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Trauring — TpoTiaicc.
rühmte Blinde Didymus in der Verzückungweisse Rosse durch die Luft jagen undhörte die Reiter sagen: ,verkündet demDidymus, dass heute, zu dieser Stunde,Iulian getödtet wurde 1 ( Euseb . Hist. eccl.VI 2).
Als die Kirche endlich Ruhe hatte undauf die Zeit der Verfolgung die Zeit derPflege der kirchlichen Wissenschaft unddes kirchlichen Lebens folgte, da hattendie T. u. V. ein anderes Substrat. Demhl. Gregor von Nazianz erschienen in derJugend zwei liebliche Jungfrauen 'A-p/sice undSoutppocJovTf) (Reinheit und Züchtigkeit) undermahnten ihn, sich mit ihnen zu verbin-den, sie würden ihn himmelan führen. Dannverschwanden sie. Es war nur ein Traum;aber die leuchtenden Bilder der Jungfräu-lichkeit blieben zeitlebens im Herzen zu-rück. Zahlreich sind die Visionen im Le-ben des hl. Simeon, des ersten Säulen-heiligen in Syrien ( Euagr. Hist. eccl. V21). Viel erwähnt ist die dem hl. Hiero-nymus (Ep. 22) gewordene Vision, in wel-cher er sich wegen seiner Vorliebe fürheidnische Schriften vor Gottes Richter-stuhl geladen sah. Weitere Beispiele beiEuseb. Hist. eccl. IV 27 (Greg. Thaum.);vgl. Sosom■. Hist. eccl. I 14 (Antonius derEinsiedler); II 10 (Athanasius); Socrat.Hist. eccl. VII17 (Bischof Paulus); Sozom.Hist. eccl. II 3 (der Anwalt Aquilinus)und bei Piper Evang. Kalender 1860, 52 ff.Ueber das Wesen, den Ursprung und dieBedeutung der Träume vgl. Synes. Lib. deinsomniis; Ioann. Climac. Scala paradisigrad. III; Gregor. M. Dialog. IV 48 und49, und A. Maury Le sommeil et lesreves. münz.
TRAURING, s. Ringe II 694.
TRAUUNG, s. Eheschliessung I 389 f.
TRIBUNAL bezeichnet 1) das Sanctua-rium der Kirche, in welchem Sinne auchßrjp.a gebraucht wird ( Conc. Laod. 56, woden Presbytern verboten wird, in demBema zu sitzen); gewöhnlicher aber 2) dasP u 1 p i t u m oder den Ambo, von wo derLector das Evangelium dem Volke vorlas{Cypr. Ep. 34, al. 39); vgl. dazu d. Art.Ambo I 44.
TRIBUTUM, s. d. Art. Immunitäten II30 f.
TRICHORUS, tricorum (xpfycopov), einaus drei Räumen bestehöndes Gebäude,speciell die trichora Apsis bei Paulinus(der auch trinos recessus nennt); triformemnennt Venant. Fort. Poem. III 5 densel-ben Raum, und Papias: tres apsidas. Indem Art. Pantheon II 581 ist die Inschriftvon Tolentino erwähnt worden, in der
Severina ihrem Gatten SARCOFAGVMET PANTEVM CVM TRICORO bereitete;ebenda ist der Zusammenhang dieser Bau-form mit dem altchristlichen Kuppelbaunach de Rossi vorgelegt worden. Auchnoch in späterer Zeit ist diese Bauformfür Speisesäle festgehalten worden, wieuns der bei Ducange i. v. und Borgia (Decruce veliterna 276) angeführte Passusaus Mabillon (Ann. Ben. II 410) beweist,nach welchem in dem longobardischenHerzogspalast zu Spoleto ein Triehorumwar, id est domus conviviis deputata, inqua sunt tres ordines mensarum, et dictumest triehorum a tribus choris, id est tribusordinibus commessantium. kraus.
TRINITiT, s. I 379 f.
TRIODIUM (xpuuSiov), ein liturgischesBuch der Griechen, in welchem das Of-ficium von dem der Septuagesima voraus-gehenden Sonntag bis zum Charsamstagenthalten ist. Der Name rührt daher,dass dieser Abschnitt des Officiums nichtsNeues, sondern nur drei Odae führt. Vgl.Asseman. Kal. eccl. univ. VI 562; NillesKal. man. p. XLV.
TRISAGION, s. d. Art. Doxologie I 377.
TRISOMUS, s. d. Art. Sarkophage II 718.
TR1TONEN, s. d. Art. Mythologie derchristlichen Kunst II 464.
TRIUMPHBOGEN (arcus triumphalis),eine dem Alterthum fremde Bezeichnungdes Chor (bez. Apsis) und Langhaus (bez.Querschiff) trennenden Bogens; die Bogen-fläche ward, wie dies S. Paul, S. Peterund S. Prassede zeigen, mit besondererVorliebe mit musivischen Gemälden ge-schmückt, der Bogen oft von prächtigenSäulen flankirt.
TROMPETEN (adXTrqqec, tubae) waren inder Hagia Sophia bei dem hl. Brunnen(ad sanctum puteum) aufgestellt. DucangeCP. Christ. II 46. Sie dienten ohne Zwei-fel, um den Beginn des Gottesdienstes an-zusagen , ebenso wie das Officium in denägyptischen Klöstern durch solche Instru-mente angekündigt wurde {Reg. s. Pachom.c. 3 in Bibi. PP. XV 629, ed. Par. 1654;Ioan. Climac. Seal, parad. grad. 19, ib. V244; Bingham III 282; Martine De vit.IV 2, 9).'
TPOHAIA, Bezeichnung für Kirchen beiEuseb. Hist. eccl. II 25 (xd xpMrata xcüvditoaxoXwv in Rom); De Land. Const. c. 17(xpOTraia •ry.rprpid). Hieron. Ep. 18 ad Marc.Der Ausdruck deckt sich wol am ehe-sten mit Memoria, nicht mit Titulus, wieBingham III 133, Augusti Ildb. I 336