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trasihofswesen (Trattorien, Osterien, Cafes).
Fremden in der Regel 15 C. (vom Italiener pro 1 Fr. Zehrung je 5 C.). Konver-sation kann man ohne Förmlichkeit mit jedem Tischnachbar beginnen.
Namen für die gewöhnlichstenSpeisen (vgl. den Speisezettel bei denHauptstädten):
1) Suppen: Minestra, Wassersuppe;Zuppa , Suppe mit Fleischbrühe; Brodo,Fleischbrühe, con Pasta, Vermicelli (fettucini)mit Nudeln; Santä (mit Grünem); core Biso,conPiselli, conFagioli, con Semola (mit Reis,Erbsen, Bohnen, Gries ) Risotto, mit Butterbereiteter Reisstock; Maccaroni al sugo oderdl burro (Maccaroni mit Brühe oder Butter).
2) Gemüse: Spinaci , Spinat; Cavolo,Kohl; Cavolo ßore, Blumenkohl; Broccoli ,Krausekohl; Carciofi, Artischoken; Piselli ,Erbsen; Fagioli, Bohnen; Patate, Kartoffeln;Carotte, Rüben; Funghi , Schwämme; Zucchini,Kürbis; Asparagi, Spargeln; — Eierspei-sen: Uova al piatto, Spiegeleier; Frittata,Eierkuchen; Uovo duro, hartes Ei; Uovo dabere, weichgesottenes Ei.
3) Fleisch: Manzo, gesottenes Rind-fleisch; Uraido, Fleisch mit Sauce; Fritto, in
Butter und Eier gebacken; Arrosto, Braten(Arrosto di vitello, Kalbsbraten); Polio, Huhn;Pollastro, Kapaun; Gallinaccio, Truthahn ;Costoletta, Kotelette (di vitello, mongana, ma-jale, Kalbs-, Schafs-und Schweinskotelette);Öapretta, Ziegenfleisch; Agnello , Lammfleisch;Bistecca, Beefsteak; Coscia di Manzo, Len-denbraten; Slufato, Ragout; Pesce , Fisch(Luccio, Hecht; Carpio, Karpfen; Trota , Fo-relle ; Anguilla , Aal); Fegato, Leber; Animelli,Kalbsbrustdrüse; Cervello, Gehirn; Presciuto,Schinken ( Mostarda, Senape, Senf).
4) Nachtisch: Formaggio, Käs e;Pasta,Backwerk; Crostata, Butterteig (di visciole,ricotta, pomi, mit Weichsein, dicker Milch,Aepfeln); Zuppa inglese, Torte mit Schaum;Giardinetto, gemischte Früchte (ciriegie,Kirschen; Pere, Birnen; Aioci, Nüsse; Pesche ,Pfirsiche; Uva, Trauben; Aranci, Orangen;Fichi, Feigen; Fragole , Erdbeeren).
Den neapolitanischen Speisezettel
s. S. 86.
Pie Osterien (Weinhäuser) oder, wie sie in der Basilicata und in Kalabrien heissen, Tavernen sind die Volkskneipen, primitiv ausgestattet, nicht immer rein-lich, sehr billig und der Wein oft vortrefflich; der Besuch zu Volksstudien sehrgeeignet, aber auch nur dazu. Man bringt meist den Speisebedarf mit!
Pie Cafes sind dem Italiener ein Theil des Lebens. Zeitungen werden meistnur hier gelesen. Von französischen Journalen findet man in den grösseren Cafesgewöhnlich die drei Hauptjournale aufgelegt, von den deutschen in vielen dieAugsburger Allgemeine Zeitung , auch wohl die Neue Freie Presse. Per Milch-kaffee ist im Süden von Italien theurer als in Rom , aber immerhin noch sehr billig,30—40 C. Pie kleine Tasse schwarzen Kaffees (Cafe nero) 15—25 C. Chokolade80 C. In allen grösseren Cafes kann man auch Gabelfrühstück haben (Kotelette1 Fr.; Beefsteak 1 Fr. 40 C.; ein Ei 20 C.). Pas Eis ist meist vortrefflich; einFezzo (grosses Rundstück) 60 C.; ein gewöhnliches Eis (Gelato) 40 C.; ebensoKörnereis (Granita). An wärmeren Tagen setzt man sich an kleinen Tischchenvor das Cafe. In vielen Städten erhält man erst gegen 5 Uhr Abends Eis. Nurwenige Cafes bleiben die ganze Nacht offen. Pem Kellner geben die Fremden ge-wöhnlich 5 C. Beim Wechseln überzähle man das Zurückerstattete und sehe sichdas Geld an. Manche Kellner sind auch Cigarrenhändler und bieten ihre wohl-feil importirte Waare freilich zu sehr hohen Preisen an.
Cigarren und Tabak. Pa der Tabak Staatsmonopol ist, so lässt er viel zuwünschen übrig. Am meisten wird geraucht: lange Virginia (in jedem Cafe undRestaurant wird gleich das Licht herbeigebracht zur Verkohlung des Endstücks)10 C., Scelti Romani 10 C., Cavour 7 C. Sogen. Iiavana von 25 C. an bei derSocieta anonima. Wer im Rauchen verwöhnt ist, nehme sich ja Cigarren ausPeutschland mit, der Zoll beträgt für das Kilo (ca. 200 Stück) allerdings 20 Fr.,man thut aber noch immer viel besser, da man eine geniessbare Cigarre unter 50 C.nicht erhält. Auf der Bahnhofs -Pouane wird nur 1 Kilo verzollt, grössere Partiennehmen also mehr Zeit in Anspruch. Man kontrollire die Zollquittung auf Gewichtund Betrag und hebe dieselbe sorgfältig auf, da man sie bei Revisionen im Innerndes Landes vorzeigen muss.
Lohndiener (Domestico di Piazza), ein notliwendiges Uebel für die derSprache Unkundigen und in ihrer Zeit Beschränkten, sind die stehenden Figureneines jeden grossem Gastbofs; für den Tag 5-—6 Fr., für 2 Stunden 2 Fr., ein