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Symbole.
zur Verkündigung des Wortes Gottes sichzu den verschiedenen Nationen zu begeben,haben sie vor ihrer Trennung ,normamfuturae praedicationis in commune 1 fest-gestellt, ,ne forte alii alio abducti diver-sum aliquid his, qui ad fidem Christi in-vitabantur, exponerent. Omnes igitur inuno positi et spiritu sancto repleti breveistud futurae sibi ut diximus praedica-tionis indicium, in unum conferendo quodsentiebant unusquisque, componunt atquehanc credentibus dandam esse regulamstatuunt 4 . Er führt also das Glaubens-bekenntnis, dessen Erklärung er sich zurAufgabe gemacht, auf Grund einer altenUeberlieferung auf ein gemeinsames Zu-sammenwirken der Apostel zurück, undmit Rücksicht auf diesen Ursprung be-merkt er weiter, dem Wort a’jpßoXov eineBedeutung beilegend, die eigentlich nurdem Wort (Jop.ßoXr, zukommt, es könneaus vielen und sehr gerechten GründenSymbolum genannt werden; ,symbolumenim graece et indicium dici potest etcollatio, hoc est quod plures in unumconferunt. 4 Und wenn er den Antheil, dendie einzelnen Apostel an dem Bekennt-nis hatten, wenigstens nicht ausdrücklichund bestimmt sondert, so begegnen wiranderwärts, im Abendland, der Vorstel-lung, jeder einzelne Apostel habe eineneinzelnen Glaubensartikel aufgestellt, sodass das Symbolum im eigentlichen Sinndurch eine <rup.ßoXi; zu Stande gekommenwäre. Vielleicht kennt diese Entstehungs-weise bereits Ambrosius (Explanatio symb.ad initiandos; bei Caspari Quellen z. Gesch.d. Taufsymbols u. d. Glaubensregel, 3 Bde.1866—1875, II 50—58). Wenigstens theilter das Symbolum in 3 X 4 = 12 Glieder.In vollendeter Ausbildung erscheint dieVorstellung in zwei pseudo-augustinischenReden (Nr. 240. 241 ed. Bened. XVI; vgl.Hahn 47, Anm. 163). Die Erzählung kannaber weder in der entwickelten noch inder einfachen Gestalt auf Glauben An-spruch erheben. Sie ist nicht bloss derältern Zeit sowie dem Orient unbekannt.Gegen sie zeugt auch in entscheidenderWeise die Textesgeschichte des Symbo-lums, die mit jenem Ursprung nicht zuvereinbaren ist. Die alten Kirchen neh-men grossentheils, bald mehr, bald weni-ger, eine zu freie Stellung zu dem Sym-bolum ein, um nicht schon dadurch denapostolischen Ursprung zurückzuweisen,und dies nicht bloss die orientalischen,sondern bei aller Uebereinstimmung auchdie abendländischen. Das apostolischeSymbolum in seiner jetzigen Gestalt, demTextus receptus, war zudem den erstenfünf Jahrhunderten unbekannt. Es exi-stirte damals in einer andern Fassung,
und diese ist vor Allem näher ins Augezu fassen.
Das apostolische Symbolum in seinerältern Form tritt uns am reinsten in derrömischen Kirche entgegen, indem es hiernach dem Zeugniss von Rufin (1. c. c. 3)und Ambrosius (Ep. 42 ad Siric. c. 5)unversehrt und ohne Zusätze bewahrtwurde. Ueberliefert wird es uns u. A.durch Rufin, Marcell von Ancyra in seinemBrief an Papst Julius (Epiph. Haeres. 72,c. 3) und das Psalterium des KönigsAethelstan. In den beiden letzten Docu-menten steht es griechisch, und ohneZweifel wurde es in den ersten Jahrhun-derten auch in der römischen Kirchegriechisch gebraucht. Sein Wortlaut istnach Rufin folgender: credo in Deum pa-trem omnipotentem. Et in Christum Ie-sum, unicum filium eius, Dominum nostrum.Qui natus est de Spiritu sancto ex Mariavirgine, crucifixus sub Pontio Pilato etsepultus, tertia die resurrexit a mortuis,ascendit in coelos, sedet ad dexterampatris: inde venturus est iudicare vivoset mortuos. Et in Spiritum sanctum, san-ctam ecclesiam, remissionem peccatorum,carnis resurrectionem. Es ist hiernachetwas kürzer als das spätere Symbolum,indem gegenüber dem Textus receptusnicht bloss die Artikel: ,descendit ad in-feros 4 (oder ,inferna‘, wie der Text in derfrühem Zeit lautete), ,sanctorum coramu-nionem 4 und ,vitam aeternam 4 , sondern auchmehrere Worte im übrigen Theil fehlen,nämlich ,creatorem coeli et terrae 4 im1. Artikel, ,conceptus, passus, mortuus 4und ,Dei omnipotentis 4 im Artikel vomSohn, ,catholicam‘ nach ,ecclesiam 4 .
Die Symbole der übrigen Kirchen desAbendlandes zeigen dem römischen gegen-über zwar einige Differenzen. Die Ab-weichungen sind aber nur sehr unbedeu-tend (in der Mailänder Kirche beschränkensie sich z. B. auf ,sub Pontio Pilato pas-sus 4 statt ,crucifixus sub Pontio Pilato 4und ,coelum‘ statt,coelos 4 ; das Symbolumvon Ravenna setzt ,qui‘ vor ,sub Pontio 4 ,,credo 4 statt ,et‘ vor ,in Spiritum sanctum 4 ,und am Schluss ,vitam aeternam 4 ), und imGanzen können die S. als identisch gelten.
Nicht ebenso dagegen stimmen die mor-genländischen Tauf.-S. mit dem römischenüberein, Anlage und Anordnung ist wolauch bei ihnen dieselbe. Auch treffen dieWorte mehrfach zusammen. Aber nichtweniger gross als die Uebereinstimmungist die Verschiedenheit. Sie haben alle,bald mehr, bald weniger, antihäretischeZusätze. Einzelne Glieder haben in ihnenbisweilen eine freie Form oder eine vonder gewöhnlichen abweichende Stellung.Man nimmt ferner wahr, dass einzelne