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Pferde kosten vom Observatorium (nament-lich in Portici ) bis zum Kegel ebensoviel,wie von Resina aus; man nehme sich alsoden Führer schon in Resina aus der Officinamit und lasse ihn auf dem Bock mitfahren,er kostet dann nur 6 Fr., weil er keinPferd braucht.
c) Die Societä dei Tramways Napoletani
hat einen täglichen Dienst von Stage-Coatchesund Breaks organisirt, der auch das Obser-vatorium auf dem Fes uv unter seine Reise-ziele aufgenommen hat. Der Wagen fährtum 9y 2 Uhr von Torretta a Chiaja (E 7) ab;ein Platz kostet 7 Fr. Die Billete sind ver-käuflich von lu Uhr Morgens bis 4 Uhr Nach-mittags, Via Roma 28!). Der Wagen istgegen 6 Uhr in Neapel zurück.
Eine grössere Gesellschaft, oder wer sichjeder weitern Sorge entschlagen will, thut ambesten, die Anordnung der Reise einem ver-trauten Leiter (J. Huber , S. 55) zu überlassen.
d) Eisenbahn bis Portici -, man gehe oderfahre von der Station nach dem Va St. entfern-ten, an der Hauptstrasse von Resina gelegenenVesuv -Fiihrerbüreav, 6 “2 (Officina delle Guide).Dort sorgt man für Führer und Pferde.Bei kleineren Gesellschaften genügt EinFührer. — Tarif des Municipio: Pferdoder Maulthier ä 5 Fr. — Führer mit Pferdä 11 Fr. (ohne Pferd 6 Fr.). — Riemenhülfeauf den Kegel ä 8 Fr. — Halten des Pferdesam Kegelfuss ä 2 Fr. — Tragsessel (portan-tina) von der Eremitage 'zum Krater 40 Fr.;von Resina zum Krater 00 Fr.
Distanzen. Von Resina zum Observatoriuml 3 /4 St.; 3 /4 St. von da bis zum Kegel ; 3 /4 St.von da bis zum Krater.
Führer (vorzüglich empfelilenswertlie):Andrea Auastasio ( Maccarone genannt), beimCafe von Bernardo Panzone zu Resina; erVerkauft auch Mineralien vom Vesuv undden Phlegraischen Feldern; — auch GiovanniGozzolino ist ein trefflicher Führer.
Eisenbahn von Neapel bis (8 Kil.)Portici (S. 401). Zwischen Portici undResina. passirt man den Lavastroni von1631 (S. 385), der, einen Theil von Her-culaneum deckend, am Meeresufer unterdem Porte del Granatcllo endet und vielPflastersteine für Neapel liefert.
Auch von Resina weiterhin gegendas Observatorium hinan rückt manzwischen ‘Weinbergen und Feldern überjenen Lavastrom von 1631 vor; nachV 2 St. wendet die Strasse nordwärts.Bevor man zum Fuss des Promontoriumskommt, auf welchem das Observatoriumsteht, trifft man auf die zerstiiekte Lavavon 1858 (S. 390), die gegen S. Giorgioa Ch'emona liinzieht; sie enthält häufigweissliche, rundliche Amphigenkry-Stalle. Beim Hinangehen ziun Obser-
vatorium sieht man, dass das Promon-torium aus hellem, geschichtetem Tuffund aus verkitteten Aschen, Sand undSchlacken besteht. Oben beim Obser-vatorium bemerkt man, dass das Pro-montorium einen Hiesendamm bildet,der sich am Fuss des grossen Central-kegels vom Vesuv trennt, mit seinenabschüssigen Seiten nach S. und N.gegen Neapel vorrückt und wie dergrosse Vesuvkegel von einem fast ebenenGürtel an der Basis umgeben ist, derden Thalgrund bildet.
Von Resina bis zum Lavastrom von1872:’ 3 ji St.; von da weitere 3 ji St. biszur sogen.
Einsiedelei (Ermitage ; Romitoriodel Salvatore).
Die schon 1631 gegründete Einsiedeleiist jetzt eine Wirtschaft, wo man Vesuvwein,auch den berühmten Lacryma Christi erhält(2 Fr.), unter dessen Namen aber selbst anund auf dem Vesuv ganz andere Weine(Marsala, Vino d'Ischia u. a.) ausgeschenktwerden. Der echte (dessen Reben durchLavaströme theilweise zerstört wurden)wird aus der Lacrymätraube an der Sommaals Vorlass in sehr geringer Menge bereitet;er ist schön, roth, süss gewürzhaft, vonstarkem, vortrefflichem Bouquet.
Bei der Einsiedelei-Wirtschaft kann manstets Führer und Pferde haben (8. 394).Die Wägen fahren bis hierher.
Panorama. Die Uebersicht des ganzenGolfs von Neapel ist von liier oben na-mentlich in der Abendbeleuchtung ausser-ordentlich schön: über der weitausgedehntenStadt die bewaldeten Höhen von Camaldoli,westl. die Küste mit der Punta di Posilipo,Bajä , Misenum, das flache Procida, diePyramide des Epomeo auf Ischia ; hinterdiesem Mittelgrund die fünf pontinischenInseln und Gaeta’s Promontorium bis zumMonte Circello in duftiger Ferne. Im Südenüber Castellaraare der hohe Monte S. Angelo und an dessen Fuss die köstlich gelagertenVico, Sorrento und Massa mit ihren wunder-vollen Buchten, dann Capo Campanella unddas dreigipfelige Capri . —Von der Terrassedes Observatoriums übersieht man trefflichden. grossen schwarzen Lavastroni von 1858(siidl.), den das Vetranathal füllenden Lava-erguss von 1868 (S. 390) und den Stromgegen S. Sebastiano von 1872.
Oberhalb dieser Wirtschaft folgt das
Observatorium <560 m. ü. 1 L).
Dasselbe enthält eine Bibliothek, einengrossen Saal für wissenschaftliche Sitzungen,einen Saal für die elektrisclienApparate, einenandern für die magnetischen; einen achtecki-gen Saal, in dessen unterem Theil eine Samm-