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Zweiter Band. I - Z.
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Steine.

von Stefanoni (Gemmae antiq. sculptae aPetro Stephanonio Yicentino collectae etdeclarationibus illustratae, Romae 1627),Liceti (Hieroglyphica et antiqua stemmatagemmarum etc., Padua 1693), Franc. Fi-coroni (Gemmae antiquae litteratae, illustr.Nie. Galeotti, Romae 1757, bes. tab. XI)— der grosse, aus dem Nachlasse Gori’sund Passeri’s herausgegebene Thesaurusgemm. vet., Rom. 1788, 3 vol. fol., ent-hält keine Christiana —, oder nur nachbesonderen Gesichtspunkten theilweise, sodie Abraxen in den zu I 8 angeführtenWerken Chifflets, Bellermanns u. s. w., auf-genommen. Einen werthvollen Beitrag zudem Gegenstände bietet der betr. Abschnittin Perreis Catacombes de Rome; am aus-giebigsten sammelte dann Garrucci YI, tav.CCCCLXXYII—LXXIX das Material, dasaber auch hier, namentlich durch unzu-reichende Ausnützung der Sammlungen inBerlin und London, sehr unvollständig ist.

Natürlich hat auch de Rosst, welchemwir zuerst ein zusammenstellendes Yer-zeichniss altchristlicher geschnittener S.verdanken (Spicil. Solesm. IV 577; vgl.Garrucci Hagioglypta p. 168), in seinemBullettino dem Gegenstand vielfach seineAufmerksamkeit zugewandt. Ich verweisefür alles Detail seiner Beiträge auf dieIndices (i. v. Gemme) und hebe nur Ein-zelnes heraus. Bull. 1863, 53—55 ver-breitet sich über aus edlen Steinen ge-schliffene Gefässe, Lampen, goldene, mitSteinen besetzte Gefässe; über weiblichenSchmuck, bei welchem S. verwendet wur-den; ebd. 87 über einen mit edlen Stei-nen besetzten Kelch; 1864, 82 über dieAnbringung von Edelsteinen an den Grä-bern als Erinnerungszeichen; 1865, 88über den Onyxkelch in Jerusalem; 1869,42. 63 über die Sitte, edle S. am Halsezu tragen; 1870, 49—72. 119—121 überverschiedene Darstellungen auf geschnit-tenen Steinen: Fisch, Delphin, Anker undFisch; 1872, 119 desgl., Anker und Palme,desgl. 132—137 Gemme mit dem symbo-lischen Thron; 1875, 175. 1876, 65 f. 117byzantinischer Onyx in Moskau; 1873,118 f. byzantinische Gemmen an Fibulaeu. s. f.; 1871, 36 Chalcedon mit IX0YC II;1876, 67 Gemme mit Besitzernamen; 1877,48. 49 Gemme mit der Darstellung derTaufe Christi, ebenso 1878, 50; 1877, 52Gemme mit jüdischen Symbolen, ebd. 55mit gnostischen und christlichen Symbo-len; 1878, 143 Grabfund eines Schmucksmit Gemmen; 1879, 26 Gemme am Ringeines Christen, mit einem Eros; 1879, 40.41. 1880, 62 f. mit merkwürdiger Darstel-lung des Kreuzes; 1882, 80 Glaspaste mitdem Monogramm Christi; 1881, 100 Ring-Gemme mit Delphin und Dreifuss u. s. f.

Die auf den Ringsteinen vorkommendenDarstellungen, sowie die Verwendung dergeschnittenen S. als Siegel und Stempelsind bereits unter d. Art. Ringe II 694behandelt worden. Von den übrigen Stei-nen der altchristlichen Zeit seien nur einigehervorgehoben: so die Enthauptungeiner Märtyrin, neben welcher eineTaube ein Monogramm im Schnabel hält,

über ihr steht das

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unter ihr AYIET

(rothe Intaglie im Besitze Litchfields, ab-geb. bei Rollet Taf. I 18 ); nicht aus Dio-cletians Zeiten, wie Rollet 324 meint, aberdoch wol Ende 4. bis Anfang 5. Jahrh.Derselben Zeit wird der Onyx-Cameo desWienerCabinets angehören, welcher Chri-stus und die Samariterin vorstellt.Berlin besitzt einen Intaglio in schwarzemJaspis mit einer Orans (nicht Pietas, wieRollet a. a. O. sagt) und der Inschrift 6IC06OC, einen andern Intaglio in rothemJaspis mit dem Anker und Delphin undder Beischrift IX0YC. Ein Carneol des-selben Cabinets hat ein M über und untereiner brennenden Lampe; Rollet a. a. 0.deutet (nach Tölken?) 456 f. miserere mei,jedenfalls ohne allen Grund, da diese For-mel der altchristlichen Epigraphik ganzfremd ist; auch scheint mir der christ-liche Charakter des Steins zweifelhaft.

Unter den von Garrucci aufgenommenenSteinen sind besonders hervorzuheben (ab-gesehen von den bereits besprochenenRingen):

Tav. CCCCLXXYII 1 : Jaspis mit gutemHirten, ehern. Besitz Peiresc’s; InschriftXPICTOAOYAOY.

Ebd. 3 : Sardonyx mit dem guten Hir-ten, A(0 und IX0YC, von Ällegranza Opusc.p. XI zuerst edirt.

Ebd. 11 : Carneol des Mus. Kirclier, pu-blicirt von Garrucci in Civ. catt. und VI

Fig. 466. Carneol des Museo Kircher (vergrössert).

114. Vier sehr kleine Darstellungen (s. uns.Fig. 466): Anker mit Fischen, Lamm mitTau-Kreuz, Schiff mit Tau-Mast, Pastorbonus, ringsum IX0YC.