Band 
Erster Band: Unter-Italien.
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8. Pompeji (Haus des Sallustius).

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Vor diesem zog sich in der ganzenBreite des Hauses eine bedeckte Galle-rie (XXII) (Pergula) mit 11 Säulen hin(hier fand man den schönsten Bronze-kandelaber des Museums). — Der Gar-ten (Xystus, Viridarium) war in Plate-banden angelegt und r. mit einemWasserreservoir versehen (die Blei-röhren und die Kessel sind jetzt imMuseum). — Das obere Geschoss, nachden aufgefundenen Gegenständen dasFrauengemach, ist jetzt ganz zerstört.

Biegt man nun r. in die Strada con-solare (Regio VI, Ins. III, Via II) ein,so sieht man zuerst r. einen Brunnenmit einem reliefirten Adler; hinter ihmist eine (Nr. 20) Taverne (Garküche) miteinem Steintrog für die Thongefässeund (hinten) der Mauerstelle für dieGlutpfanne.

Es folgt r. Nr. 17. ein Laden mit (hin-ten I.) Schlafstätte, Triclinium mit Fenster-öffnung. — R. Nr. 16. eine noch in sechsSprossen erhalteue Treppe. — Gegenüber,mit der Front die Strassentheilung bildend,tritt man vom (Nr. 1) in ein Thermopol(Garküche), r. mit dem Podium für denVerkauf und dem anstossenden Herd, hin-ten 1. eine Kammer, in der Mitte ein Raumfür die Gäste, r. am Ende eines engenGangs die Latrina. Die Schlange, welcheeinst als Schutzgeist der Strasse aussen ab-gebildet war, gab diesem Haus den Namender Apotheke.

Nun folgt 1. ein Gebäude mit zwei Ein-gängen Nr. 36 und Nr. 32, wo Treppen (beiNr. 36 zerstört) zu einem höher a’s dieStrasse gelegenen Geschoss führen. Mansieht hier zwei Atrien, beide zu einem Pe-ristyl führend mit geräumigem Garten (wojetzt r. Agaven wachsen, und ein ♦Pracht-blick auf die Küste von Sorrent , das Meerund Capri ergötzt). Bei Nr. 31 schliesst sicheine Taberna an, mit dem Podium für denVerkauf, r. die CisternenöfFnung, hintenzwei Räume für die Gäste.

Gegenüber r. Nr. 7. Casa dell’ accade-mia di musica mit tuskischem Atrium, Iin-pluvium, vier Kammern und r. eine Alamit Bad. Das Tablinum zwischen zweiFauces; 1. liegt der Oecus, r. die Cella pe-narla mit Küche und (dahinter) Treppe; zuhinterst 1. das Viridarium, r. das Tricliniummit den Resten von zwei Gemälden (Nord-wand: Dido; Ostwand: Kassandra); an derRückwand des Viridars die Nische für dasLarar und 1. unten ein kleiner Altar. —Es folgen r. Tabernen, die zum Haus Nr. 3gehören. — Gegenüber die ArchäologischeSchule.

R. bei Nr. 3 (PI. Nr. 23) tritt man inein Atrium, das aus einem toskanischen

in ein viersäuliges mit Beigabe von vierkräftigen Ziegelpfeilern verwandelt wurde,welche auf dem Rand des Impluviumsstehen. Sie scheinen ein Solarium getragenzu haben, zu dem man von der Treppe r.an der Eingangswand aufstieg. Kammernund Tablinum dienten für das Gewerbe derBäckerei (Panetteria di Pansa), die einenbesondern Eingang bei Nr. 27 von 0. hat,wo noch zwei weitere Seiteneingänge sind,bei Nr. 26 für das Lokal, wo man das ge-backene Brod ab legte; das andere bei Nr. 28für die Thiere, welche die Mühlen trieben.Im Rauin des Viridariums sieht man nochdie Mahlsteine auf vier Postamenten unddie Vorrichtungen für das Backen, denHerd und in der anstossenden Ala denvom Tablinum aus zugänglichen Kornboden.

Den Bodenstein der Drehmühlen bildetein massiver Kegel mit vertikaler eisernerAxe, der Läufer besteht aus zwei mit derSpitze gegen einander gekehrten hohlenTrichtern, ist um die Axe drehbar undlässt das in den obern Trichter geschütteteGetreide allmählich durch; an diesem Läu-fer war die Deichsel befestigt, an welcherder Esel zog.

Es folgt r. nach der Querstrasse einLaden mit einem Podium, in welches sechsTerrakottengefässe eingelassen sind und andessen rechten Schenkel ein Herd stösst.An der linken Wand die Nische für diePenaten.

Dann folgt bei Nr. 4 der Eintritt (r.)in das sogen.

*Haus des Sallustius (C 4, Nr. 22 ;

nach einer Inschrift an der Mauer be-nannt, während eine Bronzeinschriftdasselbe als die Domus A. Goss. Libanibezeichnet), durch Eleganz und bedeu-tende Wandmalereien berühmt. Ander Fa 9 ade mehrere Boutiquen; in derersten 1. vom Eingang der aufgemauerteTisch mit den sechs Oeffnungen fiir dieOel- und Oliventöpfe; in der äussersten1. drei Mühlen. — Durch das breiteProthyron eingetreten, sieht man r. einenWartesaal; Atrium } Alae und Tablinumsind hoch aufgebaut und durch Reihenverschiedenfarbiger kleiner rechteckigerFelder belebt. — Im 1. Zimmer r. einhübsches reliefirtes Gesims, korinthischeHalbsäulchen und Triglyphen darüber,(Im Atrium fand man am Rand desImpluviums die berühmte Bronze Her ->hules mit dem Hirsch, jetzt in Palermo .)— Hinter dem Tablinum ist anstatt einesPeristyls eine einfache, durch vier Sau--len gestützte, gegen den Garten offeneGallerie; 1, ein Badezimmer; an de?