Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Te Deum.

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nismus und andere Häresieen zu schützen,das hymnen- und psalmenartige Glaubens-bekenntnis im T. D. zusammenstellte unddass er dasselbe ,secundum morem orien-talium partium' bei den feierlichen Per-vigilien singen liess, vielleicht erstmalsin einer Ostervigil, woraus die citirte Le-gende entstand. Wenn sich Papst Coe-lestin auf dem römischen Concil 430, umden Nestorius zu widerlegen, auf die Hym-nen des Ambrosius beruft, so bot ihm dasT. D. das beste Zeugniss.

2) Der Erste, welcher unser Lied mitNamen anführt, ist Caesar ins von Arles(527), der in seiner Regula c. 21 sagt:omni dominica sic dicatur (nämlich invigiliis oder im Nachtofficium), Te Deumcum Gloria in excelsis {Migne LXVII 1102).Es folgt um dieselbe Zeit Benedict , wel-cher den Hymnus c. 11 mit T. D., c. 9.12. 13. 17 mit Ambrosianum bezeichnet.Aurelian von Arles (f 545) schrieb in demOrdo psallendi, der seiner Regula ad mo-naehos angehängt ist, für jeden Sabbath(omni sabbato ad matutinos) das T. D.vor, für den Sonntag nur das Gloria{Migne LXVIII 396). Columban (f 615),der Gründer von Bobbio, das mit Bangorin Verbindung stand, nennt zwar wederdas T. D., noch die biblischen Cantica;aber das Antiplionar von Bangor (s. u.)setzt genau wie Caesarius für die Matutinan: canticum cantemus Domino, benedictiotrium puerorum (= benedicite), hymnumm die doniinico: laudate pueri, te Deumiaudamus. Vom 8. Jahrh. ab sind dieZeugnisse zahlreich.

3) 0 o m p o s i t i o n. Der Lobgesang ent-hält 29 Verse (abgerechnet die angehäng-ten Versikel und Responsorien). DavonWeisen die 10 ersten Verse enge Ver-wandtschaft mit der Präfation und derJacobus-Liturgie nebst dem Trisagion (Is.

3) auf, das hier als Vers 5 und 6 er-scheint; überdies stehen V. 7—9 fast wört-lich im Schlusskapitel von Cyprians DeMortalit. (illic, nämlich in eoelesti patria,apostolorum gloriosus cliorus, illic proplie-tarum exsultantium numerus, illic marty-rum innumerabilis populus), was KrausLehrb. d. K.-G. 2 123 zuerst bemerkt hat.Ferner sind in den ersten 21 Versen, demei gentlichen T. D., die Anklänge an ein-zelne Sätze des Gloria und des Credo un-verkennbar, wie denn der ganze HymnusLobgesang (canticum) und Glaubensbe-. ® nn iniss (symbolum, confessio) zugleichlst ‘ Bas Rex gloriae des V. 14 erinnertan Ps. 23. Die Verse 22—29 sind, mitAusnahme von V. 26 (Dignare, Domine),Libelcitate: V. 24 und 25 aus Ps. 144, 2UJavidisches Loblied); V. 27 aus Ps. 122, 3;V- 28 aus Ps. 32, 22 und V. 29 aus Ps.

30, 1. Also ist dieser Abschnitt eigentlichein Psalmen-Cento. Aus allem dem er-hellt, dass von einer originalen Dich-tung beim T. D. nicht die Rede sein kann.Der Verfasser (oder die Verfasser), werer auch sein mag, hat ans liturgischenGebeten oder Gesängen und aus Psalmendiese Confessio Trinitatis (confiteri heisstbekennen und lobpreisen) zusammenge-stellt, um dem Volke ein correctes Sym-bolum in Liedform an die Hand zu geben,wie es scheint, als Schutzmittel gegenactuelle Häresieen — ein Verfahren,das wir in analoger Weise im Orient be-obachten. Gerade dieser Umstand dürfteauf Ambrosius weisen. — Im zweiten Theil(V. 22—29) zeigen die Handschriften mehr-fache Umstellungen der Verse und Varian-ten. Oefter endet der Hymnus mit V. 21,woran sich unmittelbar der Versikel Be-nedictus es reiht. Der Cod. Vatic. 82 (einalter römischer Psalter) lässt auf V. 21die Verse 24. 25. 22. 23, dann Benedictuses folgen, es fehlen somit V. 26—29; derCod. Vatic. Alex. XI (= Reg. XI der Kö-nigin Christina) scliliesst nach V. 23 mitBenedictus es^und Dignare, Domine, über-geht also V. 24. 25. 28 und 29. Einedritte Combination weisen zwei altirischeHandschriften auf. Das Antiplionar vonBangor ( Migne P. L. LXXII 587), jetztin Mailand, hat am Schlüsse nur die Verse22. 23. 24. 25 und 28. Der Eingang lautet:laudate pueri Dominum, laudate nomenDomini (Ps. 112, 1). Auch anderwärtstreffen wir öfter diesen einleitenden Vers.Die zweite irische Version bei Todd Bookof Hymns 19. Eigenthümlich sind diesenzwei irischen Formen auch die Schluss-zusätze. Die eine endet mit: te Patremadoramus aeternum, te sempiternum Fi-lium invocamus teque Spiritum sanctumin tua divinitatis substantia manentemconfitemur; tibi uni Deo in Trinitate de-bitas laudes et gratias referemus etc.Aehnlich das Bangor-Antiphonar. In die-sen Schlussformeln tritt die Confessio Tri-nitatis noch deutlicher hervor. Auch dieUeberschriften wechseln; häufig lautensie: hymnum dominicale (Sonntagshym-nus); so Älcuin De usu Psalm. ( MigneP. L. CI 468. 469); häufiger Hymnus indie dominico (-a), Hymnus Domini, Lausangelica.

4) Kirchliche Verwendung. DasT. D. ist, technisch gesprochen, ein Can-| ticum. Ueber dieses vgl. R.-E. II 535.Als solches nahm der hl. Benedict das-selbe in das Nachtofficium (vigiliae) derSonntage auf: lieg. c. 11: post quartumresponsorium (d. i. nach der 3. Nocturn)incipiat abbas hymnum T. D., und zwarl schrieb es der Patriarch für alle Sonn-