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Erster Band: Unter-Italien.
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8. Portici - Pompeji.

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Eintritt. Am Sonntag bezahlt man inPompeji kein Eintrittsgeld, erhält aber auchkeinen Führer. An den Wochentagenhat man 2 Fr. zu entrichten und wird voneinem Führer (la Guida) überall hin be-gleitet. Künstler, Techniker und Professo-ren der Archäologie und schönen Künste kön-nen im Museum zu Neapel (äusserste Thürr. und bis zu oberst hinauf) auf der Se<jre~teria gegen Verabreichung des Passes einevom Generalintendanten UnterzeichneteKarte zum fr eien Eintrit t ohne Füh-rer auf einige Wochen erhalten.

Die Eisenbahn Neapel- Pompeji (dieälteste Italiens , 1830 eröffnet) setzt,noch von den Häusern der Vorstadt be-grenzt, über den schon von den antikenDichtern gefeierten Sebeto ; den aberMetastasio mit Recht »quanto riccod’onor povero d’onde« nannte. L. Gaso-meter. R. Aussicht auf das Meer unddie vierstöckigen gelbrothen Granili mit87 Fenstern Front, jetzt Kaserne. Dann(man sitze rückwärts 1., also seewärts)einPrachtblick über die Stadt bis zum Po-silip. Begleitet von gelbgrauen, weissen,in der Sonne grell leuchtenden flach-dachigen Häusern und Villen mit über-grossen Fenstern erreicht man die ersteder ununterbrochen sich folgenden Ge-meinden : 8. Giovanni a Teduccio, schonim Gebiete des Vesuvs. Eigenthümliche,orientalisch geformte Dächer. — Naheam Meer nach

(8 Kil.) Stat. Portici ( Pension du Ve-suve, beim Pal. Reale; mehr von Neapo-litanern als von Fremden besucht; Pen-sion 10 Fr.), von völlig städtischemAeussern (11,800 Einw.), mit maleri-schem Hafen, köstlichen Villeggiaturenund grossem, 1738 von Karl III. aufeinem Lavastrom angelegtem Palast,dessen Gartenanlagen sich bis gegen dasFort del Granatello (S. 395) erstrecken.

Wer Portici durclischlendert, wo Villaan Villa sich reiht, aussen meist mit demNamen der Eigenthiimer bezeichnet, beseheden schönen Park der Villa Corsi (1. in derMitte der langgestreckten Stadt).

Die Meerbäder werden in Portici starkfrequentirt. — Die Villa Gucker besitzt nochdie alte Erinnerungstafel, dass Kaiser Kai*l V.hier wohnte. Das nahe Barra gilt wegenseiner milden Luft als besonders günstig fürRespirationskranke. — Die zur Villeggiaturnach Portici und dessen Umgehung Strömen-den übertreffen an Zahl oft die Einwohner

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(12,000). — Im Pal. Reale ist jetzt eine land-wirtschaftliche Schule.

Im Weiterfahren bemerkt man amRand viel Kaktus und geniesst einenköstlichen Ueb erb lick des Golfs von Nea-pel. — L. Mesina. Der Vesuv in seinenvier Abstufungen präsentirt sieb präch-tig in Farbe und Linien; Olivenwälder,Kaktus, malerisch zerstreute Pinien. —L. in der Höhe Massa und das Observato-rium. — Dann durch kolossale Lavaein-schnitte hindurch nach

(12 Kil.) stat. Torre del Greco

(neue Pension, mehr von Neapolitanernbesucht; 10 Fr.), der von den Lava-strömen am meisten heimgesuclite Ort(23,000 Einw.), ganz im Gebiet des Ve-suvs ; die Häuser sind überall auf und andie schwarze Lava gebaut. Unten Lava-brüche. Eine zerklüftete Basaltmassedient als Molo für kleine Schiffe. Leb-hafter Korallenhandel. — Am Meer ent-lang mit herrlichem Blick auf die Küstevon Sorrent und auf Capri , 1. auf dieschönlinigen grünen Vordergründe desVesuvs mit dem 1604 erbauten KlosterCamaldoli auf einem baumbepfianzten,durch einen vorhistorischen Ausbrucherzeugten seitlichen Eruptionshegel. —Durch Lavaeinschnitte nach

(20 Kil.) Stat. Torre delP Annun-ziata (15,700 Einw.), einer gewerbrei-chen (Aus- und Einsteigen hier am fre-quentesten), besonders durch ihre Mac-caronifabriken bekannten Stadt. Sehrmalerisches Ufer mit zahlreichen bela-denen Booten. — Hier zweigt die Bahnnach dem gegenüber sich ausbreitendenCastellamare ab. Die Linie nach Pom-peji hält sich links. Aufgeworfene damm-artige Hügel bezeichnen die Nähe von(24 Kil.) Pompeji (vgl. den Plan).Gasthöfe. Der Station gegenüber, 1. vomAufgang zur Porta della Marina: RötelJDiowede (B 9); Frühstück mit drei Plattenund V 2 Fl. Wein 3 Fr., Diner 4 Fr. —5 Min. weiter r an der Landstrasse, direktgegenüber der Porta di Stabia: Rötel Pompei,vom Solln des Diomede-Wirts gehalten.Gleiche Preise. — Dem Amphitheater gegen*über: * Albergo e Pensione del Sole, sehr billignnd recht gut. Pension 4Va Fr. Künstlernund Archäologeu aufs beste zu empfehlen.(Der Besitzer, Erra, ein sehr zuverlässigerMann, sorgt auch für dieReise nachPästum.)

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