Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Taufe.

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(s. uns. Fig. 483). Indessen geht diesgriechische Werk gewiss nicht über das6. Jahrh. hinauf.

Den Ritus der Benediction der Turriseucharistica giebt ein altes gallicanischesSacramentar bei Mäbillon (Mus. It. I 489).Wie die Turris mit dem hl. Sacramentzum Altar getragen wurde, zeigen diegallicanische Liturgie bei Martine (Not.Thesaur. anecd. V 95) und die Notiz heiGregor. Turon. (De glor. mart. c. 86: ac-ceptaque turre diaconus, in qua myste-rium dominici corporis habebatur).

Wie lange der Gebrauch der Turreseucharisticae anhielt, ist schwer zu sagen.Im Norden Europa’s ist er seit der Ein-führung der Sacramentshäuschen undWandtabernakel in der gothischen Zeitjedenfalls verdrängt worden. In Italienhat er sich viel länger, wol bis zum17. Jalirh., erhalten. Martine berichtet,noch zu seiner Zeit seien in einer Kloster-kirche zu Tours, sowie in römischen Ba-siliken, besonders S. Clemente, S. Agnesefuori le mura, S. Lorenzo fuori le mura,solche (an Ketten) aufgehängte Turres ge-sehen worden; und Martigny 2 189 machtdarauf aufmerksam, dass in der That un-ter der Kuppel des Ciboriums in diesenKirchen noch ein eiserner Haken bemerktw ird, an welchem diese Ketten befestigtw aren. kkatjs.

TAUFE. 1) Die T. ist als das erste undnothwendigste aller Sacramente, ohne wel-^nes nach der Lehre des ChristenthumsNiemand, auch nicht das eben geboreneKind, gerettet werden kann, es sei denn,nass er durch brünstiges Verlangen odernurch Vergiessen des Blutes für Gott (bap-'snius fluminis, flaminis, sanguinis) sie er-?ntzt, ei n specifisch christlicher Weiheact.* e Gelehrten haben vielfach mit grossem

eisse die verschiedenen Namen gesam-^ eit, welche sich in den alten Quellennr die T. vorfinden (so z. B. Vicecomesj ba Pt. 3—5; Bingham TV 138—153;f Ur f! slt Archäol. VII 4—26; Siegel Ilandb.^ Alterth. IV 455—460). Indess sind nur)• ®, ril ? e dieser Bezeichnungen als eigent-zuf 16 Un< ^ ständige Namen der T. auf-assen: baptisma, cpnraap.6?, illuminatio,( i ■ nera ti°, -oAt-fj'EVEata, die gewöhnlichen,fifi 2 ' 1 ^ enova tio (Zeno II 33), sacramentumdom' (Am?. Ep. 98, 10), sacramentumfri ; lnieae passionis ( Pacian 3), acceptiomehren ^ nscr ' 566). Alle andern sindhäufi e °^ erwen '^ er willkürliche, wenn auch(j er “.gebrauchte, Umschreibungenvo n ?^ ei Kliehen Namen, hergenommen

t>erech 6n i ” r * r ^ Un ^ eD UTU * nur ( t arau ^das ne t» nm der Disciplina arcani willen’ as damit angedeutet war, vor Un-

eingeweihten zu verhüllen, wie ulofisala,(jcppafk avE7tr/sipr)-cK (Basil . De bapt. 1),äi)pauc;roc crypccp? ( Const. apost. III 16),xdllapai? dpapTuov, ä/pETt? "Xr ( ]j|i.sX7)p.dTu>v,dvaicXoKJi?, xaflapt^piov tcuv 'LoyöW, atppafl?v?)? rdax ecdC, xrj? aX-qlkia?, v-pporp; £s5~ot'.xt],6Spov, yapicjpa xuptoo, TsXslwat?, teXett) u. s. f.Andere Bezeichnungen in grosser Mengebei Clem. Al. Paedag. I 6; Cyrill Pro-cat. 16; Greg. Naz. Or. 40, 3. 4; Basil. Ins. bapt. n. 5. Die unnöthig heftige Con-troverse über die Abhängigkeit unserer T.von der jüdischen Proselyten-T. undvon der Johannes-T., welche eine so rie-sige Litteratur (die letzte Hauptschrift vonSchneckenburger, 1828) hervorgerufen hat,verdient bloss geschichtliches Interesse.Das Christenthum hat gar viele religiöseRiten, welche es vorfand, aufgenommenund ihnen seine eigenen Ideen untergelegt.Was soll daran Auffälliges sein, zumalwenn es sich um eine Ceremonie handelt,deren symbolische Bedeutung so selbst-verständlich, ich möchte sagen, so all-gemein menschlich ist wie diese hier?Dass aber im A. B. bei der Aufnahmevon Proselyten unter das Volk der Judenausser Beschneidung und Opfer auch einBad muss angewendet worden sein, er-giebt sich aus dem Buchstaben und Geistedes ganzen alten Gesetzes, obgleich dasletztere hier nicht ausdrücklich befohlenist. Bei den Frauen musste naturnoth-wendig noch grösseres Gewicht auf dieseT. gelegt werden, da hier nicht, wie beiden Männern, der besondere Ritus derBeschneidung alle Aufmerksamkeit aufsich zog. Da aber die Proselyten zumgrössten Theile dem weiblichen Geschlechtzugehörten, musste nach und nach derT. immer grössere Bedeutung zukommen.Immerhin aber mögen die Vertheidigerder andern Richtung darin Recht haben,dass bis nach dem Falle des Tempelsdieses Bad mehr die Bedeutung einer Rei-nigung als Einweihung hatte, und dasserst, als auch das Opfer aufhörte, undvielleicht auch aus Eifersucht gegen dasChristenthum, um diesem seinen Ein-weihungsritus nicht als alleiniges Eigen-thum zu belassen, demselben eine grös-sere Wichtigkeit als Einweihungsact bei-gelegt wurde.

2) Von der Zeit an, da der Katechu-menat seine Entwicklung gefunden hatte,waren bestimmte Tauftermine noth-wendig. Die Haupttaufzeit war Ostern.An diesem Tage, sagt Ambrosius (Exhort,virg. c. 7, 42), wird auf der ganzen Erdedas Sacrament der T. gespendet. Sowar es schon zu Ende des 2. Jahrh.(Tertull . De bapt. 19; Const. apost. V 19;Orig. Sei. in Ps. 118, II 796) und viel-