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tuen, deren Basen theilweise noch er-halten sind. An der Fa^.ade hat man dieschiefe Abweichung von der Forumpor-ticus dadurch ausgeglichen, dass denhier angebrachten (Nr. 12, 11, 10) siebenWechslerbuden (Tabernae argentariae)eine verschiedene Tiefe (von 2 — 5 m.)gegeben wurde. Zwischen diesen Bu-den führen zwei Eingangsthüren (Nr. 7und 8), welche eine Pfeilernische mitzwei Marmorsäulen scheidet, ins Innere.Zu äusserst 1. sieht man noch Sprosseneiner Treppe, die zur obern Galleriedes Forums führte.
Ins Innere (bei Nr. 8) eingetreten,erblickt man einen gewaltigen recht-eckigen offenen Hof (37,50 m. lang,27 m. breit), der von einer eben ange-legten Porticus umgeben werden sollte(schon war an der West- und Nordseitedas Paviment eingelassen). In der Mittedieses Hofs befinden sich auf einem12eckigen, sehr niedrigen Sockel (von12,50 m. Durchmesser) im Kreise zwölfviereckige Basen (Altäre?), die in der Zahlden Cellen an der Südwand entsprechen.Die frühere Annahme, dass diese Basendie Statuen der 12 grossen Götter (DUconsentes) getragen hätten, gab dem Bauden Namen des Pantheons. Auffällig ist,dass dieses Tempelchen ausserhalb dergewöhnlichen Axe liegt. — Nord - undWestwand des grossen Rechtecks warenmit schönen * Freskobildern geschmückt,von denen jetzt noch (durch eine mo-derne Deckung geschützt) einige sichvorfinden:
An der West wand (nördl. neben demzweiten Haupteingang Nr. 8) in der Archi-tektur: Nike und Krieger; schwebende Grup-pen; Priesterin; oben Seeschlachten; *To undArgos (Epaphos V), Quadriga und Priester,schwebende Gruppe; oben Seeschlacht undVasen; zierliche Arabesken. — An der Nord-wand: *Odyi*seu$ und Penelope; r. vom Sei-teneingang Achill und Thetis ; unter demSchutzschlrmchen: Phryxosauf dem Widder.
R. an der südlichen Längswand siehtman 11 kleine Zellen, wahrschein-lich die priesterlichen Zimmer der Augu-stalen, welche seit Tiberius auch in denMunicipien errichtete Kollegien für denKultus des Augustus waren und wegenihrer grossen Anzahl einen ritterlichen
Mittelstand (Ordo) zwischen den De-kurionen und der Plebs bildeten. Vonder Bemalung der Zellen sieht man nurnoch die rothe Farbe. — Dem Einganggegenüber, fern an der Ostseite des Ge-bäudes , ist das eigentliche Heiligthum,drei grosse Gemächer, von welchen dasmittelste eine über fünf Stufen erhöhteKapelle (Aedieula) für die Statue (desAugustus) bildete (jetzt steht nur dasPostament), zu deren Seiten in Nischendie Statuen (jetzt Kopien) r. des Drusus und 1. der Livia , Gattin des Augustus,stehen. Das Gemach 1. enthält eineNische (flir ein Kultusbild), ein Podiumund einen Altar für die Opfer. Das Ge-mach r. enthält eine theilweise noch mitStuck bekleidete gemauerte Bank, diesich hufeisenförmig an den drei Wändenumherzieht; die Mulde und Rinne derBank deuten darauf, dass hier das Opfer-fleisch verkauft wurde. Von Gemäldensieht man in diesem dritten Raum nochan der Rückwand: pompejanischeLokal-gottheiten; am Sockel: Meerthiere undMasken. — An der linken (nördlichen)Seite führt ein Ausgang in die Stradadegli Augustali (Reg. VII, Via II), dieihren Namen von diesem Bau erhielt.
Auf den Augustustempel folgt:
Nr. 3. Die sogen. Curia oder Sena-culmn (D 7, Nr. 5), das vermuthlicheSitzungslokal der pompejanischen De-kurionen (des Senats), eiu grosser, leerer,in Ziegel erbauter Saal (20 m. lang, 18 m.breit), am Ende mit einer halbkreisför-migen Vertiefung; in der Mitte auf Mar-morboden ein Altar, nach vorn zwei Sei-tennischen mit Piedestalen für Statuen.
Neben der Curia steht derNr. 2. *Merkurtempel (E 7, Nr. 6)oder Aedes Genii Augusti; sehr zerstört.
Er wurde nach Merkur benannt, weilnach Vitruo der Tempel dieses Gottes amForum stand, und man Inschriften einesMerkurtempels in Pompeji auffand. Er heisstauch Quirinustempel, weil die Inschrift aneinem Piedestal beim Tempeleingang (dieKopie ist jetzt 1. vom Eingang zum Euma-chiabau eingelassen) den Romulus als Sohndes Mars, Regenten während 38 Jahren,Erleger des Königs Acro, dessen Rüstunger dem Jupiter Feretrius weihte, und alsGott Quirinus preist. Fiorelli hält ihn füreinen dem Genius des Augustus geweihten