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eingerichtet, dass beim Ilauptofen zweivomFeuer verschieden entfernteWasser-kessel für heisses, laues und kaltesWasser sich befanden, und aus ihnendas Wasser in die Baderäume floss.
Wenn die ganze Operation des Cal-dariums beendigt war, so begab mansich durch das Tepidarium und Apody-terium zurück in das hinter diesem(durch die zweite Thür r. an der hin-tern Schmalwand zugängliche) gelegene
Frigidarium (cellafrigidaria),daskalte Bad, wo ein rundes, marmorbeklei-detes Bassin (piscina, baptisterium), inwelches kaltes Wasser in Rohren herab-strömte, den durch die Hitze erschlafftenKörper erfrischte; die vier rundenNischen an der Wand enthielten dieRuhebänke für die Badenden. Dieblaue Decke mit ihrem offenen Auge,der rothe Fries mit den weissen Reliefs(Bigen), die hellgelbe Wand erhöhtenden erfrischenden Eindruck. Auch Meer-wasser konnte in das Bassin des Frigi-dariums gelassen werden, wie dies dieInschrift dieser Bäder darlegt, die aucheinen Privaten (Thermae M. CrassiFrugi) als ihren Gründer und Geberan die Stadt nennt.
Ein Atrium und andere Räumlichkeitensind nicht mehr zugänglich, ebensowenigdie nebenanliegenden, zu Magazinbautenverwendeten primitiveren Bäder. — Dampf-bäder wurden in grösseren Bädern an einerSchmalseite des Caldariums in einem beson-dern, durch eine Mauer getrennten Raum(Laconicum) angebracht.
Den alten Thermen gegenüber, weiterr., liegt in der Strada della Terme dasNr. 5. * Haus des Poeta tragico (D 5, Nr. 12), (ein unrichtig erklärtestreffliches Gemälde im Tablinum, jetztim Museum zu Neapel , gab ihm denNamen des tragischen Dichters); es istein kleines, aber sehr geschmackvollesHaus, durch seine Malereien, nament-lich aus dem homerischen Kreis (auchim Museum) hochberühmt (es ist dasHaus des Glaukos in Bulwers Roman).Reicher hier gefundener Goldsehmuckliess auf einen Juwelier als Besitzerschliessen, besonders weil die seitlichenVerkaufsläden (2) in den Flur sich
öffneten, also zum Haus gehörten. ImHausflur (1) war in Mosaik ein ange-ketteter Hund mit der Inschrift »Oavecanem « (jetzt im Museum zu Neapel )dargestellt. Aus dem Atrium (3), hinterdessen Impluvium eine hübsche kanne-lirte Brunnenöffnung ist, sind die be-rühmten homerischen Bilder nachNeapelgekommen; man sieht noch 1. vorn ein
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Bruchstück einer Entführung durchMeergottheiten; im 2. Zimmer (IV) 1.vom Atrium, rechte Wand: Daphne undApollo. Im Fries: Amazonenkämpfe;in der Mitte des Frieses, Rückwand:Venus Pompejana. — Im Tablinum(V): Viktorien und Eroten (der sogen,tragische Dichter wurde liier ausge-hoben). — Im Zimmer (VI) 1. vomTablinum : Thiere verschiedener Gott-heiten, Taube, Pfau, Panther. EinFenster an der Rückwand erhellte dies