Statuen.
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einem Sonntag mit Simon Magus dispu-itiren sollte, den vorausgellenden Tag mitder römischen Gemeinde gefastet, und, Jda er als Sieger aus dem Streit hervor-gegangen sei, die Uebung fortan beibe-halten. Die Erzählung kann natürlich aufGlaubwürdigkeit keinen Anspruch erheben.Sie wurde nach Augustin in Rom selbstvielfach in Zweifel gezogen. Auch findensich noch andere Erklärungen für diePraxis. Nach Victorin von Pettau (1. c.)kam das Samstagsfasten auf, damit dieChristen nicht mit den Juden den Sabbathzu beobachten schienen. Innocenz I (1. c.)bringt es ähnlich wie den Freitag mitder Leidensgeschichte in Verbindung: dieApostel seien an beiden Tagen in Trauergewesen und haben ohne Zweifel an bei-den Tagen gefastet.
Die Stationstage wurden aber nicht blossdurch Fasten, sondern auch durch got-tesdienstliche Feier ausgezeichnet.Bereits Tertullian kannte diese, indem ererwähnt, dass Viele an diesen Tagen demGottesdienst sich entziehen, um nichtdurch den Empfang der Communion dasFasten (statio) zu brechen (De orat. c. 19,al. 14). Später sprechen von ihr Basilius<!■ Gr. (Ep. 239) und Socrates (Hist. eccl.V 22). Letzterer bemerkt näherliin, dassin der Kirche von Alexandrien nach ur-alter Sitte am Mittwoch und Freitag diehl. Schriften vorgelesen und erklärt, dashl. Opfer aber nicht dargebracht wurde.Der Gottesdienst war hier mit anderenWorten nur ein didaktischer, nicht eineucharistischer.
Bei der Verbindung von Fasten undGottesdienst an den Stationstagen begreiftes sich, dass das Wort S. in der Litte-ratur des christlichen Alterthums auch inder Bedeutung von kirchlicher oder got-tesdienstlicher Versammlung vor-kommt. Ohne Zweifel hat es schon anzwei Stellen bei Cyprian (Ep. 44, c. 2;Ep. 49, e. 3, ed. Härtel) diesen Sinn. Spä-ter begegnen wir ihm, so im Liber pontif.(Vit. Hilar. und Vit. Vitalian.) und in derVita s. Gregor, von Joh. Diaconus (II 18),^o bemerkt wird, dass dieser Papst ,sta-tiones per basilicas vel beatorum marty-rum coemeteria . . . sollicite ordinavit“.Auch sei an das römische Missale erin-nert, wo an der Spitze der wichtigerenFeste und Tage je zu lesen ist: statio ads. Mariam Maiorem, statio ad s. Petrumu. s. w.
[In einem ganz speziellen Sinne erschei-nen die Stationes = excubiae martyrum, die^on dem Klerus und dem Volk an denMartyrergräbern begangenen Vigilien; letz-tere bei dem Anonym. De haeresi praedest.(ap . Sirmond Opp. I 502): martyrum suo-
rum excubias Deus catholicae festivitatirestituit. Bei dem durch die Wahl desPapstes Damasus hervorgerufenen Schismawird von der Gegenpartei erwähnt: percoemeteria martyrum stationes sine cle-ricis celebrabat ( Marcell. et Faustin. Libell.precum, bei Sirmond 1. c. 228). Vgl. dazude liossi R. S. III 529. K.]
Was endlich den Ursprung des Wortesbetrifft, so genügt es, das Wort Tertul-lians (De orat. c. 19; vgl. De ieiun. c. 18)anzuführen: statio de militari exemplonomen accipit; nam et militia Dei sumus(II Kor. 10, 4; I Tim. 1, 18). funk.
STATUEN. Bei der reichen und schönenEntwicklung, welche die altchristliche Scul-ptur seit Constantin nahm, muss es auf-fallend erscheinen, dass die eigentlichestatuarische Kunst sehr 'wenig vonden Christen geübt wurde. Was uns vonDenkmälern dieser Gattung aufbewahrtist, ist leicht aufzuzählen: das Lateran-museum besitzt zwei Marmorstatuet-ten des guten Hirten (vgl. d. Art.Pastor bonus II 588), die sitzende Statuedes hl. Hippolytus (s. 1664), die Peters-kirche die berühmte Erzstatue deshl. Petrus und in ihren Grotten dieMarmorstatue desselben Apostels (s. d.Art. Petrus II 607 f. und unsere Abbil-dung Fig. 464); das Berliner Museum einekleine, von Bartoli (Lucerne sepolcraliIII, pl. 27), Munter (Sinnbilder II, Taf.VI 21 ), Foggini (Rom. It. Petri 484), Mar-tigny 2 648 und uns (II 608) abgebildeteBroncestatuette, darstellend einen bärti-gen Mann, der in der Linken ein massivesMonogramm Christi trägt und von denmeisten Erklärern als Petrus bezeichnetwird (anders V. Schnitze Katakomben 184),das Museum in Constantinopel das Frag-ment einer Marmorstatue des Pastor bo-nus (II 589, Fig. 363). — Das wird Allessein, was sich von specifisch christlichenS. nachweisen lässt. Denn einige vonReisenden im Orient beschriebene angeb-lich altchristliche statuarische Werke dürf-ten profaner Natur sein: so die vonP. Babin im 17. Jalirli. erwähnte Gruppe,welche in den Ruinen Athens gefundenund für eine Madonna mit dem Kinde ge-halten wurde (Ceres mit Pluto? so ver-muthet De Laborde Athenes aux. XV',XVI» et XVII» siecles, I 192); so weiterdie von Bori in Uskuk (dem alten Prusiasad Hyiupm) gesehene und auf die Aucto-rität von Landesoinwohnern hin für einesitzende Madonna mit Kind erklärte Figur.Mit mehr Recht dürfte Dumont (Rev. arch.1870—1871, 223; Rapport sur un voyageen Thrace, Archives des missions II» ser.VI 487; vgl. Bayet Recherches pour servir