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Zimmer. — Das Peristylium (VII)bildet auf drei Seiten einen Säulen-umgang um ein Gärtchen; an die Rück-wand lehnt die niedliche llauskapelle(Lararium) 1. in der Ecke. — Im 1. Zim-mer 1. (VIII) vom siebensäuligen Peri-stvl sieht man r. eine Fischerin (Venus),1. Ariadne; vier Eroten. — R. vom Pe-ristyl, im Tricliniu m (IX), Speisezim-mer, 6 m. lang und Ö 1 ,^ m. breit; in derMitte der linken Wand: ^Mädchen undJünglinge ein Nest mit drei nacktenEroten betrachtend (gewöhnlich alsLeda dem Tyndarios im Nest Castor,Pollydeukes und Helena überreichend,erklärt). Rückwand: *Ariadne . In denSeitenfeldern: Jahreszeiten und bewaff-nete Jünglinge. Ueber dem Fries derNordwand: Marsyas ; in der braunenPredella: Seeungeheuer. Imweissenundschwarzen Mosaikboden: Fische undSchwäne. — Im Raum (X) r. danebendie Küche mit dem Ofen und in derrechten Ecke das Kloset. — Vom zwei-ten Stockwerk bemerkt man nur nochSpuren; an der Ostwand beim Eingangder Strada Fullonica sieht man nochdie schwachen Reste der Aufschrift:»Du wirst die Gedichte des Numeriuserhalten«.
In gleicher Flucht, nur durch dieQuerstrasse Fullonica getrennt, folgt(Reg. VI, Ins. VI, Decum.major) r. dasNr. l. *Haus des Pansa (D 5,Nr. 13), (ein Wahlvorschlag 1. vomThürpfeiler gibt ihm diesen Namen),eine der grössten Wohnungen Pompeji’s und durch Harmonie der Masse undVollständigkeit des Plans zum Muster-bild der antiken Häuser geworden , daszugleich deutlich das Princip der Par-cellirung des römischen Hauses zeigt,indem auf das Erdgeschoss allein 50verschiedene Räumlichkeiten kommen.Es ist von vier Strassen umschrieben(Insula) und bildet ein fast regelmässigesRechteck, 98 m. lang und 38 m. breit.
Neben dem Haupteingang (I) hatte essechs Verkaufslokale, 1. Nr. 21, 22, 23;r. 2, 3, 4 (PL XXIX — XXXIV), und dreiauch an den beiden Länqsseiien, 1. in sechsRäumen (Nr. 17—10; PL XXIV—XXIX) eineBäckerei mit Mühlen 5 — an der rechten
Langseite, Nr. 7, 8, 9, abgeschlossene Miet-lokale (PL A, B, C), die mit dem Innernnicht Zusammenhängen.
Durch den schmalen Ilaupteingang,vorn Nr. 1, den aussen zwei hohe ko-rinthische Pilaster kennzeichnen, unddas kaum 3 m. breite Vestibül (I)(ProthyrumJ tritt man durch eine zweite,nur noch an den Einkerbungen kennt-liche Thür in das Atrium (II), das hiereine Art Saal mit Oberlicht und Ober-luft bildet, der Plafond war kassettirtund hatte in der Mitte eine Oeffnung,3 m. breit und 5 m. lang. Dieser Oeff-nung entspricht unten das Marmorbassin(Impluvium) zum Auffangen des Regen-wassers, das durch vier Wasserspeiervon dem nach Innen abgeschrägtenDach herabfloss. Vor dem Impluviumsieht man die viereckige Oeffnungsstellcder Cisterne. Um den offenen Hofgruppiren sich seitlich sechs nur vomHof erhellte Schlafzimmer (Cubicula)(III) für Gäste und Sklaven, an derRückseite hebt sich in der Mitte dasTablinum (IV) hervor (5 auf 5 ,50 m.),einst mit Mosaikboden, der Saal 1. (V)war auch mosaicirt, wohl die Bibliothek(man fand hier Manuskripte). DerRaum r. (VI) am Ende des Durchgangs(VIII) scheint ein Schlafzimmer gewesenzu sein, denn an der Wand sieht mannoch die Vertiefung für die Bettlehne.Vor diesen zwei Seitenzimmern sinddie Alae (VII), offene Flügelzimmer,welche man sorgfältiger dekorirte undin denen der Hausherr Audienzen gab.Der Durchgang (VIII) (Fauces) nebendem Tablinum führt in das schöne, umzwei Stufen erhöhtePe 1 *i sty lium (IX),einen offenen Säulenhof, genau doppeltso gross als das Atrium (20 m. lang13 m. breit), welchen 16 ursprünglichionische und kännelirte, dann mit Stucküberzogene, unten gelbe, oben weisseSäulen umgeben. In der Mitte ist eingrosses 2 m. tiefes Wasserhassin (Pis-cina); ein Puteal zwischen den zweiersten Säulen der linken Längsreihewurde von der Cisterne unter dem Pe-ristyl mit Wasser versorgt. — Von dervordem Seite des Umgangs geht r. (XI)