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Taufe.
sons, 12 der unten erwähnte Sarkophagdes Iunius Bassus. Man sieht gewöhnlichin diesen Darstellungen die T. Christi,wegen der ganz charakteristischen Figurdes Täufers, verbunden mit der meistenserscheinenden Taube. Christus ist aufallen ohne Ausnahme von knabenhafter Ge-stalt und steht nackt neben oder bis an dieKniee in dem von einem Felsen aus derHöhe, auf dem Sarkophag aus Madrid ausden Wolken herabfallenden Wasser. DieArme hängen zwanglos am Körper herab;nur auf dem an dritter Stelle angeführtenMonument aus Arles sind sie erhoben, nachGarrucci (1. c. Y 77) auf die Taube hin-deutend. Woher die dem Text der hei-ligen Schrift (Luc. 3, 23) widersprechendeKnabengestalt des Heilandes? Le Blant(1. c. 27 u. 28) scheint eine Beziehung aufdie als Infantes und Pueri im geistigenSinne bezeichnetenNeophyten, selbst wennsie erwachsen waren, nicht ganz auszu-schliessen. Auch Garrucci (I, Teorica 370)lässt diese sehr passende Erklärung zu,ist aber eher geneigt, hier denselben Grundanzunehmen, der die Künstler bewog, beiWunderheilungen den Geheilten eineknabenhaft kleine Gestalt zu geben, umnämlich die Hauptfigur mehr hervortretenzu lassen. Dieser Grund gilt jedenfallsbei diesen eher als bei den Taufbildern.Das Herabfliessen des Wassers aus einemFelsen ist so stereotyp, dass man wolannehmen muss, der Gedanke an denmystischen Felsen, aus dem der Gnaden-strom fliesst, der sich in der hl. T. denGläubigen eröffnet, habe dabei dem Künst-ler vorgeschwebt. Ueber den Täuflingschwebt auf allen ganz erhaltenen Dar-stellungen, den Sarkophag aus Ancona beiGarrucci (tav. CCCXXVI ’) allein ausge-nommen, die Taube nieder. Der Künstlerfasst nämlich, wie es so häufig der Fallist, die einzelnen sich folgenden Momenteder Handlung in eine Scene zusammenund lässt die T. noch während der T.selbst (gegen den Text bei Matth. 3, 16)erscheinen; einmal sogar sieht mit einemGestus der Verwunderung (nach GarrucciV 77 zu tav. CCCLI) der Täufer auf siehin. Dieser ist meist in ein Thierfell oderein Pallium, welche die rechte Schultermit dem Arme freilassen, gekleidet undausserdem durch langen Bart und Haar-wuchs charakterisirt (s. d. Art. Johannesder Täufer II 62). Zweimal jedoch (aufden Sarkophagen aus Soissons und ausArles 1. c. pl. 1 2 ) ist er ausnahmsweisebartlos und in Tunica und Pallium ge-kleidet. Den Taufact vollzieht er jetzt aufdem erstgenannten römischen Sarkophag,indem er das herabfliessende Wasser in eineSchale auffängt, um es auf das göttliche
Haupt des Täuflings zu giessen; alleinder obere Theil des Körpers des hl. Jo-hannes mit dem rechten Arm und derSchale sind in Marmor, das in die Schalefallende Wasser in Stuck restaurirt, undStrzi/gowski schliesst aus der Analogie derübrigen Monumente (a. a. 0. 6), dassdie Restauration falsch sei; denn aufallen anderen, soweit man es constatirenkann, legt er dem Erlöser die Rechte,einmal (Le Blant pl. XII 3 ) die Linke aufdas Haupt. Dieser Ritus ist ganz denSchilderungen der Väter entsprechend (s.mehrere Citate bei Garrucci I, Teorica369 u. 370). Es sei gestattet, die folgendeStelle einer Ilomilie Gregors von Antiochienanzuführen (bei Mai Nova PP. bibl. II555), worin er den hl. Johannes so spre-chen lässt: ,non sum dignus solvere cor-rigiam calceamenti tui, et quomodo con-tingam sanctum caput tuum? quomodoextendam dexteram super te, qui extendiscoelum sicut pellem? quomodo expandamserviles digitos meos divino tuo vertici?Darauf erst erwähnt er das Abwaschen,das doch das Wesentliche bei dem Ritusist. Ausser den zwei Hauptpersonen er-blicken wir auf einigen Darstellungen nocheine dritte (Le Blant pl. V; Garrucci tav.CCCXXVI*), welche der Scene beiwohnt.Le Blant (p. 28) denkt dabei an einenEvangelisten, Garrucci (V 77) an einenPropheten, vielleicht Isaias (nach Matth-3, 3). Zwei Sarkophage aus Neapel (Ciatn-pini Vet. mon. II, tav. IV u. V) lassenwir unberücksichtigt, da deren Echtheitnicht feststeht (s. Corblet 1. c. II 574—575)-Hingegen ist Gestalt und Stellung derzwei Figuren der letzten Gruppe auf einemSarkophag aus Acre-sur-l’Adour (Garrucci-tav. CCCI) ganz dieselbe, wie auf den bis-her besprochenen Monumenten. Sogar dieTaube schwebt hernieder, nach der Ab-bildung Garrucci’s in den Aesten ein 63Baumes, weshalb derselbe darin die Er*Schaffung Adams findet. Andere jedoch(Corblet 1. c. II 570) sehen eine Taufsceuedarin; Le Blant’s demnächst erscheinendeWerk über die Sarkophage Frankreicn^wird wol die Frage aufklären. Zum Schlu ^erwähnen wir noch zwei interessantemische Monumente, auf welchen I^ irlS j: eunter der symbolischen LammesgestaltT. empfängt. Dies geschieht auf demkannten Sarkophag des Iunius Bassus 1d. Art. Lamm II 266), indem ein andeLamm, der Täufer, ihm den Fuss aHaupt legt, während aus dem Scbm ader Taube Wasser auf dieses herab'
Auf einem andern (de Rossi Bull. ^10 — 11), aus dem Manuscript des Ph 1 • - rWinglie bekannten Sarkophag s01 p^ ss endas mystische Lamm allein, mit den h