Stab.
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stament des hl. Remigius bei Flodoard],capinta, camboca, sambuca [wol von denangewandten Holzarten], crocea, crozzia,franz. crosse, ital. stampella, vor). DassGeistliche und namentlich auch Bischöfesich so gut wie die übrigen Gläubigen imAlterthum des Stabes als eines sustenta-culum oder reclinatorium bedienten, istselbstverständlich; die einfache Erwäh-nung eines solchen in den Händen einesBischofs beweist darum nichts für dasAlter des Bischofsstabs als Insigne derWürde. Die erste positive Erwähnung desPedum als solchen enthält das vierte Con-cil von Toledo vom J. 633, c. 28: episco-pus, presbyter aut diaconus, si a gradusuo iniuste deiectus in secunda synodoinnocens reperiatur, non potest esse quodfuerat nisi gradus amissos recipiat corarnaltario de manu episcopi; [si episcopus]orarium, annulum et baculum etc. DemConcil von Toledo gleichzeitig ist Isidorvon Sevilla, welcher (De offie. eccl. II 7)ausdrücklich erklärt: huic (episcopo) dumconsecratur datur baculus ut eius indiciosubditam plebem vel regat vel corrigatvel infirmitates infirmorum sustineat. Diesesymbolische Deutung des Bischofsstabesbegegnet uns dann mit verschiedenen Va-rianten bei den griechischen wie lateini-schen Schriftstellern des MA.s: so in derclassischen Aeusserung des Papstes Inno-cenz III (De sacro altar. myst. I 62: ba-eulus correptionem significat pastoralem,propter quod a consecratore dicitur con-secrato: accipe baculum pastoralitatis. Etde quo dicit apostolus (I Cor. 4): in virgaveniam ad vos. Quod autem est acutusin fine, rectus in medio, retortus in sum-m o, designat quod pontifex debet per eampungere pigros, regere debiles, colligerevagos. Quod uno carmino versificator qui-dam expressit: collige, sustenta, stimula,vaga, morbida, lenta. Aehnlich SymeonThessal. um 1410 (Ospl xrjc kptzc Xeeroup-Paj, * E <p- ict, bei Marriott Vest. Christ. 168),am ausführlichsten bei Honor. Augustod.(Gemm. anim. I 217, abgedr. bei Marriott1. c. 140).
Ungefähr um dieselbe Zeit, wo für Spa-nien der liturgische Gebrauch des Pasto-rale durch die eben angeführten Zeugnisseausser Frage gestellt ist, wird er auchbereits in Gallien getroffen, ja noch frü-her. Um 623 sehen wir den ErzbischofRomanus von Rouen durch den König mitdem S. belehnt (rex . . . baculum illi con-tulit pastoralem), und ein Jahrhunderthöher hinauf führt uns die Erwähnungdes von einem Kaplan oder Notarius ge-tragenen Pastoralstabs des hl. Caesariusvon Arles (469—542; vgl. dessen Lebenvon Cyprian bei Martine De rit. I 8. X
18). Dass aber schon im 5. Jahrh. derBischofs-S. in Gallien auftritt, lehrt augen-scheinlich ein Brief des Papstes Coelestin I(423—432) an die Bischöfe der ProvinzenVienne undNarbonne ( Labbe Conc. II 1618,auch bei Pseudo-Isidor, ed. Hinschius 559);es heisst da in Bezug auf gewisse gallischePriester, welche der Papst tadelt: nam siad hoc ista praecepta sunt ut taliter ser-varentur, cur non fiunt pariter quae se-quuntur, ut lucernae ardentes in manibusuna cum baculo teneantur? Habent suumista mysteria, et intelligentibus ita clarasunt ut ea magis qua decet significationeserventur. Kam in lumborum praecinctionecastitas, in baculo regimen pastorale, inlucernis ardentibus boni fulgor operis etc.indicantur.
Um dieselbe Zeit soll auch der hl. Pa-tricias, als er nach Irland zog, jenen späterunter dem Namen Staff of Jesus so be-rühmt gewordenen S. mitgenommen ha-ben (Archaeologia XVII 36). Ein Schrift-steller aus dem Zeitalter Karls des Kahlenweiss den gekrümmten S. bereits als eineAntiquität zu bezeichnen ( Mabülon Actas. Bened. saec. III, p. II, 244). Anderesehr alte Erwähnungen von Pastoralstäbensind die im Leben des hl. Paulus, Bischofsvon Oxismor, jetzt St. Pol-de-Leon ( Riba-den. Flor, sanct. ed. 1654, I. col. 548 C),und in der Legende des hl. Lambert, Bi-schofs von Lüttich (f 708), dem der hl.Petrus in einer Vision einen goldenenS. reicht (ebd. II, col. 793 F).
Nach dem Vorhergehenden darf manannehmen, dass der Gebrauch des Bacu-lus als bischöflicher Insigne sich seit dem5. Jahrh., und zwar zunächst in Gallienund Spanien, entwickelt hat. Für Romund die griechische Kirche liegen aus sofrüher Zeit keine Zeugnisse vor, wenig-stens keine ausser dem Ausspruch deshl. Gregor von Nazianz (Orat. 42: ichkenne den S. als Stütze und als in derHand der Hirten und Lehrer, und mitwelchem die Schafe gestraft werden).
Marriott (Vest. Christ, pl. XLIII u. 222 f.)ist der Ansicht, dass vor dem 10. Jahrh.keine monumentale Darstellung des Ba-culus past. vorkomme, und er bildet alsdie ältesten Beispiele pl. XLII den Erz-bischof Egbert von Trier aus dem Cod.Egberti (Ende des 10. Jahrh.) und pl. XLIIIdie Begleiter des hl. Clemens aus den be-kannten Fresken von S. Clemento in Rom(11. Jahrh.) ab; er glaubt indessen alsauf Vorläufer des Stabes auf die mit demKreuz geschmückten Virgae in der HandChristi, des hl. Petrus und Laurentius aufdem zu Zeiten Pelagius’ II (578—590) ent-standenen Mosaik (pl. XXIX) in S. Lo-renzo fuori le mura hinweisen zu müssen.