Symbole.
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Glieder ganz oder theilweise fehlen, wäh-rend umgekehrt neue eintreten. Besondersmögen noch folgende Eigentümlichkeitenbemerkt werden. Die orientalischen S.haben fast alle 1) ,7uaTE6op.sv‘ (im Plural)statt des abendländischen ,credo 1 ; 2) setz-ten sie vor ,{)sov‘ und ,xuptov l ein ,2va‘ ein,meist auch ,?v‘ vor ,ayiov 7tvEÜpta‘ ; 3) fügensie dem ,Dsi»v iravroxpaTopa 1 in der Regelein ,~ocr)Tr;v oöpavoü xal p)c‘ bei; 4) imArtikel vom Sohn steht das ,xuptov* (meistohne ,fj|juuv‘) an der Spitze, während das,dominum nostrum 1 in den abendländischenSymbolen den Schluss bildet, bezw. auf,filium eius unicum 1 folgt; 5) das ,TpiVr (fjpipct* steht nach .devaaTavta", während das,tertia die 1 dem ,rcsurrexit‘ vorangeht;6) die Aussagen über den Herrn folgenals Appositionen zu ,’I. Xpwtov 1 im Accu-sativ des Participiums, im Abendland abererscheinen sie als Relativsätze; 7) bei,lxxX7)5ta‘ steht stets ,xaöoXix^‘; 8) denSchluss bildet ,£(dt;v aiumov (vgl. CaspariIII 44—88).
Was das Alter des Symbolums anlangt,so weist der Umstand auf eine sehr früheEntstehung hin, dass es in seinen Grund-zügen in der ganzen Kirche dasselbe ist.Das hohe Alter der römischen Form be-weist noch insbesondere der einfache undschlichte, gleichsam unbefangene Charak-ter. Das Fehlen der sub 2, 3, 7 u. 8 aufge-führten orientalischen Merkmale nöthigtzu der Annahme, dass das Symbolum inder römischen Kirche schon um die Mittedes 2. Jalirh. in Gebrauch war, bevor diebekannten Häretiker sich dort einfanden.Mit Wahrscheinlichkeit kann man sogarnoch weiter zurückgehen. Der öftereGebrauch von symbolmässigen Formelnseitens der apostolischen Väter (xptvcuCrnvTat xal vsxpooc, Barn. 7, 2; Polyc.2, 1; II. Clem. 1, 1; i~l Üovtiou IhXaxou,Ignat. Ad Tars. 9; ad Smyrn. 1, 2; adMagn. 11) lässt die Bekanntschaft mit ei-nem Symbol wenigstens vermuthen. DasSymbolum reicht somit in oder nahe andie apostolische Zeit zurück, und insofernliegt der Erzählung von seinem aposto-lischen Ursprung doch etwas als wahr zuGrunde, wenn gleich von einer Aufstellungdurch die Apostel selbst schwerlich dieRede sein kann (vgl. Caspari III 142bis 101).
Wie bereits angedeutet wurde, ward dasbisher besprochene Symbolum mit derZeit durch ein anderes abgelöst. Dasselbekam gegen Ende des 5. oder im Anfangdes 6. Jalirh. im südlichen Gallien aufund liegt zunächst in den pseudo-augusti-nischon, vielleicht von Caesarius von Arlesherrührenden Sermonos do symbolo (Nr.237—243 ed. Bened. XVI) vor. Es fand
aber später auch in Rom Eingang, undvon hier aus eroberte es allmälig die ganzeKirche. Doch gab die römische Kirchedas alte Symbolum nicht sofort zu Gunstendes neuen auf. Zunächst kam um 500,ohne Zweifel in Folge der Ausbreitung,die damals mit der Herrschaft der Ost-gothen und später mit der Herrschaft derLongobarden der Arianismus in Italienfand, bei der Traditio und Redditio sym-boli das nicaeno - constantinopolitanischeSymbolum in Uebung. Bei der Taufeselbst oder bei den Glaubensfragen wurdezwar immer noch das alte Symbolum ge-braucht. Wenn sich dasselbe aber so nochbehauptete, so hatte es immerhin aufge-hört, alleinige Geltung zu besitzen, undunter diesen Umständen konnte es durchdie inzwischen aufgekommene neue Formallmälig vollends um so leichter verdrängtwerden, als es bei der Taufe vielfach nurin abgekürzter Gestalt zur Anwendunggelangte (Caspari II 114, Anm. 88; III201 f.).
II. Symbolum Nicaeno-Constantinopolita-num. Dieses Symbolum verdankt, wie derName besagt, seine Aufstellung den bei-den ersten allgemeinen Synoden. Näher-hin versteht man unter ihm das Glaubens-bekenntniss, das, in Erweiterung des Sym-bolums von Nicaea, durch die Synode vonGonstantinopel 381 aufgestellt wurde. Mankönnte es somit einfach Constantinopoli-tanum nennen. Auf der andern Seiteheisst es aber als Erweiterung des nicae-nischen Glaubensbekenntnisses nicht selteneinfach Nicaenum. Ursprünglich liegenindessen immerhin zwei S. vor, das nicae-nisclie und das nicaeno-constantinopoli-tanische, und so ist zuerst jenes näher zubetrachten.
Das nicaenische Symbolum wurde durchden Gegensatz der arianischen Häresieveranlasst, und durch diese Veranlassungist seine Eigenthümlichkeit bedingt. DaArius den Sohn für ein Geschöpf erklärte,wurde der zweite Artikel des Glaubens-bekenntnisses dahin erweitert und näherbestimmt, dass die göttliche Wesenheit desSohnes zum bestimmten Ausdruck kam, undam Schluss, unmittelbar nach den Worten,x<xl e?c t 6 ayiov Ttvsüpwc, über die arianischenHauptsätze das Anathem gesprochen ward.In jener Beziehung bekannte die Synodeden Sohn als .yswTjflsvTa ix toü itaxpo;|xovoy£vr), xouxsaxiv lv. ry; ouala; xoü ttoc-xp&j, flsiv ix >koü, 'peile ix cptuxoc, Deov aXr]-lhviv Ix 9eoü äXir)i)ivoü, y£W7)l)£vxa, oo trj-Osvxa, op.oou3tov xa raxpt, 3i’ ou uavraiyiveTO, Ta te iv Ttn oopavtö xal Ta iv ri) yfj,xiv 8i fjpLäj toui avflpcuKooj xal oia Trjv fjps-Tspav acDT^plav xaTEXOovTa 1 .^ Der Schlusslautet: ,touc ö! Xiyov-a;- ? ( v ttote ote oux