aus-druck signaculum oder signare lässt sichdafür hier schwerlich nachweisen. Viel-mehr gebraucht Gregor. M. (1. c.) dafürconsecrare. Heute allerdings wird auchbei diesem Sacrament der Name characterindelebilis angewendet.
6) In der griechischen Liturgie heisst2. auch jener Theil der Hostie, welcher
mit dem Kreuze und denWorten IC XC NIKA be-zeichnet ist. Vgl. Goar Eu-cholog. 99 sq. (Venet. 1730)mit den betreffenden Ab-bildungen. WEISS.
SPIEGEL, unter dem mun-dus muliebris in den Kata-komben gefunden, s. I 587und de ltossi R. S. III 585.
P
SPIELSACHEN, in den Katakomben gefunden, s. I 589dazu de Rossi R. S. III 585Smith I 708.
Spiele sieht man auf Sarkophagen wie auf Malereieihier und da dargestellt. EilSarkophagrelief des Museirig. «4. Puppo Kircheriano (abgeb. bc
Martigny’s A-li. ^ * • ScJlllltZß A.rCl.
Sammlung. Stud. 260 f.) zeigt drei spie
lende nackte Knaben. Die Spiele be-stehen in dem Scheibentreiben (ver-wandt dem Reifspiel, xpoyo?) ; dem Ball-spiel (oüpavia) und einer Art Nuss-spiel; vgl. die Nachweise bei Schnitzea. a. O. Ueber Würfel vgl. den folgen-den Artikel.
SPIELTISCHE und WÜRFEL. Das Spielwar eine Lieblingsbeschäftigung der Alten,und die Römer brachten oft ganze Tagedamit zu, besonders während der jährlichwiederkehrenden Feste der Quinquatrien(fünftägige Feier zu Ehren der Minerva)und der Saturnalien. Die alten Christendagegen enthielten sich des Spieles gänz-lich oder machten wenigstens davon nureinen sparsamen Gebrauch; sie spieltennicht aus schmutziger Gewinnsucht, son-dern zur harmlosen Unterhaltung undohne dass Streitereien und Gezanke dar-aus entstanden. Die grosse Anzahl vonantiken Spieltischen, die man in Rom fin-det, ist ein Beweis für den grossen Ge-brauch, den man davon machte; eigen-thümlich ist aber der Umstand, dass ge-rade in den Katakomben, wo man sie amwenigsten gesucht hätte, ein grosser Theilderselben gefunden wurde. Die bloss ausden Büchern geschöpfte Kenntniss dieserThatsaehe und der Mangel an Erfahrungund an den in den Katakomben selbstgemachten Studien hat Anlass zu der irri-gen Ansicht gegeben, dass diese Gegen-stände gleichsam als Ausstattung undSchmuck des Grabes den Verstorbenenmitgegeben wurden, weil sie ihnen imLeben theuer waren, und dass diesesgeschah auf Grund jenes heidni-schen Aberglaubens, der bei denVerstorbenen einen Ueberbleib-sel von Gefühl oder Gedächtnissannahm, und glaubte, dass sieam Spiele und anderen Lebens-freuden Gefallen fänden. DieseAnsicht hat Raoul Röchelte ausgesprochen(Mem. Acad. XIII, ed. sept. 111) und indiesem Sinne hat er das Vorkommen vonverschiedenen Hausgeräthschaften in denchristlichen Katakomben erklärt. De Rossihat zur Evidenz nachgewiesen, wie irrigdiese Ansicht im Allgemeinen sei (R. S.III 575), und wir können seine Ausführungbestätigen, indem wir im Besondern un-tersuchen , zu welchem Zwecke und inwelcher Weise die S. in den christlichenCoemeterien Vorkommen.
Vorerst finden wir in denselben nichts,was zur Annahme berechtigt, dass einesolche abergläubische Gewohnheit in dieseStätten eingedrungen und da geduldetworden sei; im Gegentheil wurde stetsAlles von ihnen ferngehalten, was irgend-
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