Band 
Zweiter Band. I - Z.
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863
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Thüren.

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1) Kreuzigung: der Erlöser zwischenden zwei Schächern; vgl. oben II 240.

2) Christus erscheint zwei Frauen, diedrei Gestalten sind durch eine Pinie undEiche (?) getrennt. Garrucci vermuthetdie Scene Matth. 28, 9.

3) Anbetung der Weisen, im Hinter-gründe eine aus Quadersteinen aufgeführteMauer.

4) Christus mit einfachem Nimbus zwi-schen zwei ebenfalls mit Nimben ge-schmückten Personen, alle bartlos. NachKondakoff Petrus und Paulus, wie sie ausChristi Händen das Gesetz empfangen;besser entspricht Garrucci’s Deutung aufdie Transfiguration.

5) Christus bärtig, mit Monogramm undA(0, lehrhaft vor zwei männlichen Gestal-ten, wol, wie Kondakoff übereinstimmendmit Garrucci annimmt, eine der Erschei-nungen des auferstandenen Herrn an dieJünger. Im Hintergründe wieder eineMauer.

6) Ein Engel, geflügelt, erscheint zweiverhüllten Frauen; im Hintergrund einGemäuer mit Fronton. Also die Frauenam Grabe.

7) Christus sagt dem Petrus die Ver-leugnung voraus (Matth. 26, 34); im Hin-tergrund wieder ein Gemäuer, das demCoenaculum diente; vorn die typischeSäule mit dem Hahn.

8) Der Engel ergreift Habakuk, welcherdrei gekreuzte Brode auf einem Tellerträgt. Hintergrund eine Landschaft miteinem Baum und einem Hirten, der voneinem Hund und zwei Schafen begleitet ist.

9) Pilatus, der sich die Hände wäscht,und Christus, welcher zum Calvarienberggeführt wird, ein Kreuz tragend.

10) Jesus vor dem Hohenpriester Kai-phas.

Folgen die grossen Compartiments, wel-c ue theilweise wieder in je drei überein-ander stehende Felder eingetheilt sind:'Vunder des Herrn, chronologisch geord-net, und zwar, wie es scheint, von untennach oben.

I. a) Das Wunder der Hochzeit vonKana; b) das Wunder der Brod- undt ischvermehl'ung; c) Heilung des Blind-gebornen; letzterer mit einem Stab untereinem. Gebäude. Die Erklärung scheintmir nicht unbestreitbar.

T tt* 1 ) ^ 0SGS ’ der an < l en Felsen schlägt,. ) e HunJ Gottes von oben herabreichend;J drei Juden an einem Tische, welchetanna essen, rechts und links s.olche,welche es aufgoleson. So Garrucci, wolniit Recht, während Kondakoff die dreiJ’^nl . bei Abraham dargestellt findet.V re ' Juden an einem Tisch essen diei men auf Moses’ Bitten von Gott gesandten

Wachteln; d) Moses auf dem Felde ste-hend und betend, Gottes Hand über ihm.

III. Himmelfahrt des Elias, unten Eli-saeus und zwei Feldarbeiter, welche dasWunder anstaunen. Stil ganz verschiedenund der Darstellung des Habakuk n. 8ähnlich.

IV. Himmlische Verkündigung des Dog-ma’s durch Christus selbst, der inmitteneiner runden Guirlande steht, jugendlich,bartlos, ohne Nimbus, zwischen dem ACO,

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in der Linken ein Spruchband mit X

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(wol IX0YC). Darunter, unter einem ge-wölbten Himmel mit Sonne, Mond undSternen, eine Personification der Kirche,eine ihr Staunen ausdrückende Matronezwischen den Aposteln Petrus und Paulus,welche ihr ein in einen Kreis eingeschrie-benes Kreuz über das Haupt halten —von Garrucci mit Recht bezeichnet alseine Idea nobile e maestrevolmente ese-guita. Auch Mamachi und Kondakoff sahenhier die Kirche, meinten aber irrthümlicheine Krönung derselben durch das Apo-stelpaar — entgegen aller kunstgeschicht-lichen Tradition — annehmen zu sollen.

V. a) Moses hütet die Schafe des Je-thro; b) Moses vor dem brennenden Dorn-busch; c) Moses vor dem Herrn, der ihmdie Befreiung seines Volkes aufträgt.

VI. Zacharias betet vor dem Tempelvon Jerusalem (der als Prototyp der KircheChristi das Kreuz trägt), als ihm der En-gel erscheint; unten harrt das Volk aufsein Gebet.

VII. a) Unten: Moses spricht vor Pha-rao (nicht Aaron, wie Kondakoff meint),zwischen beiden zwei Schlangen; es fehltdie Fortsetzung Exod. 7, 12; b) der Durch-gang durch das rotlie Meer; c) oben dieFeuersäule und die Hand Gottes.

VIII. Himmelfahrt Christi; der Herrvon drei Engeln in den Himmel aufge-nommen, unten vier Apostel staunend.

Die zwischen 9 und 10 gelegenen, so-wie die unter denselben geordneten viergrossen und vier kleinen Felder sind leer;vermuthlich sind die hierher gehörigenScenen zu Grunde gegangen.

Die älteste Beschreibung dieser berühm-ten und in ihrer Art durchaus einzigenHolzthüre lieferte Mamachi (Annal. ord.praedicatorum, Romael756, I 569), indemer eine Skizze der Darstellungen beifügte.Schon Mamachi bemerkte die Ueberein-stimmung derselben mit den altehristlichenSarkophagreliefs und setzte sie ins 6. bis7. Jahrh. Odescalchi (Giorn. accad. 1836IV 363—365), wie neuerdings Rohault deFlenn/ (L’evangile, etudes iconogr. et ar-cheol., Tours 1874, I 122, pl. XXXVIII.