TpazeCa — Trauen
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et gentil. 14—-17 u. a.). — Im Abend-land knüpfen sieb die Nachrichten überTranslationen an den gefeierten Namendes Ambrosius. Bald nach seinem Regie-rungsantritt liess Ambrosius durch Mai-länder Priester, -welche er an Basilius ab-ordnete, die Reliquien seines hl. Vorgän-gers Dionysius, welcher als Bekenner gegendie arianische Häresie im Exil zu Retoiuman den Grenzen von Kappadoeien undArmenien (371) gestorben war, nach Mai-land überführen (375); das Begleitschrei-ben des Basilius bescheinigt die Echtheitder Reliquien ( Basil. Ep. 97 ed. Maurin.III 288). Durch eine Vision erhielt Am-brosius das Grab der Märtyrer Gervasiusund Protasius in der naborianischen Ba-silika geoffenbart und übertrug sie (386)unter dem Gesang heiliger Hymnen in diesog. ambrosianische Basilika, welche erohne Reliquien nicht hatte einweihen wol-len ( Ambros. Ep. 22 ad Mareell. ed. Maur.II 877 f.; August. Conf. IX 17; De civit.Dei XXII 8, § 2; Prosp. Chron. ed Ron-calli I 739). Um ihnen eine würdigereRuhestätte zu bereiten, übertrug endlichAmbrosius (393) die Reliquien der Mär-tyrer Vitalis und Agricola in Bologna vomjüdischen Friedhof in die grosse Kirchevon Bologna (Exhort, de virginit. c. 1 ed.Maur. II 1277; Paulin. Vita Ambros. § 29).Von diesen Translationen abgesehen, schei-nen im Allgemeinen die religiösen unddie Rechtsanschauungen der Römer überdie Unverletzlichkeit der Grabesruhe demVerbot der T. durch Theodosius (386) imAbendlande eine so gewissenhafte Be-folgung garantirt zu haben, dass Gregord. Gr. (594) an die Kaiserin Constantinaschreiben konnte: ,in Rom und im ganzenAbendland würde es als ein ganz uner-trägliches Sacrilog betrachtet werden, wennJemand die Leiber der Heiligen anrührenwollte. Deshalb wundern Wir uns sehrüber die Gewohnheit der Griechen,welche die Leiber der Heiligenselbst von der Stelle heben, undWir können es kaum glauben' (Ep. IV 30,ed. Maur.). Bis ins 8. Jahrh. hinein konnteman sicli in Rom zu keiner T. entschlies-sen (Kraus R. S. 105. 116), weil man davorzurückschreckte, die ursprüngliche Ruhe-stätte der Heiligen zu profaniren (vgl. Pau-lus in 1. 44 D De religiös. XI 7 : quum au-tem impetratur, ut reliquiae transferantur,desinit locus religiosus esse), sdralek.
TPAnEZA, s. Altar I 34 f.
TRAUBE, s. Weinstock.
TRAUER. 1) Nicht bloss die Liebe,welche sich dem theuern Entschlafenengegenüber noch einmal betliätigen, die in
Worten und Handlungen dem Gefühl,welches die Seele bewegt, Ausdruck gebenwill, sondern auch der Glaube beherrschtdie T. um die Todten, denn wie von jeher(neben Geburt und Eheschliessung) unterallen Lebensereignissen der Tod in dieengste Beziehung zur Religion gesetztwurde, so haben religiöse Vorstellungenauch auf die T. nicht unerheblichen Ein-fluss ausgeübt; je nachdem die religiöseUeberzeugung von dem Schicksal derTodten trostloser oder hoffnungsreicherwar, gestaltete sich das Verhalten und dieLebensweise der Trauernden (vgl. E. Was-mansdorff Die T. um die Todten bei denverschied. Völkern, Berl. 1885, bes. 1. 25).Im Christenthum hat der Tod seine Schre-cken verloren durch die Glaubensgewiss-heit, dass aus ihm ein neues, schöneresLeben erblühe; man wusste, dass, wennunser irdisches Zelthaus zerstört ist, wirein Gebäude von Gott empfangen, einHaus, nicht mit Händen gemacht, einewiges im Himmel (II Kor. 5, 1), dasssomit Sterben ein Gewinn sei (Phil. 1, 21),und so erklärt es sich, dass die Mahnungdes Apostels (I Thess. 4, 12), über dieEntschlafenen nicht zu trauern wie dieUebrigen, welche keine Hoffnung haben,in so vollkommener Weise ein christlichesLebensgesetz geworden ist, dass MinuciusFelix (Octav. c. 38) den Heiden gegenüberbehaupten konnte: ,im Gegensatz zu euchveranstalten wir die Leichenbestattungenin derselben Gemüthsruhe, in der wirleben.* Seine Behauptung wird bewahr-heitet durch die Grabinschriften; ,im Gan-zen weht uns ein unendlich wohlthuenderHauch des Friedens und der Ergebungin Gottes Willen an; man stirbt nachGottes Geheiss, nach dem Befehl Christi.Der stärkste Ausdruck des Kummers ist,wenn der schmerzgebeugte Vater das Wort,Dolens* bei seinem Namen setzt oderden jugendlichen Todten mit dem Aus-druck ,Immerens* bezeichnet* (Kraus R. S. 2469). Allerdings verrathen auch Grab-inschriften , weil sie die Wirklichkeit desantiken Lebens in der reichsten Fülle derindividuellen Einzelheiten wiedergeben(Kraus R. S. 473), dass es auch an denGräbern der Christen nicht gänzlich anKlagen gefehlt hat, in welchen die Ueber-lebenden tlieils sich selbst, theils die Ver-storbenen beweinen, ja sogar bittere Vor-würfe gegen das Geschick und Gott, durchwelche zärtlich geliebte Personen dahin-gerafft seien, ausgestossen werden (z. B.n. 9683: e coemeterio s. Urbani; n. 9688:e coemeterio Priscillae, Corp. inscript.graec. IV 545 sq.; vgl. Ritter De composit.titul. Christ, sepulcr., Progr. d. k. Joachims-thal’schen Gymnas., Berlin 1877, 26). Das
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