Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Tractatus — Transenna.

Aegypten. Kairo besitzt in seinem Mu-seum ohne Zweifel christliche Alterthü-mer, über die indessen bis jetzt leiderjegliche sichere Notiz fehlt. kraus.

TRACTATUS, s. Predigt II 633.

TRACTORIAE EPISTULAE, s. d. Art.Litterae ecclesiasticae II 308.

TRADITIO ORATIONIS DOMINICAE, s.

Katechumenen II 151, n. 11; MysterienII 459, n. 10.

TRADITIO SYMBOLI, s. KatechumenenII 151, n. 11; Kateehetischer UnterrichtII 140, n. 6. 8; Mysterien II 459, n. 9.

TRADITOR war, wie die erste Synodevon Arles (313) zeigt, ein Christ, welcherden Heiden die heiligen Schriften oderGefässe auslieferte oder die Gläubigendenuncirte, und das bezügliche Yergehenbegegnet uns erst in der letzten Christen-verfolgung. Diocletian verlangte in seinemersten allgemeinen Yerfolgungsedict, dassdie heiligen Schriften der Christen demFeuer überliefert würden ( Euseb . H. e.VIII2), und dieses Edict veranlasste wahr-scheinlich zugleich persönliche Denuncia-tionen, indem die Kleriker, bei denen mannach den heiligen Büchern fahndete, bis-weilen andere alslnhaber derselben nannten.Vgl. Gesta apud Zenophilum bei DeutschDrei Actentücke z. Gesch. d. Donatismus(1875) 20—34. Dieselbe Folge hatte sicher-lich auch das zweite Verfolgungsedict, dasdie Einkerkerung der Kleriker anordnete(Euseb . II. e. VIII 6. 8), und die genannteSynode fand sich so bewogen, strafendgegen die Christen einzuschreiten, die aufdie angeführte Weise zu Verräthern ander Kirche wurden. Zu einer gewissenBerühmtheit gelangte die Sache durch dieDonatisten. Die Gegner Caecilians vonKarthago erklärten dessen Weihe für un-gültig, weil Felix von Aptunga, der ihnordinirte, ein T. sei, und da sie hartnäckigbei diesem Einwand beharrten, obwol dieSynode von Arles c. 13 ihn mit der Er-klärung zurückwies, die Weihe durch einenT. schade dem Geweihten nicht, so galtes vor Allem, den Thatbestand festzu-stellen. Constantin beauftragte damit denVicarius Verinus von Africa, und da der-selbe erkrankte, so wurde die Untersuchungdurch den Proconsul Aelian geführt. Sieergab, dass Felix die Tradition in Wahr-heit sich nicht zu Schulden kommen Hess,sondern dass ihm dieses Vergehen durchden Notar Ingentius und zwar wahrschein-lich aus persönlichen Gründen nur an-gedichtet wurde (Fragmente des Protokollsbei Deutsch a. a. O. 9—18; Baluz. Miscell.II 81). Die Donatisten gaben indessen

ihre Anschuldigung noch nicht auf, unddie Frage nach der Gültigkeit der Ordi-nation durch einen T. blieb stehende Con-troverse zwischen ihnen und den Katho-liken. Der Bischof Secundus von Tigisis,der Gegner Caecilians, ordinirte übrigensden Subdiakon Silvanus zum Bischof vonCirta, obwol er wenigstens von einemTheil der Gemeinde als T. angesehen ward(Fragm. des Protokolls der darüber vondem Statthalter Zenophilus geführten Ver-handlungen bei Deutsch a. a. 0. 20—34),und es erhellt daraus, dass der eigent-liche Grund der donatistischen Spaltunganderswo zu suchen ist, als in der ver-schiedenen Ansicht über die Weihe durcheinen T. Wenn die Acten der Synodevon Cirta, von denen uns Optat. De schism.Donat. 114 und Aug. Contra Crescon. III,c. 27, n. 30 einen Theil überliefern, echtwären, so würde sich sogar eine beträcht-liche Anzahl von Traditoren unter denDonatisten befunden haben. Allein wirhaben darüber keine volle Sicherheit.Wenn gleich die Einwürfe, die auf demColloquium von Karthago (411) von denDonatisten erhoben wurden, mit Recht alsnichtig zurückgewiesen wurden (Aug. Brev.coli. c. 17, n. 31. 32), so ist die Echtheitdes Documents doch sowol aus äusserenals aus inneren Gründen verdächtig undsie wird sich daher so wenig als das Gegen-theil unbedingt behaupten lassen, funk.

TRANSENNA, ein Marmorgitter,xiyxXte, cancellus; den Ausdruck ge-braucht wol zuerst Paulin. Nol. Ep. adSever., wo es von der Basilika des hl. Felixheisst: laetissimo vero conspectu tota haecbasilica memorati confessoris aperitur tri-nis arcubus paribus perlucente transenna.Dann berichtet der Lib. Pontif. von Six-tus III: item fecit Sixtus episcopus con-fessionem b. Laurentii martyris cum co-lumnis porphyreticis et ornavit transennamet altare et confessionem s. Laurentii deargento purissimo (vgl. in Stephano IV).Auch Beda (Hist. Angl. c. 3), Greg■ Turon.(De gloria conf. I 37), Euodius (De mirac.s. Steph. c. 12) gedenken der Transennae.In späterer Zeit wurden mit derartigenMarmorgittern die Fenster der Basilikengeschlossen und der Ausdruck auch davongebraucht (vgl. Ducange i. v.). Aber vielälter war der Gebrauch der Transennae inden Katakomben, wo die Martyrerreliquiendurch solche Transennae hindurch gesehenund doch geschützt werden konnten. SchöneMuster derselben gaben Boldetti (Cimit. 35)und neuestens de Bossi (Inscr. I, proleg.CXV, T. mit Inschrift des 3. Jalirh.); deRossi (R. S. II, tav. I A ) fand auch dieT., welche ursprünglich den Altar der