Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Thiiren.

Ende ihre Stelle hatte. An der Aussen-seite der Eingänge hingen häufig Vor-hänge (s. d. Art. Vorhang), wie sie jetztnoch in Eom allgemein gebräuchlich sind(Epiphern. Ep. ad Ioan. Hierosol. Opp. ed.Petav. II 312; C’onc. Ncirbon. 589, c. 13).Dieselben dienten theils wol dazu, dasstörende Oeffnen der Thüre während desGottesdienstes unnöthig zu machen, theilsaber auch zum Schmuck. So erwähnt derhl. Paulinus Nol. (Poema XIV, v. 98, ed.Migne Col. 467) unter den Zurüstungenzum Schmuck der Kirche In die natal. s.Felic.: aurea nunc niveis ornantur liminavelis. Diese Vorhänge waren bald ,purosplendido lino‘, bald ,coloratis textum fu-cata figuris 4 (Paulin. Nol. Poem. XVIII,nat. VI, v. 31. 32), bald ,holoserica‘, bald,vela Tyria cum perielysi fundata 4 , bald,rubea‘ (Lib. pontif. In Leone III). DieT. selbst wurden theilweise sehr prächtighergestellt; so erzählt der Lib. ponlif. InHonor. I (625—638): investivit regias ia-nuas in ingressu ecclesiae [Vaticanae]maiores, quae appellantur medianae exargento, quae pensant libras noningentasseptuaginta quinque. Auch Erz-T. kamenvor; nach dem Lib. pontif. In Hilar. liessdieser Papst solche für das Oratoriumdes hl. Johannes d. T. im lateranensischenBaptisterium verfertigen. Eine eiserneThüre sah Boldetti an einer Kapelle derKatakomben. — An Festtagen wurden dieT. mit Kränzen geschmückt: spargite floresolum, praetexite limina sertis (Paul. Nol.Poem. XIV, v. 110, ed. Migne Col. 467).Die Thüre galt den alten Christen im An-schluss an die hl. Schrift als ein SymbolChristi (Melito v. Porta u. Ostium in Spie.Solesm. III 193 sqq.; Nilus sen. ibid. III398); ein altes Basrelief von vergoldeterBronce, welches in der Kirche S. Mariadella Monterella gefunden wurde, zeigtunter einem Throne eine Thüre, in wel-cher ein Lamm mit dem Kreuze steht,und giebt die Deutung durch die beige-setzte Inschrift: EGO SVM OSTIVM ETOVILE OVIVM (Lupi Dissert. e lett. I262; de Possi Bull. 1872, 135). Insbeson-dere hatte die Kirchenthüre diese sym-bolische Bedeutung. Der Thürbogen deralten Kirche S. Giorgio zu Mailand enthältzu beiden Seiten des Monogramms Christidie Inschrift: IANVA SVM VITAE ■ PRE-COR OMNES INTROVENITE • PER METRANSJBVNT • QVI COELI GAVDIAQVAERVNT • VIRGINE QVI NATVS •XVLLO DE PATRE CRBATVS • INTRAN-TES SALVET • REDEVNTES IPSE GV-BERNET. Die Dreizahl der Kirchen-T.war ein Symbol der hl. Dreifaltigkeit:alma domus triplici patet ingredientibus areatestaturque piam ianua trina fidem.

Una fldes trino sub nomine quae colit unum

unanimes trino suacipit introitu.

(Paulin. Nol. Ep. 32, al. 12, ad Sever. n.13. 15, ed. Migne Col. 337. 338). Seitdem 4. Jahrh. wird die Iiauptthüre derKirchen, später auch anderer bedeutenderGebäude Regia (ßasdi'xrj) genannt (Dacnngei. v. Regiae; Eomoeyd In ep. 12 s. Paul.Nol., ed. Migne Col. 816 sq.). heuser.

II. Fores clatratae sind uns aus demchristlichen Alterthum einige erhalten,welche zum Verschluss von Gräbern dien-ten, wie die früher zu einem heidnischenGrabe gehörige, später zu dem des Seve-rus, Diakons des P. Marcellinus (296—304),in S. Callisto verwandte (Bull. 1880, 152,tav. XI 2 ); weiter die schöne, mit dem Mo-nogramm Christi gezierte Steinthüre einesMausoleums zu Henehir Zoni in Constan-tine (Villefosse Bull, des antiq. de France1878, 157; Bull. 1880, tav. XI 1 ); die nochreichere, ebenfalls mit doppeltem Mono-gramm und ACD gezierte Thüre von demMausoleum des Diogenes zu Hass in Sy-rien vom Ausgang des 4. Jahrh. (de VogueSyrie centr., Arch. pl. LXXI; vgl. de PossiBull. 1880, 153, tav. X 2 ). Andere reliefirteStein-T. aus Syrien publicirte de Vogue1. c. pl. LXXXI. LXXXIII.

Das einzige uns noch erhaltene Exem-plar einer altchristlichen Kirchenthüre vonhervorragendstem Kunstwerth ist wol dasin Holz geschnitzte Portal von S. Sa-bina in Rom. Diese Thüre besteht auszwei Flügeln aus Cypressenholz, welchezehn kleine Felder von 0,33 m Breite zu0,24 m Höhe und acht grössere von der-selben Breite und 0,80 m Höhe um-schliessen. Die Umrahmung ist von einemandern Holz und einer spätem Epoche.Die Darstellungen bieten:

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