8u3taaT7]ptov — Titulus s. crucis.
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überall, auf den Märkten, an den Brun-nen, auf allen Gassen, Idole aufgestelltwaren, denen man zu opfern oder Weih-rauch zu streuen gezwungen wurde. Wiegrossen Eindruck diese Phase der Ver-folgung auf die Christen gemacht hatte,geht daraus hervor, dass eine Inschriftvon Teveste (Bull. 1875, 163; die Datirungeiner Martyrerpassion geradezu mit demAusdruck IN DIEBVS TVRIFICATIO-NIS giebt. kraus.
0T2IA2THPION, ursprünglich der Altar,dann auch der Altarraum innerhalb derCancelli ( Socrat. I 25; Theodorei. I 14;Conc. Laod. c. 44: o~i ou M ywawaf iv xü9u<jiaarr)pta) zhigyeaiiav Trull. c. 69).
Fig. 498.Tintenfass.
TINCTIO, Bezeichnung der Taufe, s.Taufe II 827, n. 11.
TINTE und TINTENFASS. Boldetti Os-serv. 328 berichtet, dass er in dem (da-mals sogenannten) Coemeterium S. Cal-listo ein Gefäss aus Terracotta gefunden,das er p. 329, Fig. 1 abbil-det (vgl. uns. Fig. 498) undwelches er nur für ein Tin-tenfass halten konnte. DasGefäss enthielt eine einge-trocknete Flüssigkeit, welchehei der Untersuchung pul-verisirtem Vitriol glich. Be-kanntlich bereiteten die Altenihre Tinte aus Russ, Vitriolund anderen erdigen Bestandtheilen, überWelche Dioscorus V 118 Nachricht giebt.Eine in der Nähe des Fundortes zu Taggetretene Inschrift scheint mit dieser Ma-terie geschrieben. Auch Fabretti (Inscr.E°m. c. 8, 579) und Lupi (Epit. Sev. 38)sprechen von solchen mit Tinte aufgemaltenInschriften, von denen Letzterer eine in8. Ermete, eine andere auf einer Marmor-tafel im römischen Seminar gesehen, wel-che er 1. c. abdruckt (FLORENTINO etc.).A-n einem Arcosoliumgrab der KatakombeJep S. Caterina in Chiusi sah Cavedoni(Cimit. Chius. 63) ein mit schwarzer Tinteauf dem Verschluss des Loculus aufge-schriebenes Epitaph. Eine weisse Tinte,yez. Farbe, beobachtete Marchi 112 in derInschrift eines rothen Ziegelsteines aus
Agnese.
Das Wort alramentarium (jAeXavoSo^ov)haben Vulgat. zu Ezech. 9, 2. 3. 11 undHieron. In Ezech. III 92, ed. Vallarsi.&me Anzahl noch erhaltener römischerImtenfässer verzeichnet Marquardt Hdb.
Altertli.: Privatleben der Römer
11 801- KRAUS.
TINTINNUM, TINTINNABULUM, s. d.Art. Glockensurrogate I 623.
TIRO, Bezeichnung des Katechumenen(Aug . De symb. fid. ad eatech. II 1).
TISCH DES HERRN, s. d. Art. Eucha-ristie I 433 f.
TISCHGEBET, s. d. Art. Gebet I 566.
TITULUS bezeichnet 1) die Besitz-urkunde (Aug. In Ps. 21; Gregor. M.Epist. IV 33; Ado In martyr. 29. Aug.u. s. w.; Ducange i. v.); 2) T. fiscalis, dieStaatssteuer ( Sälvian.Y etc.; Ducange ib.);3) den Grenzstein (Umes, meta, cippus,<ro}Lr), Chrysol. Serm. 154 etc.); 4) denGrabstein, wie namentlich auf Trieri-schen Inschriften: TITVLVM (oft teto-lum) POS VIT etc.; 5) das Sanctuariumoder Bema der Kirche, wol nur im MA.(Leo Ostiens. etc.; Ducange i. v.); 6) dieKirche, welcher ein Priester adscribirtist, so besonders im MA. ( Ducange i. v.).
Von Papst Dionysius wird zuerst imLib. pontif. erwähnt, dass er die römischeGemeinde in Tituli eingetheilt: hic pres-byteris ecclesias divisit et coemeteria etparochias et dioeceses constituit (§ 2; deRossi R. S. III 201); dann heisst es (ib.in Marcello § 2) von Marcellus: XXVtitulos in urbe Romana constituit quasidioeceses propter baptismum et poeniten-tiam multorum, qui convertebantur expaganis et propter sepulturas martyrum.De Rossi (R. S. III 204 f.) hat den Sinnund die Bedeutung dieser Eintheilung undihren Zusammenhang mit der Verwaltungder Coemeterien ausgiebig erörtert. Sil-vester, Damasus, Innocenz I fügten nochdrei weitere Titel hinzu. Die Ableitungdieser Bezeichnung aus dem Umstand,dass die Conventicula, d. h. die Versamm-lungsorte der einzelnen zu diesen Titelngehörenden Pfarreien, mit dem Kreuz-zeichen geziert waren (Baron, zum J. 112,auch Smith Dict. II 1966), ist sicher ganzverfehlt. kraus.
TITULUS S. CRUCIS. Wie kam Pi-latus dazu, die bekannte Inschrift an dasKreuz des Herrn zu heften? Die Fragebeantwortet sich historisch aus der römi-schen Sitte, bei der Hinrichtung entwederauf dem Wege zur Riehtstätte durch einenPraeco die Schuld des Verbrechers aus-rufen, oder aber dieselbe, auf eine Tafelgeschrieben, ihm vortragen und bei Kreu-zigung und ähnlichen Strafen an den Pfahlanheften zu lassen. Selbst die Bekannt-machung der Anklage vor Eröffnung dergerichtlichen Sitzung, wenn die Schuld alserwiesen galt, geschah durch den Herold,wie sich aus den Acten der Martyres Graec.(de Rossi R. S. III 207) ergiebt: iussitSecundinus . .. adduci Hadriam et Hippo-