Band 
Zweiter Band. I - Z.
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T£ 33 ctp 23 vtatOEy.aTit 2 [ — Tesserae.

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TE22APE2KAIAEKAT1TAI ( Conc. Laodic.c. 7, ygl. Epiph. Haer. L), Quartodecimani(auch TSTpaSirat, Conc. Oecum. II), die An-hänger der kleinasiatischen Praxis in Be-zug auf die Feier des Osterfestes, s. d.Art. Ostern II 565.

TESSELUS, ein viereckiger Lappen, denman zur Erwärmung des Magens aufblossem Leibe trug. Messiani Vita S. Cae-sar» Arelat. bei Mabillon Act. ss. ord.Bened. I 672; Ducange i. v.

TESSERAE gladiatoriae, theatrales, mis-siles, frumentariae sind öfter in den Kata-komben gefunden werden.

Von Gladiatoren-T. haben Boldetti 515;C. I. L. 1, n. 773 eins aus dem J. 71n. Chr. notirt, zwei andere aus dem J. 52v. Chr. und 42 n. Chr. verzeichnet Marinials in der Villa Pamfili ,nelle catacombe 1gefunden. De Rosst erörtert R. S. III 587eingehend, wie diese T. in die Coeme-terien gelangt sein können; der nächsteGedanke ist jedenfalls, in ihren Segnizu sehen, mit denen die Loculi bezeichnetwurden. In die Kategorie der mit Ziffernversehenen Missilia, welche die Kaiser,besonders Nero, unter das Volk warfen,und wo die Zahl den anzuzahlenden Bei-trag angab, gehören verschiedene R. S.III 589 und bei Boldetti 512. 516 verzeich-nte Krystalle und scpaipa. Knöcherneoder elfenbeinerne T. mit tragischen Mas-ken, Thierköpfen etc. notirt Boldetti 106bis 509. Zwei, welche wie die Gladia-toren-T. am Halse getragen wurden undInschriften zeigten, s. Boldetti 509. T.frumentariae, die als Marken bei Verab-folgung von Getreide dienten, theilweisenüt Inschriften (eine mit BRITTORYM

vgl. Plaut. Paenul. Act. V sc. 2; Tert. Depraescr. c. 36 spielt auf solche Sitte an.Tomasini’s c. 25, p. 176, in welchem ,dehospitalitate Christianorum primaevi sae-culi‘ gehandelt wird, führt indessen keinechristlichen T. dieser Kategorie auf. Da-gegen glaubt Martigng 755 f. in den vonBoldetti 506—509 abgebildeten T. der-artige Unterpfänder der Hospitalität er-j blicken zu dürfen, ebenso bei Millin Midii de la France 61. Atl. pl. XXII 3 .i Die Sitte, T. bei Gastmählern den Freun-den und Convivalen zu schenken, sollnach Lamprid. Vit. Eliogab. von dem Kai-ser Ileliogabal aufge-bracht worden sein(vgl. Boldetti 509).

Ein von Boldetti (519,tav. VII 70 ; s. uns.

Fig. 491) publicirtesElfenbein-Ei mitden Köpfen zweierFreunde und demMonogramm Christi,sowie der Umschrift:

DIGNITAS AMICQ-RVM VIVAS CVMist allem Anscheindieser Gattung.

Eine eigene Klasse von T. waren diemilitärischen, welche unserer heu-

Fig. 4i)l. Tessera (Bol-detti 514, tav. VII»).

TVIS

nach

FELICITERein Denkmal

und ^j^), erörtert de Rossi a, a. O. 589 f.

Das Museo crist. im Vatican besitzt meh-rere derartige T.; ein anderes mit Anker,zwei Fischen und AC0, welches 1874 inLille ausgestellt war, ist oben I 408 unterden Elfenbeinen aufgeführt.

Jac. Phil. Tomasini hat in seiner viel-fache Belehrung bietenden Schrift Detesseris hospitalitatis Liber singularis (Am-stelodami 1670, 18°) die Tabellae oder T.erörtert, welche als Denkmäler antikerGastfreundschaft orhalten sind und welcheman. sich im Alterthum schenkte, um sichoder die Seinigen an früher gepflogenegastfreundschaftliche Beziehungen zu er-innern ; der Scholiast zu Eurij ). Medeav. 613 bestätigt, dass man beim Abschiedsolche T, zu wechseln und in zwei Stückezu brechen pflegte, an deren Zusammen-passung man sich später erkannte. Man

j tigen Parole entsprachen {Vegetius II 7:I praeceptum ducis quo vel ad opus vel| ad bellum movetur exercitus) und deren| in den Acta Martgr. einigemal Erwäh-j nung geschieht (vgl. Ruinart 214. 310), soin den Act. S. Cypr. und S. Maximilianij (ego Christianus sum, non licet mihi plum-' bum collo portare post signum salutarej Dei mei I. C.).

Die Nothwendigkeit, sich bei Reisenüber seine Rechtgläubigkeit und Zuge-hörigkeit zur Kirche auszuweisen (vgl.Rufin. Expos, symb. ad Lactant. § 11:si forte occurrerit quis de quo dubitetur,interrogatus, symbolum prodat si sit ho-stis vel socius), scheint ausser der üb-lichen mündlichen Recitation des nur denFideles bekannt gegebenen Symbolumsund ausser den Litterae formatae (s. II307) auch zuweilen die Vorweisung vonT. bedingt zu haben; ebenso wenn A T er-trauenspersonen den Confessores in dieKerker geschickt wurden, um sie zu trö-| sten oder ihnen das Sacrament zu über-bringen. Martigng 757 unterstellt, dassauch hier T. gedient haben, was ich fürwahrscheinlich halte, wofür aber ein Be-leg fehlt. Ein von Fabretti (536, n. XLVIII)publicirtes Petschaft, mit Daniel zwi-schen den Löwen, Sonne und Mond über' den Thieren, dazu eine schwer zu erklä-rende Inschrift ( ministerium Aemillius et