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Weihwasser.
Schluss ziehen, dass es damals in derBarche ausser der Weihe des Taufwasserskeine andere Benedicfion des Wassers ge-geben habe. Vielmehr war eine solcheschon in der Mitte des 4. Jahrh. aus sounvordenklicher Zeit vorhanden, dass mansie, wie der hl. Basilius dies in Hinsichtdes Taufwassers that (De Spir. s. c. 27),auf apostolischen Ursprung zurückführte.Wir lesen nämlich Const. Apost. VIII 29(ed. TJellzen ): ~spl 84 oSaxoc xal iXaloo b(iaMax&cae (vulgo: MaxJaToj) Staxaaaopat • EuXo-•yslxu) 6 Ltlaxoiroc xo u6u>p 'q xö sXatov 6av64 |J.tj ~apfj) suXofsixro 6 irpsaßöxspo», TtapEJxöi-xof xoü Staxovoo. ’Eixav 8s 6 iulaxorcos Trapi),"apuxaaüu) 6 -psaßöxspoc xal 6 Siaxovoc - Xe-Yexu) 6s ouxuk ,Kupis Saßatbfl, 6 0eo? x«WSovdpEujv, xxujxa xdiv u8dxu>v xal y oprj'/s xoüIXatoo, oixxtppov xal <ptXdvflpu)~s, 6 ooux xouStop rp6s Tcoaiv xal xaffapaw, xal eXaiov xooIXapövai —poaoraov eis d'/aXXiajj.a Eo'fpoaovirjs •auxos xal vöv 8id Xpiaxoü ocpaaov xo ootopxoöxo xal xo eXatov eit’ dvopaxa xoü Tipoa-xojjuaavxoc (q xrjs zpoaxojAtadaqi), xal 86souvaptv oyslas Ifjtnoiqxixqv, voaojv jjrsXaaxixqv,8aip6v(ov tpuyaBsuxixriv, iraaiqt LußooXqc Snoxxt-xr)/ ■ 6ia Xpiaxoö xqc IXm'oos 'qp.<üv, psf}’ ouaol 8o;a, xiprj xal a£ßas xal xcö ayhp -vsopaxtsie xous aimvas ■ dpVjv*. Hier haben wiralso, wie schon v. Brey (Heue Untersuchun-gen über die Const. der Apostel 117) sichausdrückte, ,das W. ganz im Sinn der spä-tem Zeit“, gesegnet zum Zweck: a),Krank-heiten zu heilen; b) Teufel zu vertreiben;c) alle Versuchungen zurückzuschlagen 1 .Man wird schwerlich irren, wenn man mitv. Brey annimmt, das gewöhnliche W. seiaus der Weihe des Taufwassers entsprun-gen , wie die gleichzeitig vorkommendeOelweihe aus dem mit dem Taufritus ver-bundenen ,pu3xixou IXatoo 1 der Const. Apost.VII 42. Aus den Worten: Gott mögedieses Wasser und Oel auf die Bittederer, die es dargebracht, segnen,dürfte geschlossen werden, dass das sogeweihte Wasser den Betreffenden zumAufbewahren mit nach Hause gegebenworden sei. Aber wenn man bedenkt,dass der Bischof einer Stadt, wenn erjedesmal erst auf das Verlangen eines Ein-zelnen die Weihe hätte vornehmen wollen,möglicherweise dafür gar oft konnte inAnspruch genommen werden, wodurchihm viele Zeit zu anderen wichtigeren Ge-schäften entging, so liegt nahe, dass manfrühe gewisse Tage bezeichnete, an denendie Gläubigen die genannten Gaben zurSegnung herbringen konnten. Ebenso nahelag auch, dass man davon etwas von einemWeihetag zum andern in der Kirche auf-bewahrte. Bedenkt man ferner, dass eif-rige Heiden, wie Kaiser Iulian ( Theodor et.Hist, eccles. 1. III 13), ihre Speisen mit
Aqua lustrali besprengen liessen, und dieChristen nicht immer sicher sein konnten,dass ihre Lebensmittel nicht etwa dieseLustration erhalten hatten, so wird esnicht unwahrscheinlich, dass man zurgrossem Sicherheit sehr oft, die heidnischeLustration zu entkräften, sich des kirch-lich geweihten Wassers bediente. Uebri-gens konnte man es begreiflicherweisehinsichtlich der Aufbewahrung des Weih-wassers an verschiedenen Orten verschie-den halten. Bei der Begebenheit, dieTheodor et. Hist, eccles. V 21 (ed. II. Vales)erzählt, war damals, im 4. Jahrh., in derbischöflichen Kirche zu Apamea geradekein W. vorhanden, und der Bischof musstees erst segnen. Dagegen schrieb zu Anfangdes 5. Jahrh. Synesius (Opp. omn. ed. Petav.ep. 121, p. 257) an einen christlichen Prie-ster, der das Amt eines ,uopopuaxT)?‘ be-sass, was man mit der Obsorge des Weih-wassers in Zusammenhang bringen darf;denn zu dieser Auffassung berechtigt eineandere Stelle, wo nämlich derselbe Bischofin der ersten Catastasis sagt: er werdeam Tage des Sturmes auf seinem Postenin der Kirche aushalten und die hl. Ge-fässe mit dem W. vor sich hin-stellen u. s. f. Vom 4. Jahrh. an wer-den die Berichte sehr häufig, wonachhl. Männer aus einer der drei oben an-gegebenen Absichten Wasser weihten undwunderbaren Erfolg erzielten; z.B. findensich aus Hieronymus (Vita s. Ililarion.),Palladius (Hist. Lausiac.) und Theodoret.(Philoth. sive Theophil, vel Hist, religiosa)gesammelte Thatsachen bei H. RosrveydVitae patr. 79. 635. 720. 724. 815. 824 sq.834; sodann: Epiphan. ed. Petav. I 137Adv. Ebionit. n. 12; Joh. Cassian. Collat.XV 14; Gregor. M. Dial. I 10, III 37;Gregor. Turon. Glor. Conf. ed. Migne Patrol.lat. LXXI848. 890.1025; Beda’ Hist, eccles.Angl. I 17, V 4; Boiland. II Iun. 214 sq.(s. Columba) 697 (s. Psalmodius). Höchstwahrscheinlich gaben die alten Christenschon in den Zeiten der Verfolgungen denVerstorbenen in Ampullen W. ins Grabmit (F. X. Kraus R. S. 450; Stand derFrage über die Blutampullen 28). Auseiner Stelle bei Sozomenus (Hist, eccles.VI 6) und Theodoret. (Hist, eccles. III 16)zu schliessen, galt es zur Zeit Iulians desAbtrünnigen noch als ausschliesslich heid-nische Sitte, Jemanden beim Betreten einesTempels mit Aqua lustralis zu besprengen.[ Die Besprengung des Hauptes mit Wasserzur Reinigung nach einer Verunreinigungdurch Knoblauch, Schweinefleisch, Umgangmit Weibern bezeugt als religiöse Sitteeiner griechischen Religionsgenossenschaftder Kaiserzeit die 1808 bei den Minen vonLaurion gefundene Inschrift des Lykiers