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Zweiter Band. I - Z.
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Sub ascia dedicavit — Subdiakonen.

ner eindringlichen Predigt bewogen, demGötzendienst. Zweimal am Tage hielt erExhortationen an die vor der Säule zahl-reich Yersammelten, beantwortete ihreFragen, schlichtete ihre Streitigkeiten.Bei Untergang der Sonne entliess er dieMenschen mit seinem Segen, um nur nochmit Gott zu verkehren. Die Aufrechthal-tung der Sittlichkeit und der orthodoxenLehre in den umliegenden Gemeinden warseine beständige Sorge. In Born erfreuteer sich einer solchen Verehrung, dassman sich von ihm kleine Statuen machteund von deren Gebrauch einen besondereSchutz erwartete. Komische Kaiser fragtenihn in wichtigen Staatsangelegenheiten umBath; selbst die persische Königsfamilierechnete es sich zur Ehre an, mit ihm inVerbindung zu stehen. So erzählt Theodo-ret, der Symeon genau kannte. Auch mitden christologischen Streitigkeiten seinerZeit steht Symeons Name in Beziehung. Wiehoch man in jenen unruhigen Tagen seinenEinfluss schätzte, geht daraus hervor, dassKaiser Theodosius II es im J. 432 fürangezeigt hielt, in einem besondere BriefSymeon aufzufordern, er möge durch seinGebet und durch Ermahnung für denKirchenfrieden wirken ( Mansi V 281 und828; Hardouin I 1685; He/ele C.-G. II252). Neben Andern ist es auch ihm zuverdanken, dass die orientalischen Bischöfesich dem Cyrill von Alexandrien unddem Concil von Ephesus anschlossen zurVerurteilung des Nestorius. Bemer-kenswerth ist noch, dass Symeon vondem oströmischen Kaiser Leo I (457—474)mit den Bischöfen des Beiches zu einemGutachten aufgefordert wurde über dasConcil von Chalcedon und über denEindringling Timotheus Ailurus vonAlexandrien. Eine grosse Thätigkeit ent-wickelten auch D a n i e 1 und der jüngereSymeon, Beide ausgezeichnet durch dieGabe der Wunder. Ersterer stand beiKaiser Leo I in grossem Ansehen. Da-niel war es auch, der dem PatriarchenAcacius von Constantinopel zu Hülfeeilte, als diesen der Kaiser Basiliskuszur Unterschrift eines Decretes zwingenwollte, wodurch die Synode von Chalce-don für ungültig erklärt werden sollte;er hatte den Muth, dem Kaiser sein Vor-gehen gegen das vierte allgemeine Concilstreng zu verweisen. Dies war auch dieeinzige Veranlassung, die er nahm, seineSäule zu verlassen. Auch Wulflaichübte von seiner Säule herab eine aposto-lische Thätigkeit. Er hat nach Gregor vonTours seinen Standort auf einem Bergegewählt, welcher der Diana heilig warund ihr Götzenbild trug, um so Gelegen-heit zu haben, die dorthin kommenden

Heiden zu bekehren. Was Theodoret vonder Säule des grossen Symeon sagt: ,sogrossen Nutzen ergoss die von Spötternverspottete Säule 1 , kann auf die meistenS. angewendet werden.

4) Ausser den genannten Quellen vgl.noch die Lebensbeschreibung des grossenSymeon von Metaphrastes nach Theodoretbei Rosweyd Vitae patrum und im I. Bd.der Acta SS.; Maselli DeStylitis, bei Asse-mani Acta martyr. Orient. 246 ff.; F. G.Lautensack De Sym. Stylita, Viteb. 1700;U. G. Siber De sanctis column., Lips. 1714;J. Krebs De Stylitis, Lips. 1753; P. Zin-gerle Leben und Wirken des hl. SymeonStylites, Innsbr. 1855. künstle.

SUB ASCIA DEDICAVIT u. fe. f., s. d.Art. Ascia I 97 f.

SUBDIAKONEN. I. Die S. tauchen inder kirchlichen Litteratur zuerst um dieMitte des 3. Jahrh. auf und sie erscheinengleichzeitig sowol in Bom ( Euseb . II. e.VI 43, 11) als unter dem Namen Ilypo-diaconi in Carthago ( Cypr . Ep. 8, c. 1;9, c. 1. 2; 29. 35. 36, c. 1; 45, c. 4; 47.78, c. 1 cd. Härtel). Auf der Synode vonElvira c. 30 treten sie uns in Spanien, bei) Athanasius Hist. Arian. c. 60 in Aegypten,auf den Synoden von Antiochien 341, c. 10und Laodicea (343 ( —381) c. 21. 22. 24. 25I unter dem Namen ’YmrjpeTai im Orient über-j haupt entgegen. Ihr Ursprung fällt so-I mit jedenfalls in die erste Hälfte des| 3. Jahrh. und wahrscheinlich noch früher.

| Näheres ist über ihn nicht festzustellen.

; Vermuthen aber lässt sich allenfalls nochmit Bücksicht auf ihren Namen, dass siein der Beihe der niederen Kleriker zuerstI ins Dasein traten, indem sie zunächst denDiakonen zur Unterstützung beigegeben1 und aus eben diesem Grunde Unterdiakonenj genannt wurden, und eine kleine Stütze'findet diese Vermuthung in der Praxis| der römischen Kirche, wie nur sieben Dia-konen so auch nur sieben S. aufzustellen{Euseb. II. e. VI 43, 11). Allein Gewiss-heit lässt sich darüber nicht erzielen. DerI Name lässt sich auch aus ihrer Dienst-I leistung erklären, indem sie sich mit den| Diakonen in deren Dienstleistungen theil-ten und insbesondere die geringeren zu| verrichten hatten, während die höheren! jenen Vorbehalten blieben. Die Synodevon Laodicea c. 22 weist ihnen nament-lich die Bewachung der Thiiren und dieConst. aposl. VIII, c. 11 weisen ihnennäherliin die Thüren zu, durch welche die! Frauen eintreten, während die Thüren aufder Männerseite durch die Diakonen zuI bewachen waren. Bei Cyprian erscheinen! sie in der Itogel als Boten des Bischofs