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Zweiter Band. I - Z.
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W eihwassergefässe.

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Xanthos; s. Foucart Les Assoeiations re-ligieuses chez les Grecs etc., Paris 1873,121. 219. K.] Doch könnte in dem erwähn-ten Falle der Zorn Valentinians auch blossdem Umstande gegolten haben, dass jenesBesprengen durch heidnische Priester und,vo|xu> iVXrpv/m ‘ geschah. Aus Optat. Milev.De schism. Donat. VI 6 wollte gefolgertwerden (ff. Otte Jahrh. d. Ver. f. Alter-thumsk. in d. Rheinl. 1871, 268 f.), es sei•damals von der Kirche dem W. noch keinSalz beigemischt worden. Aber schon im6. Jahrh. war in der römischen Kirchediese Mischung so unvordenklichen Alters,■dass der Verfasser des unter dem Kamendes Felician. Katalogs bekannten Papst-verzeichnisses von Papst Alexander I(109—119?) schreiben konnte: hic con-stituit aquam sparsionis (aspersionis) cumsale benedici in habitaculis hominum(nach der Berner Handschr. n. 225 heiLipsius Chronol. der röm. Bischöfe 274).Wörtlich ging diese Stelle in den Liberpontiflcalis des Anastasius Biblioth. (ed.Rom. 1731, I 9) über, und wurde dannzur Epist. 1 Alexandri I von Pseudoisidorverwendet (vgl. Hinschius Decret. Pseudo-isidor. 99), wo sie lautet: aquam sale•conspersam populis benedicimus, ut ea•cuncti aspersi sanctificentur et purifieen-tur, quod et omnibus sacerdotibus facien-■dum esse mandamus. Die Const. apost.sagen nun allerdings von solcher Bei-mischung noch nichts; aber da sie mehrden orientalischen Ritus repräsentiren, sobeweisen sie für Rom weniger. Der Ge-brauch, dem W. Salz beizumengen, kannsomit in der römischen Kirche sehr altsein. Wenn Pfannenschmid a. a. 0. 162argumentirt: da die Sitte, dem Tauf-wasser Salz beizugeben, erst zwischendem 6. und 9. Jahrh. zu kirchlich aner-kannter Geltung gelangt, und also wolder Zusatz des Salzes zum W. nicht früheraufgekommen sein werde, so fällt dieseBeweisführung (abgesehen davon, dass dieInfusio salis beim Taufritus, wovon Wala-frid Strabo De reb. eccles. bei IJittorp.redet, unrichtig aufgefasst ist) schon des-wegen dahin, weil die Kirche bei der Tauf-wasserweihe nie Salz beigemengt hat, auchjetzt nicht. Der Ordo ad faciendam aquambenedictam, wie er jetzt nach dem römi-schen Rituale in unseren Pfarrkirchen alleSonntage zur Anwendung kommt, ist genauso schon im Sacramentar Gregors d. Gr.'(Opp. Greg. M. ed. Galliccioli X 245) ent-halten. Uebrigens wären für die Ge-schichte dieses Textes noch vergleichendeStudien von Köthen. Verwandt mit demgregorianischen, nur etwas länger, ist derWeiheritus im Sacram. Gallic. aus Bobio<8. Jahrh.) bei Mabillon Mus. Ital. I 387 f.

4) Wenn im 9. Jahrh. noch hinsichtlichdes Weihwassers eine Keuerung ein trat, sobestand sie allem Anschein nach nur darin,dass jetzt diese Weihe überall regelmässigan den Sonntagen vor der Pfarrmessesammt der Aspersio vom Priester vorge-nommen werden musste. Das wollte derBrief Alexanders I bei Pseudoisidor, dasRhaban. Maur. De instit. cleric. II 55, dasHincmar v. Rheims (Labbe Conc. VIII569,5)und Leo IV in der Hom. de cura pasto-rali, wenn er vorsehrieb: omni die domi-nica aquam benedicite unde populus asper-gatur et ad hoc proprium vas habete ( MansiConc. XIX 893). Wegen der Wasserweihean Epiphanie s. d. Art. I 427. In Hin-sicht des Ritus und des Kirchenrechtlichen

s. Gavanti Thes. I 535; L. FerrarisPrompta Bibi. I 264 sqq.

5) Betreffs der Weihwassergefässe vgl.den folgenden Artikel. Für das Innereder Kirche bezeugt sie die oben citirte Stelledes Synesius (vaj mxvoqei? T:potJT7pop.ai yep-v."cr.c). Das Anbringen unbeweglicher Weih-wasserbecken am Eingang der Kirchenwollte man in Zusammenhang bringen mitdem Verschwinden des Porticus und derConcha daselbst ( Ciampini Vet. Mon. ed.noviss. II, tab. XXII, Mosaik zu S. Vitalein Ravenna). So Pelliccia De ehr. eccles.politia I 133, der die Aenderung nach dem9. Jahrh. eintreten lässt; Martigny Dict.des antiq. ehret. 222 s. ist fast ganz vonPelliccia abhängig. Pfannenschmid 185 f.nimmt an: zuerst habe stets ein Priesterdas Besprengen der Eintretenden mit W.besorgt, indem er dazu ein tragbares Weih-wassergefäss benützt habe. Später habedie Menge das Besprengen selbst vorge-nommen, und jetzt habe man ,jene Was-serbecken , woraus man sich ursprüng-lich Hände und Gesicht im Atrium deralten Basilika wusch, bei der oben ange-gebenen baulichen Veränderung vor dieKirchenthüren gesetzt, bis man ihnen spä-ter einen festen Stand anwies 1 . Aber nochjetzt besteht ein Sichselbstbesprengen ne-ben dem Besprengtwerden, und so konntees auch schon früher gehalten worden sein.Die Frage, seit wann die unbeweglichenWeihwasserbecken am Eingang oder hin-ten in den Kirchen aufgekommen seien,ist also noch eine offene. Eines Weih-wasserkesselchens neben dem Bette er-wähnt die Vita s. Wolfgangi c. 21 apudMabillon Act. SS. 0. S. Bened. saec. V,

t. VIII 800. Zur Litteratur s. noch Collin

Traite de l’eau benite. 12°. Paris 1776 und1777. LÜTOI.F.

WEIHWASSERGEFÄSSE ( corinthia , zo-Xojxßia, •/.oXup.ßijffpa). Boldetti 16 spricht be-reits von gläsernen und thönernen Ge-

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