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Zweiter Band. I - Z.
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Statuen.

tigten Häretiker, des Arius, Eunomius,Macedonius, Sabellius, hatte errichtenlassen, um sie dem Gespött der Vorüber-gehenden auszusetzen (ebd. V 261 f.).

Diese halb kaiserliche, halb religiöseSculptur hat aber offenbar im Orient nachdem 4. Jahrh. geringe Entwicklung er-fahren und ist bald eingegangen. Beidem Bau der Sophienkirche, wo alle Künsteim reichsten Maasse herbeigezogen werden,weiss Paulus Silentianus nur noch von derVerwendung der Sculptur zum Relief undzur Decoration zu melden: so wären aufdem Ambo nur Blumen und Bäume dar-

gestellt ( Silent.

ä l’hist. de la peinture et de la sculptureehret, en Orient, Par. 1879, 107) ein sehrschönes, die classischen Traditionen be-wahrendes Werk zu Miroflio am Marmara-meer für eine Darstellung der Madonnahalten.

Es muss weiter daran erinnert werden,dass die officielle kaiserliche Kunst des4., 5. u. 6. Jahrh. noch in wiederholtenFällen sich der statuarischen Darstellungbediente. Constantin d. Gr. liess sich vieleS. setzen, von denen noch eine, aus seinenThermen auf dem Quirinal, im Capitol,eine andere im Lateranmuseum existirt.

Bekannt ist die Erzählung Eusebius dassder Kaiser nachdem Siege an dermilvischen Brückein Rom sich eineBildsäule mit ,dem

heilbringendenZeichen des Kreu-zes 1 in der Handsetzen liess (Hist,eccl. IX 9. 10. 11;

Vita Const. I 40;

L. C. IX 8), eineNachricht, gegenderen Zuverlässig-keit die ernstestenBedenken vorlie-gen (siehe BriegerZtschr. für K.-G.

IV 200). Unzwei-felhafte Notizenaber besitzen wirüber christliche S.in Byzanz. DieHagia Sophia be-sass eine Elfen-beinstatue derhl. Helena, derMutter Constan-tins ( Banduri Imp.

Or. I. Antiq. Con-stant. I 39). Eineeherne Bildsäule

Christi, durch mancherlei Vorzüge be- lässig erklärt; aber thatsächlich erscheint

Fig. 4(34. Statue dos hl. Petrus in der Krypta vonS. Pietro im Vatican.

Descr. ambonis), zumSchmuck der hei-ligen Brunnendienten Leopar-den, Hirsche, was-serspeiende Löwen(Banduri a. a. O.IV 218—219; vgl.Bayet a. a. 0. 112).Endlich hat derBildersturm in derbyzantinischenKirche namentlichden S. den Krieggemacht. Diezwei-te allgemeine Sy-node von Nicaea(787) hat aller-dings im Gegen-satz zu den Ikono-klasten in ihrer IV.und VII. Sitzungmit dem Gebrauchder Bilder im All-gemeinen auchdenjenigen von S.(. . . mögen dieBilder von Farbeoder aus Stein odersonst einer Materiesein . . ., vgl. Tle-fele Conc.-Gesch. 2III 472) für zu

rühmt (vgl. die Vision des Heraelius beiTheophan. ed. Bonn. I 439 f.), soll nochvon Constantin in der Chalce aufgestelltworden sein ( Banduri a. a. 0. I 21; La-barte Le palais de CP. 110). Auf demForum zu CP. befand sich ein grossesconstantinischos Monogramm, umstellt vonden S. des Kaisers Constantin undseiner Söhne ( Banduri a. a. 0. I 33);man sah ebendaselbst auch die durch eingrosses Kreuz getrennten S. Constan-tins und Ilelena’s, und endlich auchgeflügelte Engels-S. Bemerkenswerthist, dass im Gegensatz zu diesen Bild-werken Theodosius Statuetten der berüch-

docli seit jener Zeit die statuarische Kunstbei den Griechen proscribirt und selbstdas Relief äusserst selten angewendet.

Es unterliegt keinem Zweifel, dass dasauffallende Zurücktreten der Plastik hinterder Malerei der Christen zunächst undvor Allem der spiritualistischen Richtungder neuen Religion und ihrem tiefenGegensatz gegen den Polytheismus und diegesammte Lebensauffassung der antikenWelt zuzuschreibon ist. In weit hühermGrade als alle anderen Künste diente diestatuarische der Verherrlichung der helle-nisch-römischen Gütterwelt; sie stand so-zusagen ganz im Dienst des Polytheismus.